Happy Birthday, Lena! Neuner feiert im Ausland

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Magdalena Neuner feiert ihren 25. Geburtstag.

Kontiolahti - Auf das Geschenk ihres Freundes muss Magdalena Neuner noch warten. Geburtstagsglückwünsche kann der Biathlon-Superstar im mehr als 2.200 Kilometer entfernten Kontiolahti nur per Handy entgegennehmen.

Für eine ausschweifende Party hat Magdalena Neuner mal wieder keine Zeit. Statt mit Familie und Freunden in Wallgau, feiert die Biathlon-Rekordweltmeisterin ihren Geburtstag wieder einmal im Ausland im Athleten-Hotel. „Ich muss sagen, ich freue mich auch schon darauf, im nächsten Jahr meinen Geburtstag dann mal daheim zu feiern. Immer, wenn man auf dem Wettkampf unterwegs ist, dann hat man keine Zeit, groß was zu machen“, sagte die Bayerin, die an diesem Donnerstag ihren Ehrentag im fernen Kontiolahti begeht: „Da werde ich ja auch schon 25.“

Auf Präsente und launiges Zusammensein muss Magdalena Neuner bei ihrer letzten mannschaftsinternen Geburtstagssause aber sicher nicht verzichten. Dafür werden ihre Mitstreiterinnen um Zimmerkollegin Miriam Gössner schon sorgen. Wie im vergangenen Jahr in Amerika, als der Biathlon-Zirkus in Fort Kent Station machte. „Da war es richtig nett. Da haben die Mädels alle ein kleines Geschenk für mich gehabt“, erinnerte sich die zweimalige Olympiasiegerin.

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

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Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Die Oberbayerin wuchs in Wallgau auf. © Jantz
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Sie ist bekennende Bairisch-Sprecherin ... © dpa
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... und pflegt die Tradition. © dpa
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Sie ist bei der Bundeszollverwaltung als Zollhauptwachtmeisterin angestellt. Bereits in Jugendwettbewerben holte Lena Trophäe um Trophäe. Im Jahr 2004 war die damals 17-jährige (2.v.r.) noch merklich schüchtern, als sie mit dem deutschen Zoll-Team vom damaligen Finanzminister Hans Eichel empfangen wurde. © dpa
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Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Saison 2006/2007. © dpa
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Am 5. Januar 2007 holte sie in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. © dpa
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Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz (Italien) hatte sie dann ihren großen Auftritt und holte drei Goldmedaillen. © dpa
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Auch bei der WM 2008 in Östersund sammelte Lena dreimal Gold. © dpa
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... und obendrein in derselben Saison noch den Gesamtweltcup und zwei Einzelweltcups. © dpa
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Lena erklärte es bislang für ausgeschlossen, sich für den Playboy auszuziehen. © dpa
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Wieso auch? Sie ist angezogen ein größerer Blickfang als viele andere nackt. © dpa
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Zu ihren Hobbies zählt Stricken. © LANA GROSSA
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Ja, richtig gelesen: Stricken! © LANA GROSSA
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Außerdem hört sie gerne Musik. Mit hartem Rock bringt sich Lena auf Betriebstemperatur für Wettkämpfe. In einem Tagesspiegel-Interview gestand sie, sich früher mit der Metal-Band System Of A Down aufgeputscht zu haben. © dpa
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Auch Robbie Williams und Chris Martin schallen ihr des öfteren durch die Ohren. © LANA GROSSA
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Lena ist äußerst schlagfertig und kann so auch mal einen Thomas Gottschalk ins Stocken bringen. © dpa
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Die süße Oberbayerin kann aber auch mal schimpfen. Hobby-Lippenleser dürfen hier mal an einer einfachen Aufgabe üben. © dpa
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"Ich glaub, mich knutscht eine Lena" - Die Biathletin dreht bei diesem Elch das Spiel um. © dpa
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In ihrer Heimat Wallgau trägt man sie auf Händen. © dpa
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Und auch die WM-Maskottchen 2007 namens "Bumsi" ließen sie hoch leben. © dpa
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Lena mit Hund Rocky © dpa
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Miss Neuner mit ihrer "Sportlerin des Jahres 2007"-Trophäe. © dpa
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Sie muss eine große Vitrine haben. © dpa
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Auch beim harten Training hat sie immer ein Lächeln übrig. © dpa
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Lena (r.) posiert mit den Alpin-Skifahrerinnen Maria Riesch (v-l), Kathrin Hölzl und Monika Bergmann-Schmudere vor der Allianz Arena. © dpa
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Ist echt! Lena macht die Probe aufs Exempel. © dpa
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Im Dezember 2011 kündigte Neuner ihr Karriereende für Frühjahr 2012 an. Sie wolle sich neu orientieren und mal etwas anderes ausprobieren, erklärte die Biathletin. © dpa

Sie selbst steuerte damals einen Kuchen bei. „Und wir sind alle zusammengesessen. Es war wirklich schön. Aber meistens bleibt keine Zeit, dass man so richtig feiert. Jede macht halt ihr Zeug, und jede will sich auf ihr Rennen konzentrieren. Und deswegen ist es schön, irgendwann einmal daheim zu feiern“, meinte die Jubilarin mit Blick auf ihr neues Leben nach dem Karriereende.

Im ostfinnischen Kontiolathi, wo Anfang der Woche eisige minus 29 Grad gemessen wurden, will Magdalena Neuner weiter Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup sammeln. Auf Teufel komm raus wird sie bei der WM-Generalprobe jedoch nicht starten. Bereits ihr letztes Rennen in Oslo ließ die Biathletin angesichts einer Erkältung aus. Am Ende siegte die Vernunft. „Ich hoffe, dass ich auch in Kontiolahti noch einmal ein paar gute Rennen zeigen kann. Immer vorausgesetzt, es wird nicht allzu kalt und ungemütlich. Denn riskieren möchte ich jetzt nichts mehr“, erklärte die Bayerin.

Das sieht auch Bundestrainer Uwe Müssiggang so. „Dieser Weltcup steht gleich in zweifacher Hinsicht unter den Vorzeichen der WM. Zum einen, weil wir uns von den letzten Rennen vor dem Saisonhöhepunkt noch einmal einige Erkenntnisse erhoffen. Zum anderen aber auch, weil wir mit Blick auf die WM keinerlei Risiko eingehen wollen“, betonte Müssiggang und kündigte an, kurzfristig auf die Witterungsbedingungen zu reagieren, um die WM-Starts in Ruhpolding nicht zu gefährden.

Während der Damen-Kader komplett ist, lassen bei den Männern neben Coach Fritz Fischer auch Sprint-Weltmeister Arnd Peiffer, Andreas Birnbacher und Simon Schempp diesen Weltcup aus. Sie trainieren ebenso zu Hause wie Michael Greis, der die WM-Norm nicht erfüllt hat.

Mental ist der dreimalige Olympiasieger trotz der ständigen Rückschläge gut drauf. Wenn er beim Training in Ruhpolding auf den Strecken unterwegs ist, „freue ich mich richtig auf die WM“, sagte der 35-Jährige. Zwar kann Greis nach eigener Aussage immer noch nicht einhundert Prozent Leistung abrufen. „Es ist aber auch nicht so, dass ich die WM bereits abgehakt habe. Deshalb werde ich in der nächsten Woche weiter versuchen, die richtige Mischung aus Belastung und Regeneration zu finden, um noch rechtzeitig in die richtige Spur zu finden“, kündigte der Pechvogel der Saison an.

dpa

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