Lange/Kuske gewinnen - Dreifach-Erfolg für Frauen

+
André Lange und Kevin Kuske beim Zweierbob-Weltcup auf der Natureisbahn in St. Moritz.

St. Moritz - In einer furiosen Aufholjagd sind die Olympiasieger André Lange und Kevin Kuske beim Zweierbob-Weltcup auf der Natureisbahn in St. Moritz von Platz sechs auf Rang eins gefahren.

Allerdings musste sich das Oberhofer Duo am Samstag den Sieg mit den zeitgleichen Kanadiern Lyndon Rush und Lascelles Brown teilen. Dritte wurden überraschend die Niederländer Edwin van Calker und Sybren Jansma. Karl Angerer und Alexander Mann aus Königssee landeten auf Rang vier. Der nach dem ersten Durchgang auf Platz zwei liegende Thomas Florschütz aus Riesa fiel mit Anschieber Richard Adjei auf Rang sechs zurück.

“St. Moritz ist immer etwas Besonderes, daher sind wir froh, dass es noch zum Sieg gereicht hat. Jetzt wollen wir im großen Schlitten noch einmal nachlegen“, sagte Lange, der 2007 auf der Bahn im Schweizer Engadin Weltmeister im kleinen Schlitten geworden war. Zwar hatte er am Start im Vergleich zum weltbesten Duo Beat Hefti/Thomas Lamparter 14/100 Sekunden Rückstand, doch mit einer sauberen Linie und der höchsten Endgeschwindigkeit von 144,0 km/h raste er zum zweiten Saisonsieg im kleinen Gefährt.

Bei den Frauen kam es zu einem spannenden Finale. Cathleen Martini aus Oberbärenburg und die Leipzigerin Romy Logsch setzten sich beim ersten deutschen Dreifach-Erfolg in diesem Winter mit der Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde Vorsprung gegen Olympiasiegerin Sandra Kiriasis aus Winterberg mit Christin Senkel durch. Für das Duo aus Sachsen war es bereits der fünfte Saisonsieg in diesem Winter. Claudia Schramm aus Oberhof verbuchte mit Berit Wiacker als Dritte den ersten Podestplatz in dieser Saison und komplettierte das Klasse- Abschneiden der deutschen Frauen.

Die einstige Seriensiegerin Kiriasis startete wie schon zuletzt in Königssee etwas schneller als Martini, doch die WM-Dritte aus Sachsen geht nach ihrer Wadenverletzung kein Risiko ein. “Für uns zählt nur Olympia, auch wenn wir überglücklich sind nach diesem Sieg. 2010 wird wohl mein Jahr, das spüre ich“, sagte Martini, die im Finallauf mit 142,7 km/h auch die höchste Endgeschwindigkeit mit ihrem Gefährt hatte. Kiriasis kam mit ihrem “Firebold“ auf der 1722 Meter langen Natureisbahn nur auf 142,3 Stundenkilometer.

dpa

Kommentare