"Schaaaaatz, ich hab kalte Füüüüße!"

Landkreis - Mehr als 80 Prozent aller Frauen klagen im Herbst und Winter ständig über kalte Füße. Woher die kommen und was man dagegen tun kann:

Die Evolution hat den Mann mit einem Muskelanteil von 40 % ausgestattet, die Frau hingegen mit nur etwa 23 %. Da die Muskeln maßgeblich an der Wärmeproduktion beteiligt sind, ist die Frau hier deutlich im Nachteil. Die Wärme, die produziert wird, konzentriert sich die überlebenswichtigen Organe, Extremitäten werden vernachlässigt. Der Grund: Weil der Körperkern warm gehalten werden muss, verengen sich die weiblichen Blutgefäße in Füßen und Händen bei Kälte schneller. Und wo kein Blut ist, da ist keine Wärme. Bis auf 8 Grad kann die Temperatur in weiblichen Zehen absinken!

Woher kommen die eiskalten Füße?

Schilddrüsen-Unterfunktion

Frauen leiden häufiger darunter als Männer. Bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen arbeitet der Stoffwechsel langsamer und die Leistungsfähigkeit nimmt ab. Das wirkt sich nicht nur auf die Kälte- und Wärmeregulation der Füße aus, sondern auch die Kälteempfindlichkeit wird gesteigert. Folge: Kalte Füße werden als noch kälter empfunden. Hilfe: Ist Jodmangel der Grund, empfiehlt sich zweimal wöchentlich der Verzehr von jodhaltigem Seefisch, wie Rotbarsch oder Schellfisch. Immer auf mit Jod angereichertes Salz zurückgreifen. Eventuell ist eine dauerhafte Hormonbehandlung notwendig.

Schweißfüße

In der Haut der Füße befinden sich viele Schweißdrüsen. Sie sind dafür verantwortlich, unseren Körper vor Überhitzung zu bewahren – Schweiß kühlt. Diese Drüsen können erblich bedingt überaktiv sein. Selbst bei normaler Drüsentätigkeit kann es durch wenig atmungsaktive Schuhe oder zu warmer Bettdecken oder Socken zu Schwitzen und damit zu feuchten Füßen kommen. Die Feuchtigkeit kühlt die Haut ab und die Füße werden kalt. Hilfe: Auf atmungsaktive, bequeme Schuhe achten. Vor dem Zubettgehen Füße lauwarm waschen und trockenkneten oder gleich ein wohliges Fußbad stellen. Tipp: Yoga und Meditation sollen auch gegen Schweißfüße helfen.

Sorgen/Stress

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass Frauen für Sorgen und Stress anfälliger sind als Männer. Die dabei frei werdenden Stresshormone drosseln die Durchblutung. Folge: Kalte Hände und Füße. Hilfe: Auf Stress reagiert man am besten mit Gesprächen, Bewegung, viel Schlaf und Dampf ablassen. Tipp: Auch mal die Haare raufen! Über die Kopfhaut sind Anti-Stress-Nervenpunkte verteilt. Diese kann man durch Massage reizen und so zum Stressabbau anregen.

Bewegungsmangel: „Wenn Muskeln arbeiten wird Wärme frei, die dann zusätzlich im Körper verteilt werden kann. Bei Bewegungsmangel fehlen somit oft entscheidende Wärmemengen. Folge: Hände und Füße in der Peripherie bekommen das zuerst zu spüren Also: Je weniger Bewegung, desto weniger Wärme! Hilfe: Joggen, Walking, Langlauf, Schwimmen, Spinning. Tipp: Zuhause regelmäßig 5 – 10 Kniebeugen machen.

Genussgifte Nikotin, Koffein, Alkohol

Nikotin, Koffein und Alkohol verengen die Blutgefäße und schränken so die Durchblutung ein – besonders stark an Händen und Füßen, wo der Durchmesser der Blutgefäße ohnehin schon winzig klein ist. Folge: Der Blutstrom ist gleich Null, die „Außenbezirke“ Hände und Füße kühlen schneller aus. Hilfe: Auf Genussgifte weitestgehend verzichten. Wenn schon, dann hin und wieder ein Stück Bitterschokolade. Die darin enthaltenen Flavonoide weiten die Blutgefäße, was zu einer besseren Durchblutung führt. Tipp: Statt Kaffee oder schwarzem Tee Rosmarin- und Ingwertee trinken. Diese fördern die Durchblutung besonders gut, machen warm und ebenfalls wach.

Durchblutungsstörungen, Niedriger Blutdruck/Venenleiden

Bei niedrigem Blutdruck befindet sich zu wenig wärmendes Blut in den Gefäßen. Folge: Zur Versorgung wichtiger Organe zieht der Körper aus den Außenbereichen Beine, Füße, Arme und Hände Blut ab. Ursachen: Zu geringe Trinkmengen, Herzschwäche oder auch Venenleiden (Krampfadern), weil durch diese der Kreislauf bzw. der Blutrückstrom behindert wird. Hilfe: Sport, Trinken, salzhaltige Suppen, Wechselduschen – zuletzt immer kalt und Muskelarbeit, damit das Blut in Bewegung bleibt. Tipp: Extrakt aus Rosskastaniensamen ® (z.B. in Venostasin ) stärkt die Venenwände und dichtet sie ab. Das verbrauchte Blut wird so aktiv und ohne zu Versacken wieder zurück zum Herzen gepumpt und neues, warmes Blut erreicht auch wieder Hände und Füße.

Pressemeldung Dr. Kraske GmbH & Co. KG

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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