Wissen die Sterne wirklich unser Schicksal?

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Frankfurt/Main - Ob Liebe oder Firmenpleite - Astrologen versprechen bei  Alltagsschwierigkeiten Hilfe. Forscher sind skeptisch: Wieso sollen die Sterne unser Schicksal kennen?

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Der Deutsche Astrologenverband (DAV) mit Sitz in Heidelberg hat den 20. März zum Tag der Astrologie ausgerufen - für die Sternengläubigen beginnt am Frühlingsanfang auch das astrologische Jahr. Wissenschaftler sehen ihr Treiben mit großer Skepsis.

So seien Horoskope derart schwammig formuliert, dass immer irgendetwas stimme, sagt Michael Kunkel von der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften (GWUP) in Roßdorf. "Das kann beispielsweise die Aussage sein: 'Sie könnten selbstbewusster sein.'"

In einigen hundert wissenschaftlichen Studien sei nie bewiesen worden, dass es einen Zusammenhang zwischen Sternen und dem einzelnen Menschen gebe. Dies werde von der Astrologie schlicht ignoriert. Problematisch werde es, wenn Menschen mit schweren Lebenskrisen und psychischen Problemen bei einem Astrologen Rat suchen, der eigentlich keine Ahnung davon habe, warnt Kunkel.

Das sieht der DAV-Vorsitzende Christoph Schubert-Weller naturgemäß anders. "Astrologie ist alles andere als Wahrsagerei, sondern sie ist vielmehr die älteste Symbolsprache der Welt. Sie ist ein Weg zur Selbsterkenntnis und zur Lebenshilfe", sagt Schubert-Weller. Denn es gebe einen Zusammenhang zwischen den Sternen und den individuellen Eigenarten eines Menschen.

Erfahrungswerte statt Beweise

Ein wissenschaftlicher Beweis existiere dafür zwar nicht, räumt er ein. "Die Erfahrungswerte, die Astrologen seit tausenden von Jahren bei der Erstellung von Horoskopen gesammelt haben, scheinen uns aber recht zu geben." Suche jemand persönlichen Rat, soll ein Erstgespräch geführt werden, ob der Astrologe überhaupt helfen könne. Bei medizinischen Problemen werde beispielsweise ein Arztbesuch nahe gelegt.

Vor allem Frauen aus dem gebildeten Mittelstand setzen nach seinen Angaben auf die Hilfe des Astrologen. Meist stünden Beziehungsprobleme im Vordergrund. "Der Astrologe soll dabei dem Klienten keine Entscheidung abnehmen", betont der DAV-Vorsitzende. Vielmehr werde ihm mitgeteilt, wann die Sterne für ihn eher günstige Phasen vorsähen. Nach astrologischer Überzeugung gebe es regelmäßige Zyklen, bei denen die Sterne und Planeten den Menschen beeinflussen.

Konkrete Vorhersagen lehnt Schubert-Weller als unseriös ab. "Todesprognosen sind ganz tabu, die machen nur Angst." Und überhaupt - natürlich könne sich ein Astrologe auch mal irren. "Das kann aber auch dem Meteorologen Jörg Kachelmann mit seiner Wettervorhersage passieren", hält Schubert-Weller Skeptikern entgegen.

(apn)

Was meinen Sie? Ist Astrologie pure Wahrsagerei oder steht unser Schicksal in den Sternen?

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