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Doppelmord – 10. und 11. Frauenmord in diesem Jahr

Kaufhaus-Detektiv ermordet Ex-Lebensgefährtin und deren Mutter – Bruder: „Es war ein Stalker“

Salzburger (51) erschießt Ex-Freundin (50) und Mutter (76)
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In diesem Haus wurde die 50-jährige Frau und ihre 76-jährige Mutter getötet.

Wals-Siezenheim bei Salzburg - In der Nacht auf heute hat ein gebürtiger Salzburger (51) in einem kleinen Einfamilienhaus in der Nähe der Bundesstraße Richtung Walserberg seine Ex-Lebensgefährtin (50) und deren Mutter (76) erschossen. Anschließend flüchtete er und rief dabei eine Bekannte und auch den Polizei-Notruf an, dort gestand er den Doppelmord und kündigte seinen Selbstmord an.

Update, 16.53 Uhr - Kaufhaus-Detektiv ermordet Ex-Lebensgefährtin und deren Mutter – Bruder: „Es war ein Stalker“

„Der Verhandlungsgruppe der Polizei gelang es allerdings, ihn davon abzubringen und gleichzeitig seinen Aufenthalt auf einem Campingplatz in Abersee festzustellen“, so Polizeisprecher Hans Wolfgruber. Auf dem Campingplatz im Gemeindegebiet von St. Gilgen – direkt gegenüber von St. Wolfgang – ließ er sich dann gegen 4.30 Uhr widerstandslos festnehmen.

Am Vormittag wurde er verhört, dabei gestand er die zwei Morde, sagte aber nach Auskunft der Polizei nichts weiter über das Motiv, auch nicht, ob die Mutter, die auf der anderen Straßenseite wohnte, noch bei ihrer Tochter im Haus war oder von der Tochter zu Hilfe gerufen wurde.

Die Bestürzung in dem kleinen Ortsteil von Wals ist groß, Nachbarn beschreiben die beiden Opfer, Mutter und Tochter, als ruhige Leute, im Haus der Mutter wohnt auch noch ein Sohn. Die Ex-Lebensgefährtin war nicht verheiratet und hatte keine Kinder, welche Art von Beziehung die Frau und der Tatverdächtige hatten ist noch unklar, der Mann spricht von einer Beziehung und Lebensgemeinschaft, der Bruder des Opfers bestreitet das und zeigt Medien einen Anzeige wegen Stalking, also beharrlichen Verfolgens vom Januar dieses Jahres. Das will die Polizei so nicht bestätigen. Der gebürtige Salzburger ist Privatdetektiv und arbeitete zuletzt in einem Lebensmittelmarkt, „daher war er auch berechtigt Waffen zu besitzen“, so Wolfgruber. Tatsächlich soll er bei seiner Festnahme zwei Faustfeuerwaffen dabei gehabt haben.

Da unmittelbar nach der Tat nicht klar war, so sich der Täter aufhält, wurden nicht nur die Nachbargrundstücke durchsucht, auch vom Sondereinsatzkommando Cobra, sondern auch die bayerische Polizei in die Fahndung mit einbezogen.

Entsetzen über bereits elf Frauenmorde in diesem Jahr

Erst vor wenigen Tagen sorgte ein Frauenmord in Wien für heftige, politische Reaktionen, weil dort der mutmaßliche Täter der grünen Fraktionsvorsitzende im Nationalrat, Sigrid Maurer, obszöne Nachrichten geschickt haben soll. Mit den beiden ermordeten Frauen am Donnerstag in Wals sind nun bereits elf Frauen in Österreich Opfer von Gewaltverbrechen in diesem Jahr geworden.

