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Nach zwei Rippenbrüchen

Biathletin Karolin Horchler im Aufbautraining für das „ganz große Ziel“ Olympia 2022

Karolin Horchler
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Karolin Horchler vom Stützpunkt Ruhpolding bei der WM 2020 in Antholz. Nach zwei Rippenbrüchen musste sie bei der laufenden WM passen.

„Ich glaube, wenn alles passt, können sie um die Medaillen mitlaufen. Das haben die letzten Jahre gezeigt,“ glaubt Biathletin Kathrin Horchler an eine gute WM des deutschen Teams. Sie selbst musste wegen zwei Rippenbrüchen im Juni und August passen.

Von Walter Hohler

Ruhpolding – Bei der WM im Vorjahr hatte sie noch der deutschen Damenstaffel angehört, die sich Silber geholt hatte. In dieser Saison dagegen konnte Biathletin Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld) vom Stützpunkt Ruhpolding nach zwei Rippenbrüchen noch nicht einmal einen einzigen Wettkampf bestreiten.

Zum Saisonhöhepunkt lief es jeweils hervorragend

Für ihre Teamkolleginnen jedoch ist die 31-Jährige zuversichtlich: „Ich glaube, wenn alles passt, können sie um die Medaillen mitlaufen. Das haben die letzten Jahre gezeigt.“

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Denn auch da hatte es während der Saison teilweise Hochs und Tiefs gegeben – zum Saisonhöhepunkt aber lief es jeweils hervorragend. So hatten 2020 in Antholz (Italien) Denise Herrmann, Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Horchler – alle aus dem Stützpunkt Ruhpolding – nicht nur die Silbermedaille in der Staffel geholt, sondern Herrmann (Verfolgung), Hinz (Einzellauf) und Preuß (Single-Mixed) noch je einmal Silber zusätzlich. Herrmann, Hinz und Preuß sind auch in Pokljuka (Slowenien) wieder mit von der Partie, hinzu kommen Maren Hammerschmidt (SK Winterberg/Stützpunkt) und Janina Hettich (SC Schönwald).

„Ich habe natürlich jetzt ein großes Trainingspensum“

Live vor dem Fernseher verfolgen wird Horchler die Wettkämpfe voraussichtlich nur selten. „Ich habe natürlich jetzt ein großes Trainingspensum. Wenn ich es schaffe, schaue ich die Rennen aber schon an – oder eben am Abend mal eine Zusammenfassung.“

Im Vordergrund steht für die Sportsoldatin derzeit, wieder richtig fit zu werden. Zwei Rippenbrüche – im Juni und im August – hatten sie weit zurückgeworfen. Noch im Spätherbst hatte sie auf die Teilnahme an der WM gehofft. Doch „dann war relativ bald klar, dass ich nicht rechtzeitig einsteigen kann. Da habe ich mir dann gedacht: Okay, jetzt habe ich eben andere Aufgaben.“ Das Aufbautraining nämlich.

„Ich war noch nie so lange raus“

Auch aus diesem Rückschlag zog die 31-Jährige neue Motivation. Schließlich „war ich, seit ich aus der Schule raus bin, immer im Biathlon-Rhythmus. Jetzt war ich noch nie so lange raus“ – und darum freue sie sich immer wieder aufs Training. Daher war diese Saison für sie – nicht nur wegen der Corona-Pandemie – ein komplett anderes Jahr als gewohnt.

Horchler sieht es nun eben als „Geschenk, diese Monate mal intensiv anders für mich zu gestalten“ an. Vorwiegend verbringt sie ihre Zeit in Ruhpolding, war aber über die Weihnachtsfeiertage mal zu Hause in Hessen und „auch mal zwei Wochen im Schwarzwald.“

In Ruhpolding selbst versucht sie, für Abwechslung zu sorgen und immer mal andere Strecken zu laufen. Als die Schneelage gut war, „bin ich auch mal ins Drei-Seen-Gebiet zum Langlaufen – leider ging das ja nicht so lange.“ Zudem: „Fürs Schießen brauche ich ja ohnehin den Schießstand“, lacht sie.

Der Fokus lag auf dem Aufbautraining

Ihr Programm bestreitet Horchler nach Plänen von Florian Steirer – in enger Absprache mit Kristian Mehringer. Da dieses Duo im Winter sehr häufig zu Wettkämpfen unterwegs ist, wird sie derzeit vor Ort vorwiegend von Rüdiger Schöllmann betreut. „Ich erhalte auch Check-Ups und bekomme viel Feedback, ich bin richtig gut betreut“, lobt Horchler, „auch mit Bernd Eisenbichler (Sportlicher Leiter des DSV-Biathlonteams, d. Red.) habe ich Kontakt.“

„Der Fokus lag ja nicht mehr darauf, möglichst bald wieder einen Wettkampf zu bestreiten, sondern auf dem Aufbautraining.“ Ihr Ziel, „dass ich wieder alles machen kann“, hat sie inzwischen erreicht, „Ich kann auch intensive Einheiten machen, da habe ich keine Probleme mehr. Mit den Beinen (sie hatte im Frühjahr wegen des chronischen Kompartmentsyndroms die Schienbeine operieren lassen) geht es richtig gut, bei den Rippen reagiert das System manchmal etwas – aber das ist normal.“

Dennoch: Zwar ist „die Fitness gut. Aber wie es im Wettkampfgeschehen aussehen würde, ist offen. Ich bin noch im Trainingsmodus.“ Dieser Modus soll dazu führen, dass sie auf einem sehr guten Fitnesslevel in die Vorbereitung auf den Winter 2021/2022 einsteigen kann. Dort wartet dann „mein ganz großes Ziel“ – die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking (China).

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