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Wissenschaftler: Zecken auch in waldfernen Gärten

Gut zu erkennen ist diese Zecke auf einem Blatt. Foto: Patrick Pleul
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Gut zu erkennen ist diese Zecke auf einem Blatt. Foto: Patrick Pleul

Stuttgart (dpa) - Zecken kann es unabhängig von Lage und Pflege in allen Gärten geben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Hohenheim, die am Dienstag in Stuttgart vorgestellt wurde.

«Uns hat überrascht, dass wir in jedem Garten Zecken gefunden haben», sagte Studienleiterin Ute Mackenstedt. Drei Arten seien registriert worden.

Die Wissenschaftler hatten in den vergangenen Monaten rund 60 Gärten im Großraum Stuttgart zweimal im Monat untersucht. Die Zeckenzahl ist demnach zwar umso höher, je näher an einem Wald sich ein Grundstück befindet. Wild- und Haustiere trügen die Parasiten aber über weite Strecken, daher seien sie auch in Stadtgärten zu finden.

Zecken können unter anderem Borreliose übertragen. Eine flächendeckende Meldepflicht für die Bakterien-Infektion existiert nicht, Schätzungen gehen von Zehntausenden Fällen jährlich in Deutschland aus. Von der ebenfalls von Zecken übertragenen Frühsommer-Enzephalitis (FSME) registrierte das Berliner Robert Koch-Institut 2014 bundesweit 283 Fälle.

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