Der Goldschatz des Erzengel Gabriel

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Der Goldtopf

Kairo - Der Himmel braucht kein Gold? Nicht ganz, wie ein Schatzfund jetzt in Ägypten zeigt.

Polnische Archäologen haben in Ägypten unter den Trümmern eines Klosters aus dem 6. Jahrhundert einen dekorierten Tontopf voller Goldmünzen ausgegraben.

Die Altertümerverwaltung in Kairo berichtete, das im oberägyptischen Assuan angefertigte Gefäß sei mit 18 weitgehend unbeschädigten Goldmünzen und 62 Münzfragmenten gefüllt gewesen. Die Münzen stammten wahrscheinlich aus der Zeit der abbasidischen Kalifen (750-1258 n. Chr.). Ob sie von den Mönchen einst in Erwartung eines Überfalls vergraben worden waren, ist nicht bekannt.

1991 waren unweit des Klosters zwölf Skelette gefunden worden, an denen Spuren erheblicher Gewalteinwirkung zu erkennen waren. Die koptisch-orthodoxe Kirche Ägyptens erklärte die Getöteten damals zu Märtyrern.

Der Topf mit den Münzen wurde im koptischen Erzengel-Gabriel-Kloster gefunden, das südlich von Kairo in der Oase Fajum liegt und in dem nach einer Phase des Niedergangs heute auch wieder Mönche leben. Das polnische Archäologenteam hatte sich in dieser Grabungssaison ein Areal des Klostergeländes vorgenommen, dessen Bebauung gegen Ende des 8. oder zu Beginn des 9. Jahrhunderts durch einen Großbrand zerstört worden waren.

dpa

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