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Zuletzt in der Steinzeit gesichtet

Komet im Anflug: Dann könnt Ihr C/2022 E3 am besten beobachten

Der Komet C/2022 E3 (ZTF)
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Der Komet C/2022 E3 (ZTF) kommt der Erde demnächst ziemliche nahe. Zuletzt war er in der Steinzeit zu beobachten.

Entdeckt wurde C/2022 E3 (ZTF) schon im vergangenen März - doch jetzt erst nähert er sich der Erde und wird langsam heller. Seine ungefähre Laufbahn und wann man ihn am besten beobachten kann, erfahrt Ihr hier.

C/2022 E3 (ZTF) wurde letztes Jahr am 2. März durch das „Zwicky Transient Facility“ am Palomar Observatory in Kalifornien entdeckt. Daher auch das Kürzel: ZTF. Zum Zeitpunkt der Entdeckung hatte der Komet eine „Helligkeit“ von 17,3 Magnituden, was bedeutet, das er sehr lichtschwach und nur mit größeren Profi-Teleskopen zu entdecken war. Zum damaligen Zeitpunkt war er rund 650 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Bei dem Kometen handelt es sich um einen sogenannten langperiodischen Kometen, das bedeutet das er sehr lange Zeit beansprucht, um einmal seine Umlaufbahn zu fliegen. Seine Umlaufzeit liegt demnach bei ca. 50.000 Jahren. Das letzte Mal als sich der Komet also unserer Erde näherte, herrschte hier Eiszeit. In diesem jüngeren Abschnitt der Altsteinzeit, konnten ihn wahrscheinlich Neandertaler oder die ersten Homo Sapiens (moderner Mensch) beobachten.

Gut zu wissen:

In Magnituden misst man in der Astronomie die scheinbare Helligkeit eines Sterns, also wie hell Beobachter auf der Erde den Stern wahrnehmen können. Die Abkürzung für Magnitude ist mag. Sterne, die einen kleineren mag-Wert haben, werden heller wahrgenommen, als Sterne mit einem größeren mag-Wert.
Mit bloßem Auge, ohne Hilfsmittel, kann man bei sehr dunklem Himmel, Sterne bis zur Größenklasse 6 mag erkennen.

Beste Beobachtungszeit Ende Januar

Am 12. Januar erreicht der Komet seinen sonnennächsten Punkt und am 1. Februar seine kleinste Entfernung zur Erde und kommt uns damit bis auf 42 Millionen Kilometer recht nahe. Er ist für uns perfekt zu beobachten, da seine Umlaufbahn senkrecht zur Umlaufbahn der Erde verläuft, er nähert sich von Norden kommend der Ekliptik. C/2022 E3 (ZTF) kommt also von oben und ist zirkumpolar, das bedeutet, er geht nicht unter. Wenn der Komet Ende Januar/Anfang Februar seine maximale Helligkeit erreicht, befindet er sich von der Erde aus gesehen unweit des nördlichen Himmelspols und ist somit die ganze Nacht über zu sehen.

Bahn des Kometen C/2022 E3 (ZTF) von Anfang Januar bis Anfang März 2023. Die Karte zeigt den Himmelsanblick am 1. Februar um Mitternacht. Bis Ende Januar ist der Komet ein Objekt für den Morgenhimmel, wird dann die gesamte Nacht über hoch am Himmel stehen und bewegt sich anschließend in Richtung des nordwestlichen Abendhimmels.

Die beste Sichtbarkeit des Kometen beginnt Mitte Januar, wenn der Komet heller als 7 mag ist und der abnehmende Mond den Himmel immer weniger erhellt. Am 21. Januar setzt Neumond ein. Optimal zur Beobachtung werden die Tage kurz vor Ende Januar sein: der Komet hat mit ca. 5,5 mag fast seine maximale Helligkeit erreicht und der Mond im ersten Viertel geht in der zweiten Nachthälfte unter. Die maximale Helligkeit von 5,5 mag ist für einen Kometen durchaus bemerkenswert, in seinem sehr dunklem Himmel wird man ihn unter Umständen mit bloßem Auge erkennen können, wenn man weiß, wo man ihn findet.

Doch dann stört leider wieder Mondlicht die Beobachtung (Vollmond am 5. Februar), in der zweiten Februarwoche bietet sich ein weiteres Beobachtungsfenster am Abendhimmel; C/2022 E3 ist dann noch etwa 6 mag hell.

Am 10./11. Februar wird der Komet nahe am Mars vorbeifliegen und am 15./16.2. direkt neben Aldebaran im Stier zu finden sein. Dann beträgt die Helligkeit des Kometen nur noch 7 mag und seine Zeit als „Fernglaskomet“ geht zu Ende.

Markus Dorfberger

Unsere Sternenexperten:

Alles über den aktuellen Sternenhimmel, astronomische Beobachtungen oder den derzeitigen Mondstand erfahrt Ihr bei den Astronomie-Experten der Sternwarte in Laufen, sowie bei www.der-himmel-im-suedosten.de, viele Infos findet Ihr auch auf www.facebook.com/derHimmelimSuedosten

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