Unglück auf Halbinsel Salento

Zwei Züge prallen in Süditalien zusammen - mindestens zehn Verletzte

Vor fast einem Jahr rasten zwei Züge in Italien auf offener Strecke ineinander. Bei einem neuen Unfall werden Erinnerungen wach - doch das Unglück geht weit glimpflicher aus.

Lecce - Bei einem Zusammenstoß zweier Züge in Süditalien sind mindestens zehn Menschen verletzt worden. Das Unglück ereignete sich am Dienstagnachmittag auf der Halbinsel Salento in Apulien, wenige Kilometer von der Stadt Lecce entfernt, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Verletzten - darunter Passagiere und ein Zugführer - hätten sich vor allem Prellungen zugezogen. Der Zusammenprall ging somit einigermaßen glimpflich aus: Die Züge seien auf der geraden Strecke bei der Ausfahrt von Galugnano langsam unterwegs gewesen, berichtete Ansa.

Die Eisenbahngesellschaft FS teilte am Abend mit, dass einer der Züge trotz Haltesignals losgefahren sei. Zuvor hatten italienische Medien berichtet, dass ein technischer Fehler verhindert haben könnte, dass sich eine Weiche umstellte.

Rettungskräfte begleiteten die Passagiere zu Fuß zu einem Ersatzbus, der sie in einen nahegelegenen Ort bringen sollte. Das Zugunglück weckte in Italien Erinnerungen an einen fatalen Unfall vor fast genau einem Jahr. Damals waren zwei Züge nördlich der süditalienischen Stadt Bari mit hoher Geschwindigkeit auf einer eingleisigen Strecke frontal zusammengeprallt. 23 Menschen starben, 50 wurden verletzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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