Triumph für Garmisch-Partenkirchnerin

Gössner sprintet in Ruhpolding zum Sieg

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Miriam Gössner aus Garmisch-Partenkirchen hat beim Biathlon-Heimspiel in Ruhpolding im Sprint den dritten Weltcupsieg ihrer Karriere gefeiert.

Ruhpolding - Miriam Gössner aus Garmisch-Partenkirchen war nicht nur schnell, sondern auch treffsicher. Nach nur einem Schießfehler gewann die 22-Jährige in Ruhpolding vor Darija Domratschewa aus Weißrussland und Kaisa Mäkäräinen aus Finnland.

Miriam Gössner hat schon wieder einen Biathlon-Sprint gewonnen, die junge Mutter Kathrin Lang hat sich nach ihrer Rückkehr in den Weltcup-Zirkus hohe Ziele gesteckt. „In Sotschi möchte ich vorne mit angreifen. Da möchte ich schon einen Podestplatz erreichen. Ich habe schon gezeigt, dass ich es kann. Und da möchte ich wieder hin“, sagte sie am Freitagabend in Ruhpolding. Sechs Monate nach der Geburt ihrer Tochter Lenia Maria kam die Skijägerin bei ihrem Comeback nach der Baby-Pause auf Rang 67 und wurde von 11 500 Zuschauern in der ChiemgauArena gefeiert.


„Zwei Runden gingen richtig gut. Da war ich um die Top 30 rum“, sagte Kathrin Lang. Vor ihrer Schwangerschaft hatte die 26-Jährige zwei Weltcup-Siege geschafft. Einen mehr hat jetzt Miriam Gössner. Diesmal war die 22-Jährige nicht nur in der Loipe schnell, sondern blieb erstmals in diesem Winter auch am Schießstand beinahe fehlerfrei. Nach ihren neun Treffern war sie nicht zu schlagen. „Es war ein wirklich gutes Rennen von mir. Am Schießstand bin ich auch zufrieden mit nur einem Fehler.“

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Mit 7,1 Sekunden Vorsprung gewann sie vor Darija Domratschewa aus Weißrussland. 17,5 Sekunden lag die Finnin Kaisa Mäkärainen hinter dem neuen deutschen Biathlon-Star zurück. Die achtmalige Weltmeisterin Andrea Henkel musste im Gegensatz zu den Top Drei zwar nicht in die Strafrunde, schaffte es als Vierte aber nicht auf das Podest. „Vielleicht kommt Stück für Stück wieder die Tempohärte. Ich denke, ich bin auf einem guten Weg“, sagte sie nach überstandener Grippe.

Beim vorletzten Ruhpoldinger Nachtrennen kamen Franziska Hildebrand (als 21./0 Fehler/1:13,5 Minuten zurück), Nadine Horchler (35./1/1:42,0) und Tina Bachmann (38./1/1:45,9) nicht in die Top 20. Auch Kathrin Lang, geborene Hitzer, schaffte das naturgemäß nicht - die Weltcup-Rückkehr war für sie ja nur eine Art Standortbestimmung. Aber sie zeigte eine couragierte Leistung, traf am Schießstand achtmal und hatte am Ende 2:47,9 Minuten Rückstand.

Sie ist gereift und hochmotiviert. „Ich kann jetzt viel besser umgehen mit meinem Talent. Früher war es so, dass man einen immer mit der Lena (Neuner) verglichen hat. Jetzt bin ich als Kathrin Lang da, als Biathletin und Mutter, die alles unter einen Hut kriegt und Spaß hat und gut sein kann. Und das tut mir gut“, sagte sie.

Gut erholt gab sich auch Erik Lesser und will im Sprint am Samstag (18.15 Uhr/ARD und Eurosport) wieder angreifen. „Aus dem Rennen bin ich gestärkt ins Bett gegangen. Ich habe gesehen, was habe ich gut gemacht, was habe ich schlecht gemacht“, sagte Lesser, der in der Männer-Staffel am Donnerstag beim Sieg der Franzosen auf den letzten Metern vom Norweger Emil Hegle Svendsen und dem Österreicher Christoph Sumann noch überholt worden war.

Von Volker Gundrum

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