Weltcup-Wochenende in Deutschland

Skispringen: Deutsche Springer im Pech, Polen jubelt

Skispringen: Karl Geiger auf der Schanze in Klingenthal.
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Skispringen: Karl Geiger auf der Schanze in Klingenthal.

Der Weltcup 2019/20 im Skispringen wurde mit einem Teamspringen in Klingenthal fortgesetzt. Dabei hatten die deutschen Skispringer kein Glück mit dem Wind.

Klingenthal - Bis auf Karl Geiger kämpfen die deutschen Skispringer ohnehin mit ihrer Form, beim zweiten Teamwettbewerb im Weltcup 2019/20 im Skispringen kam neben überschaubaren Leistungen auch noch Pech dazu.

Auch im zweiten Teamspringen in der Saison 2019/20 im Skispringen hat das deutsche Team einen Podestplatz klar verpasst. Beim Heim-Weltcup in Klingenthal kam das DSV-Quartett nur auf den sechsten Platz.

Den Sieg auf der Schanze in Sachsen sicherte sich Polen vor Österreich und Japan. 25 Punkte Vorsprung hatten Piotr Zyla, Jabub Wolny, Kamil Stoch und Dawid Kubacki auf Österreich, die Polen kamen mit den wechselnden Bedingungen in Klingenthal sehr gut zurecht.

Skispringen: Positives Signal von Eisenbichler

Deutschland hatte vor allen Dingen im ersten Durchgang große Probleme mit dem Wind. Markus Eisenbichler, Constantin Schmid und Richard Freitag hatten viel Pech mit wechselnden Verhältnissen und brachten mit schwachen Sprüngen das deutsche Team schon früh ins Hintertreffen.

Einzig der derzeit beste deutsche Skispringer Karl Geiger zeigte zwei gute Durchgänge, mehr als der sechste Platz war aber nicht drin. Eisenbichler, der in dieser Saison noch nicht in Form ist, sorgte für einen versöhnlichen Abschluss mit einem guten zweiten Durchgang.

Zwei Wochen vor dem Beginn der Vierschanzentournee haben die deutschen Skispringer schon am Sonntag die Gelegenheit, Selbstvertrauen aufzubauen. Dann steht ab 16:00 Uhr das nächste Einzelspringen im Weltcup-Kalender 2019/20 an. chiemgau24.de ist im Liveticker mit dabei.

Skispringen: Das Ergebnis vom Team-Springen in Klingenthal

  1. Polen 968.7 Punkte
  2. Österreich -25
  3. Japan -57,7
  4. Norwegen -70,2
  5. Slowenien -116,1
  6. Deutschland -152

Zum kompletten Ergebnis geht es hier

Skispringen: Der Ticker aus Klingenthal zum Nachlesen

17:45: Dawid Kubacki macht mit einem überragenden Sprung auf 137 Metern den Sack zu. Polen gewinnt vor Österreich und Japan. Deutschland hatte viel Pech mit dem Wind und wird nur Sechster.

17:43: Stefan Kraft landet bei 133,5 Meter, damit sichert er den zweiten Platz für Österreich ab.

17:42: Ryoyu Kobayashi mit einem guten Sprung auf 135,5 Meter, da kann Robert Johansson nicht mithalten. Japan wird das Team-Springen als Dritter beenden.

17:41: Deutschland ist Sechster, Slowenien Fünfter. Jetzt entscheidet sich das Podest.

17:39: Geiger ist einfach konstant gut in Form. 131,5 Meter und die gesamte Leistung bislang hier in Klingenthal lassen für das Einzelspringen morgen hoffen 

17:37: Der letzte Durchgang läuft. Karl Geiger geht für Deutschland an den Start, das DSV-Quartett wird hier Sechster werden, das steht fest.

17:35: Japan und Norwegen erzielen noch weniger Punkte als Stoch, Hayböck macht für Österreich Punkte gut. 17 Zähler sind die Österreicher hinter den Polen zurück. Das müsste für Polen reichen. Spannend wird es zwischen Japan und Norwegen im Kampf um den dritten Platz. nur 0,9 Punkte ist Norwegen vorne.

17:33: Auch Kamil Stoch kommt in dieser Saison noch nicht richtig in die Gänge. 126 Meter müssten für die Führung der Polen reichen, aber der einstige Seriensieger kann wesentlich mehr.

17:31: Nein, diesen Wettkampf muss Freitag abhaken. 121 Metern werden ihm nicht gefallen.

17:30: Für Deutschland ist gleich Richard Freitag am Start. Die Bedingungen sind doch recht stabil jetzt.

17:28: Zwei Athleten pro Nation sind noch oben. Deutschland ist weiter 6. nach oben und nach unten geht da aber nicht mehr viel.

17:26: Norwegen fällt hinter Japan zurück, Österreich ist nach dem drittletzten Durchgang Zweiter, 24 Punkte hinter Polen.

17:24: Polen behauptet durch Jakub Wolny die Führung. Das sind 130 Meter.

17:22: Nein, der war leider nicht gut. Bei weitem nicht so stark wie Eisenbichler. Nur 113,5 Meter, das wirft Deutschland weit zurück.

