Vorsicht bei Köchen und Anwälten!

Die zehn besten Berufe für Psychos

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München - Bei Köchen und Rechtsanwälten sollten Sie vorsichtig sein! Wir zeigen die Top Ten der Psychopathen-Berufe.  

Was genau ist eigentlich ein Psychopath? Als Musterbeispiel eines solchen gilt - zumindest in Deutschland - Schauspieler-Legende Klaus Kinski. (Bevorzugte Zitate "Du dumme Sau" und "Ich hau' Dir in die Fresse!") Einigen kommt vielleicht auch Patrick Bateman, der kalte und kettensägenschwingende Yuppie aus dem Film "American Psycho" in den Sinn. 

Was ist ein Psychopath?

Abseits von solchen Idealtypen hat die akademische Psychologie natürlich längst definiert, was ein Psychopath ist. Vor über 40 Jahren hat der kanadische Kriminalpsychologe Robert D. Hare eine Checkliste zur Psychopathie entwickelt. Diese liest sich folgendermaßen: 

"Als Psychopathen bezeichnet man [...] Menschen, die schwer gestört sind, fortwährend gesellschaftliche Regeln verletzen, häufig Straftaten begehen und über gering ausgeprägte soziale Emotionen wie Mitgefühl oder Reue verfügen. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant unauffällig und verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslos. Psychopathie geht häufig mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass begleitend oft die Diagnose der dissozialen/antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt wird."

Manipulative Persönlichkeit? Null Mitgefühl? Geht über Leichen? Wenn Sie jetzt denken: "Hey! Das könnte unser Firmenchef sein!", dann hat das durchaus seinen Grund. In gewissen Berufen kommt man mit Gewissenlosigkeit und charismatischem Auftreten ziemlich weit. Zum Beispiel als Firmenboss respektive Vorstandsvorsitzender oder als Anwalt. Denken Sie mal an Wall-Street-Legende Bernard Madoff, der Anleger um rund 50 Milliarden US-Dollar betrogen hat. So sieht er aus, der Psychopath in Nadelstreifen. 

Kevin Dutton, Professor für Psychologie an der renommierten englischen Universität Oxford hat in seinem Buch "The Wisdom of Psychopaths: What Saints, Spies, and Serial Killers Can Teach Us About Success" (deutsch: "Die Weisheit der Psychopathen: Was uns Heilige, Spione und Serienmörder über Erfolg beibringen können") untersucht, welche Eigenschaften der Normalbürger sich von Psychopathen abgucken kann, um im Leben voranzukommen. Dabei fand er auch heraus, dass bestimmte Berufe die Fähigkeiten erfordern, andere Menschen einzuwickeln und unbeeindruckt von Gefühlen klare Entscheidungen zu treffen. Und genau das liegt Psychopathen im Blut. Hinzu kommt, dass einige Berufe auch die Möglichkeit bieten, Autorität über andere auszuüben. Solche Tätigkeitsfelder ziehen natürlich Menschen an, die es genießen, andere zu knechten und herumzukommandieren.

Das sind die idealen Berufe der Psychopathen

Das sind die Berufe der Psychopathen

Am anderen Ende des charakterlichen Spektrums gibt es dagegen Tätigkeiten, die Psychopathen generell fernhalten wie das Weihwasser den Teufel. Unter den Psychotherapeuten oder Krankenpflegern finden sich relativ wenige Exemplare der emotionalen Blindgänger. Fragen Sie sich mal selbst: Wie lange würde sich ein Psychologe à la Klaus Kinski halten können, der Partienten entgegenschleudert: "Du hast doch einen an der Klatsche, Du Arschloch!"?

fro

Rubriklistenbild: © pa

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