Neureuther und Betroffener über Flitzer-Aktion in Schladming

"Bist du narrisch! So was habe ich beim Skifahren noch nie gesehen..."

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Schladming - Verwirrung, Ärger, Belustigung - eine leichtbekleidete Flitzerin hat am Dienstagabend beim Nachtslalom in Schladming für einen handfesten Eklat gesorgt. Jetzt steht fest, dass es sich dabei um keine Unbekannte handelte...

UPDATE, 30. Januar, 6.30 Uhr:

Die Flitzer-Aktion in Schladming schlägt im Netz weiterhin Wellen. Der betroffene Skifahrer Alex Vinatzer hat nun einen witzigen Instagram-Post abgesetzt. "Es scheint so, als hätte ich eine neue Freundin", kommentierte der Südtiroler mit mehreren Lach-Smileys.


Auch Ex-Rennläufer Felix Neureuther konnte es kaum fassen, was da am Dienstagabend passiert war. "Bist du narrisch! So was habe ich beim Skifahren auch noch nicht gesehen", rief der jetzige TV-Experte in der Sendung des Bayerischen Rundfunks. Mit einem Lachen fügte Neureuther an: "Was sich die FIS alles einfallen lässt..."


UPDATE, 10 Uhr - Beweggründe weiterhin unbekannt

Der Österreichische Rundfunk (ORF) wollte die Flitzerin direkt nach ihrer Aktion interviewen, allerdings wurde Wolanski da sofort von Sicherheitskräften abgeführt. Daher sind die Beweggründe für die Aktion der US-Amerikanerin weiterhin unbekannt.

Allerdings hat die 23-Jährige kurz vorher noch einige Instagram-Posts aus ihrer Unterkunft, einem bekannten Lifestyle-Hotel ganz in der Nähe von Schladming abgesetzt. "Brettspielabend heute Abend auf meinem Zimmer?", fragte sie zum Beispiel ihre User.

UPDATE, 8 Uhr - Flitzerin ist keine Unbekannte

Inzwischen steht offenbar fest, wer die Flitzerin am Dienstagabend war. Eine offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, aber wie die "Kleine Zeitung" aus Österreich und der TV-Sender Eurosport erfahren haben wollen, handelt es sich bei leicht bekleideten Blondine um Kinsey Wolanski. Unklar ist bis jetzt, wie es am Sicherheitspersonal vorbei unbemerkt auf die Strecke schaffte.

Der Social-Media-Star aus den USA, die auf Instagram inzwischen 3,4 Millionen Follower zählt, war bereits Anfang Juni 2019 in die Schlagzeilen geraten, als sie beim Champions-League-Finale zwischen Liverpool und Tottenham aufs Feld gestürmt war. Auch damals war sie in ihrem schwarzen Badeanzug "aufgelaufen".

Bei der Copa America in Brasilien soll die 23-Jährige dann sogar vorübergehend festgenommen worden sein, da sie im Verdacht stand, eine weitere (Flitzer-)Aktion geplant zu haben. Hintergrund des Ganzen ist offenbar "Werbung" für die Erotikseite ihres Freundes Vitaly Zdorovetskiy. Zdorovetskiy hatte damals kurzerhand seine "Taktik" geändert und ließ anschließend Kinseys Mama Elena Vultsky das Finale der Cricket-WM in London "crashen". Die Mutter wurde von Sicherheitsbeamten abgeführt. Auch rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet.

Die Erstmeldung:

Eine Flitzerin (links) sorgte bei der Fahrt des Italieners Alex Vinatzer für einen Eklat.

Eine nur mit einem schwarzen Badeanzug und Stiefeln bekleidete blonde Frau war im zweiten Durchgang bei der Fahrt des Italieners Alex Vinatzer auf die Piste gestürmt und über die Ziellinie gelaufen. Damit hatte die Dame auch die Zeitnehmung ausgelöst. Sie hielt zudem ein Schild unter anderem mit der Aufschrift "R.I.P. Kobe, Legend #24" hoch. Dies geschah in Erinnerung an Basketball-Ikone Kobe Bryant. Der US-Amerikaner war am Sonntag bei einem Hubschrauber-Unglück nahe Los Angeles ums Leben gekommen.

Als der Südtiroler Vinatzer ins Ziel rauschte, wurde die Zeit zunächst falsch angezeigt. Der junge Bursche aus dem Grödnertal jubelte über die vermeintliche Führung vor Clement Noel, der im Finale über 25 Plätze gut machte und am Ende von Platz 30 auf Rang vier nach vorne fuhr. Doch wenig später, einiger Verwirrung und mehreren Funksprüchen seitens der Rennleitung kam die Korrektur: 0,13 Sekunden Rückstand für Vinatzer, dritter Zwischenrang. Der Italiener nahm es hinterher mit viel Humor. "Da habe ich aber mal ein cooles Finish-Foto", sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

So spazierte die Flitzerin über die Piste.

Der deutsche Skirennfahrer Linus Straßer reagierte auf die Szene, die er selbst gar nicht wahrgenommen hatte, ebenfalls belustigt. "Ich habe es gar nicht direkt erlebt, weil ich hier dieses Interview geben musste. Scheiße. Ich schaue mir das auf jeden Fall noch mal an", sagte er unmittelbar nach der Situation. Ein Skirennen in Schladming sei so etwas wie ein Champions-League-Finale im Fußball, hieß es weiter. An der Planai waren auch am Dienstagabend wieder rund 40.000 Zuschauer am Streckenrand. Es siegte am Ende Henrik Kristoffersen aus Norwegen vor dem Franzosen Alexis Pinturault und Daniel Yule aus der Schweiz.

mw

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