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Wetter-Prognose

Hitzewelle statt Herbstblues: Klimaphänomen La Niña bringt Wetter-Chaos

Durch das Klimaphänomen La Niña erlebt die Nordhalbkugel aktuell eine ungewöhnlich starke Hitzewelle. Das wärmste Halloween der Messgeschichte steht bevor.

Kassel – Eine globale Hitzewelle rollt an und bringt uns hohe Temperaturen statt Winterwetter. Schuld daran ist das Klimaphänomen La Niña. Mancherorts können die Temperaturen laut Fachleuten sogar bis zu 25 Grad über dem Durchschnitt liegen. Bereits das dritte Jahr in Folge macht sich La Niña bemerkbar - und das kann Wetter-Expertinnen und -Experten zufolge dramatische Auswirkungen haben.

In den nächsten Tagen und bis in den November hinein wird es vorerst noch einmal sommerlich warm. In Teilen von Deutschland können wir mit Temperaturen zwischen 23 und 25 Grad rechnen, berichtet Meteorologe Jan Schenk vom Wetterdienst Weather Channel. Das sind 8 bis 12 Grad wärmer als normal. Von einer Hitzewelle sprechen Meteorologen, wenn die Temperaturen an drei aufeinanderfolgenden Tagen um 5 Grad über dem Mittel liegen.

Dürre-Sommer 2022: Trockenheit und fehlender Regen belasten Deutschland

Rheinpegel
Flüsse leiden unter der anhaltenden Trockenheit. Bei Bingen ist eine Insel im Rhein beispielsweise aufgrund des Niedrigwassers derzeit zu Fuß erreichbar. © Thomas Frey/dpa
Das ausgetrocknete Flussbett der Dreisam bei Teningen
Ein extremes Beispiel: das ausgetrocknete Flussbett der Dreisam bei Teningen. © Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild
Niedrigwasser
Für Frachtschiffe ist das Niedrigwasser im Rhein ein großes Problem: durch den geringen Wasserstand können sie nur mit wenig Ladung fahren.  © Christoph Reichwein/dpa
Niedrigwasser am Rhein
Teilweise befindet sich der Wasserstand im Rhein auf minus zwei Metern. Das sorgt vielerorts für ein Rekordtief. © Federico Gambarini/dpa
Rhein
Durch das Niedrigwasser tauchen viele verborgene Schätze wieder auf, wie beispielsweise dieses alte Schiffswrack. © Christoph Reichwein/dpa
Schwarze Elster
Neben den großen Flüssen trocknen die kleineren fast vollständig aus. In diesem Fall ein ganzer Teilabschnitt der Schwarzen Elster in Südbrandenburg. © Patrick Pleul/dpa/Archivbild
Ausgetrocknete Fischteiche
Auch ganze Seen und Teiche trocknen aus, wie dieser Fischteich in Brandenburg an der Havel. © Kevin Dettlaff/dpa
Ernte
Die regionale Trockenheit sorgt vor allem in der Landwirtschaft für massive Probleme. Bauern und Landwirte können ihre Felder nicht mehr ausreichend bewässern. © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
Die Maisfelder sind aktuell aufgrund der Hitze und Dürre komplett ausgetrocknet.
Landwirte wie Michael Kreß aus Hardthausen-Gochsen trifft die Hitze und Trockenheit dann besonders hart. Maisfelder sind aufgrund der Hitze und Dürre komplett ausgetrocknet.  © Nicole Mücke
Trockenheit
Einige Mais-Bauern rechnen wegen der anhaltenden Trockenheit mit 40 bis 50 Prozent weniger Ertrag.  © Harald Tittel/dpa
Weniger Weihnachtsbäume wegen Trockenheit
Auch der Wald leidet unter dem fehlenden Regen. Eine etwa zweijährige Weißtanne ist vertrocknet. Dieses Schicksal trifft viele junge Bäume.  © Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild
Nach dem Waldbrand im Harz
Doch das Ausmaß der Trockenheit ist noch viel größer: ganze Waldregionen geraten in Brand. Roland Pietsch, Leiter eines Nationalparks, steht vor einer solchen verkohlten Waldfläche im Harz. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Waldbrand
Oftmals reicht ein einziger Zigaretten-Stummel, um ein ganzes Waldgebiet in Flammen zu setzen. © --/Wiesbaden112.de/dpa/Archivbild
Waldbrand
In Niedersachsen musste die Feuerwehr im vergangenem Jahr (2021) 98 Waldbrände auf einer Fläche von 4,5 Hektar löschen. In den Vorjahren kam es sogar zu insgesamt 270 bzw. 285 Waldbränden im Bundesland. © Carsten Schmidt/Feuerwehr Bleckede/dpa/Symbolbild
Waldbrand
Oftmals ist jedoch nicht die Anzahl der Waldbrände das Problem, sondern die Größe der abgebrannten Flächen. Allein am 25. Juni 2022 brannte eine Fläche von 2800 Hektar, das entspricht etwa 4000 Fußballfeldern. © Sebastian Kahnert/dpa/Symbolbild

La Niña sorgt für Hitzewelle: Sommerliches Wetter und 15 Grad Ende Oktober

Schenk geht sogar so weit zu sagen, dass uns das wärmste Halloween der Messgeschichte bevorsteht. „Es zeichnet sich ab, dass der 31. Oktober der bisher wärmste der Messgeschichte in Deutschland sein wird“, so der Meteorologe. Prognosen gehen von einer Mitteltemperatur von 15 Grad in Deutschland aus. Das übertrifft den bisherigen Spitzenwert aus dem Jahr 1968 um fast 1 Grad.

Winter in DeutschlandTemperatur im Deutschlandmittel
20223,3 Grad Celsius
20211,8 Grad Celsius
20204,2 Grad Celsius
20192,8 Grad Celsius
20181,5 Grad Celsius
20171 Grad Celsius
20163,6 Grad Celsius
20151,9 Grad Celsius
20143,3 Grad Celsius
20130,3 Grad Celsius
20121,1 Grad Celsius
Quelle: wetterkanal.kachelmannwetter.com

Aufgrund des Klimaphänomens La Niña entsteht ein bestimmtes Druckmuster auf der Nordhalbkugel. Das über dem Pazifik befindliche La-Niña-Hoch sorgt für eine gewisse Strömung und kann so das Wetter und Klima auf der ganzen Welt massiv beeinflussen.

Klimaphänomen La-Niña: Temperaturen in Grönland steigen auf über 0 Grad

Besonders extrem macht sich das aktuelle La-Niña-Phänomen in Grönland bemerkbar. Hier wird es Temperaturabweichungen der Höchstwerte von bis zu 25 Grad geben. Über Teilen des Grönländischen Eisschildes werden demnach Temperaturen von über 0 Grad erwartet - und das im Polarwinter.

Eine Hitzewelle Ende Oktober bestimmt das Wetter in Deutschland. Schuld daran ist Meteorologen zufolge das Klimaphänomen La Niña. (Symbolbild)

In der zweiten Novemberwoche ist dann jedoch ein Wetterwechsel in Deutschland vorhergesagt. Nach Angaben von Meteorologen Jan Schenk kommt das La-Niña-Phänomen dann allerdings wieder und es wird sich ein ähnliches Wettermuster zeigen. (hg)

Rubriklistenbild: © Robert Schlesinger/dpa

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