Curling ohne Ende: Schöpp als Nummer 1 zur 24. EM

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Andrea Schöpp verliert die Ziele nie aus den Augen

München - Olympia war nicht ihr Ding, dennoch war der vergangene Winter die erfolgreichste Saison für Curlerin Andrea Schöpp. Nach Siegen bei WM und EM liegt die Messlatte hoch.

Schon mit ihrem ersten Stein hat Andrea Schöpp bei der am Samstag beginnenden Curling-EM den nächsten Erfolg unter Dach und Fach. Mit der Auftaktpartie der deutschen Titelverteidigerinnen startet die 45-Jährige in Champéry in ihre bereits 24. kontinentalen Titelkämpfe - und überholt damit die norwegische Curling-Legende Dordi Nordby. Alle Höhen und Tiefen ihres Sports hat die Spielführerin des SC Riessersee schon erlebt, doch noch hat Schöpp von Curling nicht genug. “So lange meine Knochen es mitmachen und ich ein gutes Team habe, werde ich nicht aufhören.“

Heiße Feger bei Olympia

Curling wird von vielen Wintersport-Fans immer noch belächelt. Doch wer sich mal darauf eingelassen und die Regeln verstanden hat, den packt Curling. © AP
Auch, weil es eine der wenigen Sportarten in Vancouver ist, bei dem die Sportler nicht in Rennanzügen stecken. Manche wie Madeleine Dupont (Foto) treten sogar in kurzen Röckchen an. Sehen Sie hier die heißesten Feger! © AP
Wer die Athleten zum ersten Mal Wischen sieht, wundert sich vielleicht. Doch das Ganze ist für Curling unerlässlich. © AP
Sinn der Sache: Durch das Schrubben rutscht der Stein schneller, und die Richtung lässt sich beeinflussen. Es ist eine Art Steuerungsmethode. © AP
Wenn man den Stein anschreit wie Eve Muirhead, rutscht er allerdings NICHT schneller. © AP
Denise Dupont kaut ihre Nägel, in der Hoffnung, dass ihr Stein im Haus bleibt © AP
War wohl nix, Kelly Wood © AP
Anette Norberg treibt ihre Wischer an © AP
Carmen Schaefer und Janine Greiner (Schweiz) geben alles. © AP
Eine der schönsten Skips im Curling-Zirkus: Eve Muirhead © AP
Anna Sidorova macht ihr Konkurrenz. © AP
Auch mit offenem Mund © AP
Dieses harmlose Foto soll ihr ästhetisches Empfinden beruhigen. Denn die nächsten Fotos werden für manche optisch GANZ schmerzhaft. Seien Sie jetzt stark! © AP
Die Norweger treten in diesen karierten Hosen an! © AP
Manche finden das Outfit schön! © AP
Andere einfach nur geschmacklos. © AP
Die Hosen in voller Pracht © dpa
Wieder nix. Enttäuschung im deutschen Lager © AP
Nicole Joraanstad feuert ihre Wischer an © AP
Schneller! © AP
Den anderen in Ruhe beim Putzen zuschauen. Spötter würden sich so was auch für Zuhause wünschen. © AP
Das deutsche Curling-Darling: Nelanie Robillard © dpa
Cheryl Bernard nimmt Maß © dpa
Leicht skurriles Foto: Carolyn Darbyshire © AP
Och bitte, liebe Andrea Schöpp! Vom Grimmig-Gucken wird's auch nicht besser. © AP
Wenn die anderen dran sind, kann man nur zugucken © dpa
Rein optisch absolute Weltspitze: die Däninnen. Denise DuPont (Mitte) mit ihrem Team Camilla Jensen (l) und Madeleine DuPont © dpa
Zur absoluten Weltspitze zählen die Däninnen allerdings nicht © dpa
Seien Sie Gentleman und schauen Sie Angelina Jensen nicht unter den Rock © dpa
Margarita Fomina ... © dpa
... schaut hier irgendwie nicht so glücklich. © dpa
Cheryl Bernard gleitet übers Eis. © dpa
Anna Sidorova und Ludmila Privivkova (l.) beraten die Wischstrategie © dpa
Moe Meguro: Saaaaaaaanft aufsetzen ... © dpa
... und dann warten, hoffen und brüllen. © dpa
Anette Norberg und Anna LeMoine im Gespräch © dpa
Sexy: Cheryl Bernard © dpa
Bernard jubelt © dpa
Daumen hoch © dpa
Kotomi Ishizaki (l.), Anna Ohmiya und Mari Motohashi © dpa
Carmen Schaffer (l), Janine Greiner und der Stein des Anstoßes © dpa
Schlag ein! Corinna Scholz (l.) und Melanie Robillard freuen sich © dpa
Allison Pottinger (l) und Natalie Nicholson wischen, was das Zeug hält © dpa
Anette Norberg zeigt ihren Rachenraum © dpa
Carmen Schaffer könnte auch als Model arbeiten © dpa
Da zieht es einem die Schuhe aus. © dpa
Freuen wir uns auf weitere schöne Spiele! © dpa

Nach dem unvergleichlichen Olympia-Winter liegt die Messlatte für das deutsche Frauen-Team bei der EM in der Schweiz extrem hoch. Erst feierte Schöpp im Dezember 2009 mit ihrem stark verjüngten Team ihren siebten EM-Titel. Zwar gingen Schöpp und Co. zwei Monate später in Vancouver mit Platz sechs leer aus, Ende März konnte sich Schöpp aber als älteste Weltmeisterin in den Geschichtsbüchern verewigen - 22 Jahre nach ihrem ersten WM-Triumph. “Vielleicht können wir ja in 22 Jahren noch mal zuschlagen“, scherzte die Curling-Dauerbrennerin.

Wie sehr im Team Schöpp der Neuaufbau gelungen ist, zeigt Stella Heiß. Gerade einmal 17 Jahre alt ist die Tochter des früheren Eishockey-Nationaltorhüters Peppi Heiß. Und sie darf sich - praktisch als teaminterner Gegenpol zu Schöpp - seit vergangenem März jüngste Curling-Weltmeisterin nennen. Die Erinnerung an den WM-Coup von Swift Current wird am Samstag lebendig sein, immerhin steht gegen Auftaktgegner Schottland die Neuauflage des WM-Finales an.

Dann wird auch Schöpp wieder in ihrem Element sein - ganz anders als bei den Winterspielen. “Olympia ist einfach nur nervig“, hatte die Curling-Frau erklärt. “Da prallen zwei Welten aufeinander. Amateur-Heinis wie wir treffen auf Vollblutprofis.“

Für die kommenden drei Winter sind die Curler mit ihrem Sport nun erst einmal wieder raus aus dem Rampenlicht. Dies gilt auch für das Männer-Team des CC Füssen um Skip Andy Kapp, der es noch einmal wissen will. Immerhin konnten die Mannen um den zweimaligen Europameister den Swiss-Cup in Basel gewinnen - eines der wichtigsten Turniere in Europa. “Wir haben aber noch Luft nach oben“, verspricht Kapps Teamkollege Daniel Herberg.

dpa

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