Biathlon-WM: 25.000 Fans zum Auftakt

+
Für Magdalena Neuner ist nach der WM in Ruhpolding Schluss. Die erfolgreichste deutsche Biathletin beendet nach 2012 ihre Karriere.

Ruhpolding - Zum Auftakt der Biathlon-WM rechnen die Veranstalter in Ruhpolding am Donnerstag mit etwa 25. 000 Zuschauern. Veranstalter Pichler spricht von "fast perfekten" Bedingungen.

Allerdings sind für die Mixedstaffel (15.30 Uhr/ZDF und Eurosport) noch nicht alle Tickets verkauft. „Das ist ein guter Test für uns“, sagte Claus Pichler, der Präsident des Organisationskommitees: „Das Biathlonfieber hat die Region erfasst, es wird immer sehr voll sein.“ Für die Wettbewerbe am Wochenende sind hingegen keine Tickets mehr zu bekommen. Wenn Magdalena Neuner und Co. am Samstag im Sprint und am Sonntag in der Verfolgung um die ersten Einzelmedaillen kämpfen, werden 30.000 Zuschauer im Stadion und an den Strecken stehen. „Damit sind wir sehr zufrieden“, sagte Pichler, der zugleich Bürgermeister von Ruhpolding ist.

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

04_jantz
Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Die Oberbayerin wuchs in Wallgau auf. © Jantz
05_dirndl
Sie ist bekennende Bairisch-Sprecherin ... © dpa
06_tradition
... und pflegt die Tradition. © dpa
07_eichel
Sie ist bei der Bundeszollverwaltung als Zollhauptwachtmeisterin angestellt. Bereits in Jugendwettbewerben holte Lena Trophäe um Trophäe. Im Jahr 2004 war die damals 17-jährige (2.v.r.) noch merklich schüchtern, als sie mit dem deutschen Zoll-Team vom damaligen Finanzminister Hans Eichel empfangen wurde. © dpa
08_rennanzug
Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Saison 2006/2007. © dpa
09_erstsieg
Am 5. Januar 2007 holte sie in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. © dpa
10_antholz
Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz (Italien) hatte sie dann ihren großen Auftritt und holte drei Goldmedaillen. © dpa
11_oestersund
Auch bei der WM 2008 in Östersund sammelte Lena dreimal Gold. © dpa
12_oestersund2
... und obendrein in derselben Saison noch den Gesamtweltcup und zwei Einzelweltcups. © dpa
13_playboy
Lena erklärte es bislang für ausgeschlossen, sich für den Playboy auszuziehen. © dpa
14_blickfang
Wieso auch? Sie ist angezogen ein größerer Blickfang als viele andere nackt. © dpa
15_stricken
Zu ihren Hobbies zählt Stricken. © LANA GROSSA
16_stricken2_lana
Ja, richtig gelesen: Stricken! © LANA GROSSA
17_musik
Außerdem hört sie gerne Musik. Mit hartem Rock bringt sich Lena auf Betriebstemperatur für Wettkämpfe. In einem Tagesspiegel-Interview gestand sie, sich früher mit der Metal-Band System Of A Down aufgeputscht zu haben. © dpa
18_ohne_lana
Auch Robbie Williams und Chris Martin schallen ihr des öfteren durch die Ohren. © LANA GROSSA
19_wettendass
Lena ist äußerst schlagfertig und kann so auch mal einen Thomas Gottschalk ins Stocken bringen. © dpa
20_schimpf
Die süße Oberbayerin kann aber auch mal schimpfen. Hobby-Lippenleser dürfen hier mal an einer einfachen Aufgabe üben. © dpa
21_elch
"Ich glaub, mich knutscht eine Lena" - Die Biathletin dreht bei diesem Elch das Spiel um. © dpa
22_wallgau
In ihrer Heimat Wallgau trägt man sie auf Händen. © dpa
23_bumsi
Und auch die WM-Maskottchen 2007 namens "Bumsi" ließen sie hoch leben. © dpa
24_hund
Lena mit Hund Rocky © dpa
31_ohne
Miss Neuner mit ihrer "Sportlerin des Jahres 2007"-Trophäe. © dpa
32_vitrine
Sie muss eine große Vitrine haben. © dpa
33_ohne
Auch beim harten Training hat sie immer ein Lächeln übrig. © dpa
34_ohne
Lena (r.) posiert mit den Alpin-Skifahrerinnen Maria Riesch (v-l), Kathrin Hölzl und Monika Bergmann-Schmudere vor der Allianz Arena. © dpa
99_ende
Ist echt! Lena macht die Probe aufs Exempel. © dpa
99b_ende
Im Dezember 2011 kündigte Neuner ihr Karriereende für Frühjahr 2012 an. Sie wolle sich neu orientieren und mal etwas anderes ausprobieren, erklärte die Biathletin. © dpa

Die frühlingshaften Temperaturen von aktuell knapp zehn Grad bereiten den Veranstaltern keine großen Probleme, alle Rennen sollen wie geplant stattfinden. „Die Bedingungen sind fast perfekt“, sagte Pichler. Außerdem soll es spätestens am Wochenende wieder kälter werden. „Ich mache mir überhaupt keine Gedanken, das ist hier der kälteste Fleck des Tales. Es ist so kalt, dass sich die Schneeverhältnisse für die Wettkämpfe regeln lassen“, betonte der OK-Chef: „Wir mussten zwischenzeitlich sogar Schnee wegfahren lassen.“

Der Weltverband IBU hat derweil die späte Austragung des Saisonhöhepunkts im März verteidigt. „Für uns ist das so eine clevere Lösung, weil die WM spät in der Saison stattfinden kann und es so noch eine gute sportliche Dramatik gibt“, sagte IBU-Mediendirektor Peer Lange. In Absprache zwischen Verband und dem lokalen Organisationskommitee habe man sich auf den Termin geeinigt, erklärte Lange. Grund dafür seien unter anderem die vielen verfügbaren Hotel- und Pensionszimmer gewesen, um alle Teilnehmer und Gäste unterbringen zu können.

SID

Kommentare