Chemikalien-TÜV verursacht Tierversuche

Hamburg - Seit zwei Jahren gilt eine neue EU-Verordnung zur Sicherheit von Chemikalien. Forscher haben berechnet: Sie macht mehr Tierversuche nötig, als geplant.

Die Regelng wird abgekürzt mit "Reach". Das steht für "Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von chemischen Stoffen"  und das Regelwerk wird gelegentlich auch als "Chemikalien-TÜV" bezeichnet. Es schreibt vor, dass neben neu entwickelten chemischen Verbindungen auch bereits seit Jahrzehnten benutzte Stoffe untersucht werden müssen, um Gefahren für Mensch und Umwelt zu erkennen.

Lange wurde um diese Verordnung gestritten, denn sie bedeutet für die Hersteller enorme Kosten. Nach Angaben der EU sind es 1,2 bis 2,4 Milliarden Euro. Doch das ist offenbar zu knapp kalkuliert. Die Kosten könnten bis zu sechsmal so hoch sein wie angenommen, vor allem deshalb weil die erforderlichen Tierversuche deutlich umfangreicher sein dürften als bisher vermutet. 20-mal so viele Lebewesen seien nötig, schreiben der Toxikologe Thomas Hartung von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore und die italienische Chemikerin Costanza Rovida im Fachmagazin Nature (Band 460, Seite 1080).

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