Neuner siegt, Greis auf dem Stockerl

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Magdalena Neuner nach ihrem Sieg

Pokljuka - Magdalena Neuner hat beim Sprintrennen in Pokljuka den ersten Weltcupsieg für die deutschen Biathletinnen in diesem Winter geholt.

Biathlon-Star Magdalena Neuner siegt wieder und auch Michael Greis kann es noch. Der dreimalige Turin- Olympiasieger hat beim Weltcup-Sprint in Pokljuka als Dritter endlich wieder das Podium erreicht. Noch weiter vorne bei Kaiserwetter in Slowenien war Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner. Trotz zweier Fehler am Schießstand war die siebenmalige Weltmeisterin über die 7,5 Kilometer nicht zu schlagen. Die 23-Jährige setzte sich am Samstag vor Sprint-Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei und Kaisa Mäkäräinen aus Finnland durch. Für Magdalena Neuner war es der 20. Einzelsieg in einem Weltcup-Rennen.

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

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Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Die Oberbayerin wuchs in Wallgau auf. © Jantz
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Sie ist bekennende Bairisch-Sprecherin ... © dpa
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... und pflegt die Tradition. © dpa
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Sie ist bei der Bundeszollverwaltung als Zollhauptwachtmeisterin angestellt. Bereits in Jugendwettbewerben holte Lena Trophäe um Trophäe. Im Jahr 2004 war die damals 17-jährige (2.v.r.) noch merklich schüchtern, als sie mit dem deutschen Zoll-Team vom damaligen Finanzminister Hans Eichel empfangen wurde. © dpa
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Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Saison 2006/2007. © dpa
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Am 5. Januar 2007 holte sie in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. © dpa
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Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz (Italien) hatte sie dann ihren großen Auftritt und holte drei Goldmedaillen. © dpa
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Auch bei der WM 2008 in Östersund sammelte Lena dreimal Gold. © dpa
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... und obendrein in derselben Saison noch den Gesamtweltcup und zwei Einzelweltcups. © dpa
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Lena erklärte es bislang für ausgeschlossen, sich für den Playboy auszuziehen. © dpa
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Wieso auch? Sie ist angezogen ein größerer Blickfang als viele andere nackt. © dpa
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Zu ihren Hobbies zählt Stricken. © LANA GROSSA
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Ja, richtig gelesen: Stricken! © LANA GROSSA
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Außerdem hört sie gerne Musik. Mit hartem Rock bringt sich Lena auf Betriebstemperatur für Wettkämpfe. In einem Tagesspiegel-Interview gestand sie, sich früher mit der Metal-Band System Of A Down aufgeputscht zu haben. © dpa
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Auch Robbie Williams und Chris Martin schallen ihr des öfteren durch die Ohren. © LANA GROSSA
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Lena ist äußerst schlagfertig und kann so auch mal einen Thomas Gottschalk ins Stocken bringen. © dpa
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Die süße Oberbayerin kann aber auch mal schimpfen. Hobby-Lippenleser dürfen hier mal an einer einfachen Aufgabe üben. © dpa
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"Ich glaub, mich knutscht eine Lena" - Die Biathletin dreht bei diesem Elch das Spiel um. © dpa
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In ihrer Heimat Wallgau trägt man sie auf Händen. © dpa
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Und auch die WM-Maskottchen 2007 namens "Bumsi" ließen sie hoch leben. © dpa
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Lena mit Hund Rocky © dpa
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Miss Neuner mit ihrer "Sportlerin des Jahres 2007"-Trophäe. © dpa
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Sie muss eine große Vitrine haben. © dpa
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Auch beim harten Training hat sie immer ein Lächeln übrig. © dpa
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Lena (r.) posiert mit den Alpin-Skifahrerinnen Maria Riesch (v-l), Kathrin Hölzl und Monika Bergmann-Schmudere vor der Allianz Arena. © dpa
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Ist echt! Lena macht die Probe aufs Exempel. © dpa
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Im Dezember 2011 kündigte Neuner ihr Karriereende für Frühjahr 2012 an. Sie wolle sich neu orientieren und mal etwas anderes ausprobieren, erklärte die Biathletin. © dpa

Magdalena Neuner wunderte sich über ihre beiden Fehlschüsse im Stehend-Anschlag. “Eigentlich habe ich ein gutes Gefühl am Schießstand. Doch irgendwie ist der Knoten noch nicht geplatzt. Aber mit einem Sieg kann man zwei Fehler verschmerzen“, meinte sie und lachte fröhlich in die Fernsehkamera. “Es ist erschreckend für die Konkurrenz, wenn Magdalena Neuner mit zwei Fehlern gewinnt“, sagte die ARD-Expertin Kati Wilhelm. Die dreimalige Olympiasiegerin hatte ihre Biathlon-Karriere genau wie Martina Beck und Simone Hauswald nach den Winterspielen in Kanada beendet.

Trotz der drei prominenten Rücktritte sind die deutschen Biathletinnen vor allem läuferisch gut in Schuss. Mit Kathrin Hitzer (8./1 Fehler), Tina Bachmann (10./2) und Miriam Gössner (12./3) schafften gleich drei weitere Skijägerinnen den Sprung in die Top 12. “Das ist für mich so ein schönes Weihnachtsgeschenk, die Qualifikation für die WM sicher zu haben“, meinte Hitzer, die eine schwere Zeit durchgemacht hat.

Bei den Männern wurde Andreas Birnbacher nach einem Schießfehler mit einem Rückstand von 1:03,1 Minuten auf Sieger Björn Ferry aus Schweden starker Zwölfter. In 27:25,9 Minuten gewann Ferry vor Tarjei Boe. Der Senkrechtstarter aus Norwegen übernahm die Weltcup- Gesamtführung. Dem am Schießstand fehlerfrei gebliebenen Greis fehlten zum zwölften Weltcup-Sieg in einem Einzel-Rennen nur 8,7 Sekunden. Der Schwede Ferry traf ebenfalls alle zehn Scheiben, Boe ließ eine stehen. “Es war für uns das Aha-Erlebnis - er ist mit einer tadellosen Leistung auf das Podest geklettert“, sagte Herren- Bundestrainer Mark Kirchner über Greis.

Den Grundstein zum Erfolg legte der läuferisch erneut starke Greis beim Schießen. “Zuletzt war ich immer aggressiv am Schießstand, heute habe ich gewusst, ich muss treffen. Das Schießergebnis war Grundlage.“ Vor dem letzten Schuss ließ er sich Zeit, baute seinen Anschlag neu auf und traf ins Schwarze.

Magdalena Neuner dagegen erkämpfte sich in der Loipe den Vorsprung. Sie war einmal mehr Laufbeste und gewann das Sprintrennen in 23:05,2 Minuten. Auch zwei Strafrunden über je 150 Meter nach den Fehlschüssen hatten sie nicht stoppen können. Danach machte sie sich auf den Weg nach Baden-Baden zur Sportler-Gala am Sonntag.

dpa

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