Schlussattacke

Frenzel führt deutsche Kombinierer zum Sieg

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Die deutschen Kombinierer feiern ihren Sieg

Oberstdorf - Die deutschen Nordischen Kombinierer sammeln beim Heim-Weltcup in Oberstdorf mit dem Sieg im Mannschaftswettbewerb viel Selbstvertrauen für Olympia.

Mit einer unwiderstehlichen Schlussattacke hat ein überragender Eric Frenzel Deutschlands Nordische Kombinierer zum Sieg im letzten Team-Weltcup vor Olympia geführt. Das DSV-Quartett mit Tino Edelmann, Johannes Rydzek, Fabian Rießle und Weltmeister Frenzel verwies am Samstag nach dem Springen auf der Großschanze und der Langlauf-Staffel über 4 x 5 Kilometer Frankreich um 1,3 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde Österreich.


Am letzten Anstieg ließ Schlussläufer Frenzel Olympiasieger Jason Lamy Chappuis und den Österreicher Mario Stecher stehen und stürmte unter dem Jubel der Fans als Erster ins Ziel. „Ich habe Eric nicht zugetraut, dass er gegen Lamy Chappuis solch ein Pfund draufpackt. Das war schon sehr überraschend“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch. „Meine Taktik war, dass er mit Vorsprung von vorne laufen sollte, aber es ist anders gekommen. Dass er es in solch überlegener Manier macht, hätte ich nicht geglaubt. Aber es ist natürlich umso schöner.“

In Abwesenheit des norwegischen Olympia-Teams - die Skandinavier waren nur mit einer B-Mannschaft am Start - lag das deutsche Quartett nach dem Springen 28 Sekunden hinter Spitzenreiter Frankreich auf Rang drei. Startläufer Tino Edelmann schloss schnell zu den elf Sekunden zuvor gestarteten Österreichern auf und verkürzte den Abstand nach ganz vorne auf zwölf Sekunden. „Ich bin ein gleichmäßiges Tempo gelaufen und ganz zufrieden mit meiner Leistung“, sagte Edelmann.


Danach zündete Lokalmatador Johannes Rydzek erstmals den Turbo und wechselte als Erster mit einem Vorsprung von gut zehn Sekunden auf das Verfolgerduo. „Natürlich hat das Publikum zu diesem genialen Rennen beigetragen. Vor heimischer Kulisse ist es immer etwas ganz Besonderes“, sagte der Oberstdorfer.

Fabian Rießle konnte das Polster zwar nicht - wie von Weinbuch erhofft - ausbauen, blieb aber zumindest vorne dran. Auf der Schlussrunde lieferte sich das Spitzentrio dann ein taktisches Rennen, ehe zum Schluss die Post abging. „Vor zwei Jahren sind wir hier auch 4,5 Kilometer gewandert. Es ist schwer, auf dieser Strecke eine Lücke zu reißen, denn die Schwierigkeiten kommen erst am Schluss“, sagte Edelmann und fügte vergnügt hinzu: „Aber der Eric hat das bravourös gemacht.“

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Frenzel, der als Weltcup-Spitzenreiter zu den großen Olympia-Favoriten zählt, unterstrich eindrucksvoll seine momentane Topform. „Ich hatte sehr gutes Material, das hat die Situation erleichtert“, dankte Frenzel den Technikern und bilanzierte zufrieden: „Das war eine tolle Teamleistung. Wir haben alles richtig gemacht.“

dpa

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