Neuner vorn bei deutschem Dreifachsieg

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Magdalena Neuner jubelt nach ihrem ersten Saisonsieg

Antholz - Mit ihrem besten Saisonauftritt haben die deutschen Biathletinnen in Antholz gleich zu dritt das Siegertreppchen erstürmt und eine gehörige Portion Selbstvertrauen für Olympia getankt.

Die sechsmalige Weltmeisterin Magdalena Neuner aus Wallgau verwies am Mittwoch bei ihrem ersten Weltcupsieg in einem Einzelrennen über 15 Kilometer die dreimalige Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) und Andrea Henkel (Großbreitenbach) auf die weiteren Podestplätze. “Ich wollte endlich mein erstes Einzelrennen gewinnen. Dass es hier in Antholz auf einer meiner Lieblingsstrecken geklappt hat, ist umso schöner. Ich bin total zufrieden“, sagte Neuner.

So schön und so erfolgreich: Magdalena Neuner

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Magdalena Neuner wurde am 9. Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Die Oberbayerin wuchs in Wallgau auf. © Jantz
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Sie ist bekennende Bairisch-Sprecherin ... © dpa
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... und pflegt die Tradition. © dpa
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Sie ist bei der Bundeszollverwaltung als Zollhauptwachtmeisterin angestellt. Bereits in Jugendwettbewerben holte Lena Trophäe um Trophäe. Im Jahr 2004 war die damals 17-jährige (2.v.r.) noch merklich schüchtern, als sie mit dem deutschen Zoll-Team vom damaligen Finanzminister Hans Eichel empfangen wurde. © dpa
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Ihren großen Durchbruch feierte sie in der Saison 2006/2007. © dpa
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Am 5. Januar 2007 holte sie in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. © dpa
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Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Antholz (Italien) hatte sie dann ihren großen Auftritt und holte drei Goldmedaillen. © dpa
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Auch bei der WM 2008 in Östersund sammelte Lena dreimal Gold. © dpa
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... und obendrein in derselben Saison noch den Gesamtweltcup und zwei Einzelweltcups. © dpa
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Lena erklärte es bislang für ausgeschlossen, sich für den Playboy auszuziehen. © dpa
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Wieso auch? Sie ist angezogen ein größerer Blickfang als viele andere nackt. © dpa
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Zu ihren Hobbies zählt Stricken. © LANA GROSSA
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Ja, richtig gelesen: Stricken! © LANA GROSSA
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Außerdem hört sie gerne Musik. Mit hartem Rock bringt sich Lena auf Betriebstemperatur für Wettkämpfe. In einem Tagesspiegel-Interview gestand sie, sich früher mit der Metal-Band System Of A Down aufgeputscht zu haben. © dpa
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Auch Robbie Williams und Chris Martin schallen ihr des öfteren durch die Ohren. © LANA GROSSA
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Lena ist äußerst schlagfertig und kann so auch mal einen Thomas Gottschalk ins Stocken bringen. © dpa
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Die süße Oberbayerin kann aber auch mal schimpfen. Hobby-Lippenleser dürfen hier mal an einer einfachen Aufgabe üben. © dpa
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"Ich glaub, mich knutscht eine Lena" - Die Biathletin dreht bei diesem Elch das Spiel um. © dpa
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In ihrer Heimat Wallgau trägt man sie auf Händen. © dpa
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Und auch die WM-Maskottchen 2007 namens "Bumsi" ließen sie hoch leben. © dpa
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Lena mit Hund Rocky © dpa
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Miss Neuner mit ihrer "Sportlerin des Jahres 2007"-Trophäe. © dpa
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Sie muss eine große Vitrine haben. © dpa
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Auch beim harten Training hat sie immer ein Lächeln übrig. © dpa
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Lena (r.) posiert mit den Alpin-Skifahrerinnen Maria Riesch (v-l), Kathrin Hölzl und Monika Bergmann-Schmudere vor der Allianz Arena. © dpa
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Ist echt! Lena macht die Probe aufs Exempel. © dpa
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Im Dezember 2011 kündigte Neuner ihr Karriereende für Frühjahr 2012 an. Sie wolle sich neu orientieren und mal etwas anderes ausprobieren, erklärte die Biathletin. © dpa

Im Ziel hatte die Bayerin trotz drei Strafminuten 5,5 Sekunden Vorsprung vor Wilhelm, die nur eine der 20 Scheiben verfehlt hatte. Die bis zum letzten Schießen klar führende Henkel vergab mit zwei “Fahrkarten“ den greifbar nahen Sieg und belegte mit 27,4 Sekunden Rückstand Rang drei. Martina Beck (Mittenwald) als Siebte, Simone Hauswald (Gosheim) auf Platz neun und Juliane Döll (Oberhof) auf Position 13 komplettierten das erstklassige deutsche Mannschafts- Resultat. “Dass einige Nationen hier gefehlt haben, schmälert den Erfolg nicht. Wir wollten hier in Antholz allen noch Gelegenheit zum Schießen unter Wettkampfbedingungen geben und denken, unser Formaufbau ist richtig“, sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

“Das war heute ein Superrennen von mir, auch wenn ich gern ein, zwei Scheiben mehr getroffen hätte. Läuferisch ging's wieder total gut. Ich konnte fast gleich schnelle Runden laufen und hatte zum Schluss auch noch Reserven“, stellte Neuner nach dem 14. Weltcupsieg ihrer Laufbahn und dem ersten im Olympia-Winter fest. “Ich bin auf einem guten Weg.“

Dass trotz der “Laborbedingungen“ im Südtiroler Biathlon-Mekka bei Kaiserwetter vor 10 000 Zuschauern nur die sechstplatzierte Lokalmatadorin Michela Ponza alle Scheiben traf, führte Müssiggang auf die Höhe von über 1600 Meter zurück. “Die ist nicht einfach. Die Höhe fordert ihren Tribut. Da fehlt schnell die Luft“, meinte der Chef der deutschen Damen.

“Bei mir ging's richtig zäh los. Ich wollte schon etwas verhalten loslaufen, doch dass es so langsam wird, war nicht gewollt. Schon beim ersten Stehendschießen hatte ich eine Nähmaschine und musste nochmals zurückstecken“, bestätigte Kati Wilhelm Müssiggangs Feststellung. “Dass es trotzdem noch mein bestes Saisonresultat wurde, ist umso schöner“, meinte sie.

Nicht restlos zufrieden war auch Andrea Henkel. “Beim letzten Schießen habe ich total gezittert, einfach keinen Rhythmus gefunden. Da musste ich mir jeden Schuss hart erkämpfen und hatte zu viel Zeit zum Überlegen, wollte die Schüsse wohl nach vorn tragen. Leider gingen zwei daneben. Angesichts dessen ist Platz drei aber total okay“, bemerkte die Thüringerin, die vom ganzen Damen-Team die besten Chancen hat, bei Olympia in allen fünf Entscheidungen eingesetzt zu werden.

dpa

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