Dramatische Rettungsaktion in der Steiermark

Zwei Tage nach Felssturz in Österreich: Drittes Todesopfer geborgen

+
Rettungskräfte bereiten sich auf den Weg zur Unfallstelle an der Bärenschützklamm vor.

Steiermark - Die Besucher der Klamm sind zur falschen Zeit am falschen Ort - ein Felsbrocken löste sich und krachte auf den Wanderweg. Zwei Frauen sterben, weitere Wanderer werden verletzt. Nun wurde ein drittes Todesopfer entdeckt.

Update, Freitag (10. Juli): Nach Felssturz in Österreich: Drittes Todesopfer geborgen

Zwei Tage nach dem Felssturz in einer Klamm in Österreich ist ein drittes Todesopfer geborgen worden. Rettungskräfte hätten in der Nacht zum Freitag den Leichnam eines 30-Jährigen aus der Slowakei gefunden, teilte ein Polizeisprecher mit. 

Der Mann sei offenkundig von Gesteinsbrocken getroffen worden, in einen 30 Meter hohen Wasserfall gestürzt und in ein fünf Meter tiefes Becken gespült worden. "Die Leiche war sehr schwer auffindbar", sagte der Sprecher. Freunde des Mannes hatten die Polizei alarmiert, nachdem der 30-Jährige von der Wanderung in der Bärenschützklamm in der Steiermark nicht zurückgekehrt war.

In unmittelbarer Nähe des Wasserfalls waren am Mittwoch zwei Frauen aus Österreich und Ungarn von herabstürzenden Felsbrocken getötet worden. Insgesamt neun Wanderer wurden verletzt. Die bei Touristen sehr beliebte Klamm ist bis auf weiteres gesperrt. 

Update, Donnerstag (9. Juli): Zahl der Verletzten gestiegen

Bei einem Felssturz in Österreich sind nach Angaben der Bergrettung zwei Menschen getötet worden. Acht weitere Wanderer wurden teilweise schwer verletzt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Der Vorfall ereignete sich in der Bärenschützklamm bei Mixnitz in der Steiermark.

Offenbar waren gegen Mittag bei schönem Sommerwetter ein oder mehrere Felsstücke aus den Steilwänden herausgebrochen und hatten die Wanderer getroffen. Bei den Toten handelt es sich laut Polizei um eine 50 Jahre alte Frau aus Ungarn und eine 21-jährige Österreicherin. Im Hilfseinsatz waren Mitarbeiter der Alpinpolizei, der Bergrettung sowie des Roten Kreuzes und der Feuerwehr.

Die Klamm ist bei Touristen sehr beliebt. Die Kalkwände ragen bis zu 300 Meter hoch in den Himmel. In der Vergangenheit kamen laut Österreichischem Rundfunk (ORF) jährlich rund 40.000 Besucher, um die spektakuläre, mehrstündige Wanderung über mehr als 150 Brücken und einige hundert Höhenmeter zu meistern.

Bis auf weiteres wurde die Bärenschützklamm am Mittwoch für Besucher und Wanderer gesperrt. Die Alpinpolizei führt noch weitere Erhebungen zum Hergang durch. Nach Darstellung der Bergrettung dürfte sich der Brocken aus einer rund 50 Meter hohen Wand gelöst haben. Die genaue Abbruchstelle sei aber unklar, meinte ein Sprecher. Beim Aufprall auf den Wanderweg und die Holztreppen sei der Gesteinsbrocken zersplittert.

Erstmeldung, Mittwoch (9. Juli): 

In Österreich sind bei einem Felssturz in einer Klamm nach Angaben der Bergrettung zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere Wanderer wurden teils leicht, teils schwer verletzt, sagte ein Mitglied des Bergungsteams. Der Vorfall ereignete sich in der Bärenschützklamm bei Mixnitz in der Steiermark. 

Offenbar waren am Mittwoch mehrere Felsstücke aus den Steilwänden herausgebrochen und hatten die Wanderer getroffen. Die Suche nach etwaigen weiteren Opfern war am Nachmittag noch im Gang.

Die Bärenschützklamm ist laut salzburg24.at extrem unzugänglich, Retter und Material mussten durch steile Felswände abgeseilt werden oder von Mixnitz aus wenigstens eine Stunde lang aufsteigen, um zur Unglücksstelle zu gelangen. Im Einsatz standen die Bergrettung, das Rote Kreuz, die Alpinpolizei, der ÖAMTC und das Bundesheer. Über die Identität der Opfer gab es vorerst keine Angaben.

Die Klamm ist bei Touristen sehr beliebt. Die Kalkwände ragen bis zu 300 Meter hoch in den Himmel. In der Vergangenheit kamen laut Österreichischem Rundfunk (ORF) jährlich rund 40.000 Besucher, um die spektakuläre, mehrstündige Wanderung über Dutzende Brücken und einige Hundert Höhenmeter zu meistern.

mh (mit Material der dpa)

Kommentare