Deutsche Biathletinnen laufen hinterher

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Im slowenischen Pokljuka kam Doppel- Olympiasiegerin Magdalena Neuner am Donnerstag im Einzelrennen als beste Deutsche lediglich auf Rang acht.

Pokljuka - Die deutschen Biathletinnen laufen ihrer Form im WM-Winter noch hinterher. Im slowenischen Pokljuka kam Doppel- Olympiasiegerin Magdalena Neuner am Donnerstag im Einzelrennen als beste Deutsche lediglich auf Rang acht.

Nach einem Fehlerfestival am Schießstand haben die deutschen Biathleten beim Weltcup im slowenischen Pokljuka die Podestplätze deutlich verpasst. Bei den Frauen kam Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner nach vier Fehlschüssen als beste Deutsche auf Rang acht. Bei den Männern, die nach wie vor auf den ersten Podestplatz im WM-Winter warten, belegte Andreas Birnbacher als bester DSV-Athlet Platz elf. Die Siege bei jeweils schwierigen Wind-Bedingungen sicherten sich in den Einzelrennen der Österreicher Daniel Mesotitsch und die Norwegerin Tora Berger. “Ich bin nur teilweise zufrieden. In der Loipe lief es wieder sehr gut, aber am Schießstand hätte es schon der eine oder andere Fehler weniger sein können“, sagte Neuner.

Die Wallgauerin schob die insgesamt 26 Fahrkarten der sechs deutschen Starterinnen auch auf die hohe Erwartungshaltung. “Ich denke, auf keiner Mannschaft lastet so ein großer Druck wie auf der deutschen. Das geht einem dann schon durch den Kopf, wenn es am Schießstand wieder einmal nicht so gut gelaufen ist“, sagte die 23-Jährige. Disziplin-Trainer Gerald Hönig wollte dies aber nicht als Grund für das enttäuschende Abschneiden gelten lassen. “Es gab nur wenige Lichtblicke. Ich denke, wir müssen mit den Mädels auch einmal über das Thema Konzentration am Schießstand reden“, sagte Hönig. Hinter Neuner war Andrea Henkel als Zwölfte zweitbeste Deutsche. “Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt, war irgendwie schlapp“, sagte die 33-Jährige. Kathrin Hitzer (29. Platz/3 Schießfehler), Tina Bachmann (30./5), Miriam Gössner (53./7) und Juliane Döll (54./4) verpassten bessere Platzierungen ebenfalls durch zu viele Fehler am Schießstand.

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

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Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Die Oberbayerin wuchs in Wallgau auf. © Jantz
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Sie ist bekennende Bairisch-Sprecherin ... © dpa
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... und pflegt die Tradition. © dpa
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Sie ist bei der Bundeszollverwaltung als Zollhauptwachtmeisterin angestellt. Bereits in Jugendwettbewerben holte Lena Trophäe um Trophäe. Im Jahr 2004 war die damals 17-jährige (2.v.r.) noch merklich schüchtern, als sie mit dem deutschen Zoll-Team vom damaligen Finanzminister Hans Eichel empfangen wurde. © dpa
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Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Saison 2006/2007. © dpa
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Am 5. Januar 2007 holte sie in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. © dpa
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Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz (Italien) hatte sie dann ihren großen Auftritt und holte drei Goldmedaillen. © dpa
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Auch bei der WM 2008 in Östersund sammelte Lena dreimal Gold. © dpa
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... und obendrein in derselben Saison noch den Gesamtweltcup und zwei Einzelweltcups. © dpa
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Lena erklärte es bislang für ausgeschlossen, sich für den Playboy auszuziehen. © dpa
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Wieso auch? Sie ist angezogen ein größerer Blickfang als viele andere nackt. © dpa
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Zu ihren Hobbies zählt Stricken. © LANA GROSSA
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Ja, richtig gelesen: Stricken! © LANA GROSSA
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Außerdem hört sie gerne Musik. Mit hartem Rock bringt sich Lena auf Betriebstemperatur für Wettkämpfe. In einem Tagesspiegel-Interview gestand sie, sich früher mit der Metal-Band System Of A Down aufgeputscht zu haben. © dpa
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Auch Robbie Williams und Chris Martin schallen ihr des öfteren durch die Ohren. © LANA GROSSA
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Lena ist äußerst schlagfertig und kann so auch mal einen Thomas Gottschalk ins Stocken bringen. © dpa
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Die süße Oberbayerin kann aber auch mal schimpfen. Hobby-Lippenleser dürfen hier mal an einer einfachen Aufgabe üben. © dpa
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"Ich glaub, mich knutscht eine Lena" - Die Biathletin dreht bei diesem Elch das Spiel um. © dpa
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In ihrer Heimat Wallgau trägt man sie auf Händen. © dpa
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Und auch die WM-Maskottchen 2007 namens "Bumsi" ließen sie hoch leben. © dpa
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Lena mit Hund Rocky © dpa
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Miss Neuner mit ihrer "Sportlerin des Jahres 2007"-Trophäe. © dpa
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Sie muss eine große Vitrine haben. © dpa
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Auch beim harten Training hat sie immer ein Lächeln übrig. © dpa
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Lena (r.) posiert mit den Alpin-Skifahrerinnen Maria Riesch (v-l), Kathrin Hölzl und Monika Bergmann-Schmudere vor der Allianz Arena. © dpa
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Ist echt! Lena macht die Probe aufs Exempel. © dpa
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Im Dezember 2011 kündigte Neuner ihr Karriereende für Frühjahr 2012 an. Sie wolle sich neu orientieren und mal etwas anderes ausprobieren, erklärte die Biathletin. © dpa

Vor den Frauen hatten bereits die Männer zum Auftakt des dritten Weltcups enttäuscht. Bei wechselnden Winden fanden die deutschen Biathleten keinen Rhythmus, waren damit aber in bester Gesellschaft. Auch die in diesem Winter bislang überragenden Norweger schossen eine Fahrkarte nach der anderen und konnten ihre Dominanz so nicht fortsetzen. Stattdessen feierte der Österreicher Mesotitsch völlig überraschend seinen dritten Weltcup-Sieg. Der 34-Jährige hatte im Ziel nach 20 Kilometern 58,4 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Benjamin Weger. Den dritten Platz belegte der Ukrainer Sergej Sednew (1:21,2 Minuten). “Es ist natürlich schön, wieder bester Deutscher zu sein, das Ergebnis hätte aber schon ein bisschen besser ausfallen können“, sagte der elftplatzierte Birnbacher. Die norwegische Schmach bei den Männern machte Tora Berger bei den Frauen wett. Die 29-Jährige siegte nach 15 Kilometern mit 1,8 Sekunden Vorsprung auf die finnische Gesamtweltcup-Führende Kaisa Mäkäräinen. Rang drei ging an die Französin Marie Laure Brunet (+35,3). Nach einem freien Freitag stehen am Samstag (11.15 Uhr und 14.00 Uhr/ARD) die Sprintrennen auf dem Programm.

dpa

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