Die Politik hat bereits nach dem neunten Mord einen Sicherheitsgipfel für nächste Woche vereinbart, dieser soll nach Angaben von Frauenorganisationen nur 90 Minuten dauern, was nicht auf eine große Wichtigkeit des Themas für die Politik hindeute. In Salzburg demonstrierten am Abend Aktivisten der Plattform „Solidarisches Salzburg“. „In keinem anderen EU-Land werden anteilig so viele Frauen ermordet wie in Österreich“, sagte eine Aktivistin im Vorfeld. Erst Mitte März wurde eine 22-jährige Salzburgerin im Stadtteil Schallmoos durch ihren Ex-Partner erstochen. Frauenmorde seien die Konsequenz der patriarchalen Verhältnisse, die Regierung beteuere zwar nach jedem Mord ihre Betroffenheit, ändere aber zu wenig, um Gewalt gegen Frauen zu stoppen. „Das muss sich ändern – und zwar jetzt“.

Update, 10.15 Uhr - Bilder vom Tatort in Wals-Siezenheim

Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021

Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021
Doppelmord in Wals-Siezenheim am 6. Mai 2021 © hud

Update, 9.26 Uhr - Mann erschießt Ex-Freundin (50) und Mutter (76)

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Am späten Abend des 5. Mai 2021 suchte ein 51-jähriger Salzburger die Wohnadresse seiner 50-jährigen ehemaligen Lebensgefährtin in Wals-Siezenheim auf und tötete diese, sowie ihre ebenfalls anwesende 76-jährige Mutter, mit einer noch unbestimmten Anzahl von Schüssen.

Die Tat und seine Flucht aus dem Wohnobjekt wurde von einem Zeugen gehört bzw. beobachtet, der über Notruf die Polizei verständigte. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung in Salzburg und Bayern verlief vorerst ergebnislos. Der Beschuldigte nahm in weiterer Folge telefonischen Kontakt mit einer Bekannten auf, gestand dieser in einer Sprachnachricht die Tat und kündigte seinen Suizid an.

Kurze Zeit später kontaktierte er den Polizei-Notruf, wobei er angab, mit zwei Faustfeuerwaffen bewaffnet zu sein und sich das Leben nehmen zu wollen. Es folgten Fahndungsmaßnahmen sowie ein kontrolliertes und koordiniertes taktisches Vorgehen von Polizeistreifen aus den Bundesländern Salzburg, Oberösterreich und dem benachbarten Bayern. Zudem waren das Einsatzkommando Cobra, ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und die Verhandlungsgruppe Salzburg im Einsatz.

Gegen 4.30 Uhr stellte sich der 51-Jährige, aufgrund des unmittelbaren Fahndungsdruckes, im Bereich Abersee am Wolfgangsee widerstandslos den Spezialkräften des Einsatzkommandos Cobra und wurde in das Polizeianhaltezentrum Salzburg gebracht. Die beiden geladenen Faustfeuerwaffen, welche er legal besaß, wurden sichergestellt.

Das Landeskriminalamt Salzburg übernahm die Tatortarbeit und alle weiteren Ermittlungsmaßnahmen. Die Vernehmungen, Ermittlungen zum genauen Tathergang und zu Ergründung des Motivs laufen.

Pressemitteilung Polizei Salzburg

Erstmeldung, 8.25 Uhr - Doppelmord bei Salzburg

Doppelmord in Österreich nahe der deutschen Grenze:  Wie die Polizei Salzburg bestätigt, hat in der Nacht auf den 6. Mai ein Mann in Wals - unmittelbar neben der Bundesstraße Richtung Bad Reichenhall - seine 50-jährige Ex-Lebensgefährtin und deren 76-jährige Mutter erschossen. Der Mann konnte mittlerweile in St. Wolfgang (Oberösterreich) festgenommen werden, er wird zur Stunde in der Landespolizeidirektion Salzburg vernommen.

Nachbarn hörten Schüsse

Nachbarn hörten kurz nach Mitternacht die Schüsse in dem Einfamilienhaus und alarmierten die Polizei. Diese fand im Eingangsbereich zwei Leichen. Polizei und das Sonderkommando Cobra durchsuchten daraufhin Gärten in der Nachbarschaft, bald auch Häuser in Abersee, Gemeinde St. Gilgen. Festgenommen werden konnte der mutmaßliche Täter schlussendlich in St. Wolfgang, über seine Identität hat die Polizei noch keine Angaben gemacht.

hud

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