17:20: Russland und Schweiz stehen weiter am Ende des Feldes. Jetzt kommt Constantin Schmid für Deutschland.

17:18: Philipp Aschenwald nur bei 126,5 Metern. Polen führt vor Österreich und Japan. Deutschland ist weiterhin Sechster. Eisenbichler hat in seiner Gruppe den zweitbesten Sprung gezeigt.

17:17: Markus Lindvik aus Norwegen geht auf 130 Meter. Das zeigt, wie stark der Sprung von Eisenbichler war.

17:16: Piotr Zyla nur mit 127,5 Metern. Das ist ein Rückschlag für die Polen.

17:15: Yukiya Sato aus Japan legt noch einen drauf. 135,5 Meter, damit ist Japan wieder vorne.

17:13: Markus Eisenbichler sitzt oben, der Wind ist besser als im 1. Durchgang. Und prompt zeigt er einen deutlich besseren Sprung. 131 Meter bringen Deutschland nach vorne.

17:12: Mikhail Nazarov eröffnet den 2. Durchgang. Gleich kommt dann schon Markus Eisenbichler.

17:10: So, gleich geht es los. Hoffen wir, dass die deutschen Skispringer jetzt bessere Windbedingungen haben.

17:05: Nur noch acht Nationen sind für den 2. Durchgang startberechtigt. Russland, Schweiz, Deutschland, Japan, Polen, Slowenien, Norwegen und Österreich gehen an den Start.

17.00 Uhr: Es wird wohl einen zweiten Durchgang geben. Um 17:11 Uhr soll es weitergehen.

16.54 Uhr: Für die Deutschen heißt es durchatmen und den ersten Durchgang abhaken. Außer Karl Geiger konnte kein Deutscher sein Potential abrufen. 

16.52 Uhr: Nach dem ersten Durchgang führt Polen vor Österreich und Japan. Dann folgen die Norweger vor den Slowenen. Die Deutschen liegen auf Rang sechs. Eisenbichler und Co. fehlen umgerechnet 65 Meter auf Rang eins. 

16.51 Uhr: Die Favoriten lassen nicht locker. Alle Springer liefern ab und die Deutschen staunen. 

16.47 Uhr: Aber der Abstand nach vorne ist einfach zu groß. Der Rückstand auf die nachkommenden Japaner beträgt 14 Meter. 

16.45 Uhr: Wenigstens liefert Karl Geiger ab. Der Deutsche springt 133 Meter. Damit überholen die Deutschen Russland.

16.40 Uhr: Die Deutsche Mannschaft ist mittlerweile auf Rang sieben abgerutscht. Die Polen führen weiterhin vor den Österreichern und Norwegern.

16.40 Uhr:Es läuft alles für die Polen. Hayböck für Österreich bringt es nur auf 118.5 Meter.  

16.39 Uhr: Immer wieder wird der Wettkampf wegen des starken Windes unterbrochen. Es ist nicht wirklich ein fairer Wettkampf. 

16.37 Uhr: Stoch bringt die Polen mit 126 Meter wieder in Front. Zuvor hatten sich die Japaner an die Spitze gesetzt. 

16.34 Uhr: Ein Debakel bahnt sich an. Auch Freitag versagen die Nerven. Aktuell nur Rang zwei, sogar hinter den Russen. Und die Top-Nationen kommen noch. 

16.32 Uhr: Nur die Russen, Finnen und Schweizer sind hinter den Deutschen platziert. Jetzt will Richard Freitag eine Duftmarke setzen. 

16.28 Uhr: Schlierenzauer kann den Vorsprung der Österreicher nicht verteidigen. Er bleibt hinter den Polen. Diese führen aktuell vor unseren Nachbaren aus dem Süden und Norwegen. Deutschland auf Rang sechs hat umgerechnet 45 Meter Rückstand auf die Polen. 

16.28 Uhr: Auch die Slowenen setzten sich wieder vor die Deutschen, bleiben aber hinter den Polen. 

16.26 Uhr: 136 Meter für Polen. Von diesen Weiten können die Deutschen nur träumen. 

16.26 Uhr: Bereits der Japaner überspringt Schmid um 14 Meter. 

16.23 Uhr: Jetzt will Schmid für Deutschland punkten. Er bringt die Deutschen vorerst in Führung. Aber 112,5 Meter sind einfach zu wenig. 

16.20 Uhr: Nach dem ersten Springen führt Österreich deutlich vor Polen und Norwegen. Der zweite Durchgang hat begonnen. 

16.17 Uhr: Die Jury will das Springen unbedingt durchziehen. Aschenwald fährt los. Er bringt die Österreicher deutlich in Führung.  Deutschland liegt mittlerweile auf Rang sechs. 

16.16 Meter: Aktuell sitzt Aschenwald oben. Der Österreicher wartet seit fünf Minuten auf die Freigaben. 

16.12 Uhr: Es herrscht Chaos. Teilweise müssen Springer mehrere Minuten auf die Freigabe. Es herrschen bis zu acht Meter Aufwind. 

16.11 Uhr: Wow, die Polen hauen einen raus. 145 Meter bedeuten aktuell Platz eins - vor den Japanern und den Deutschen. 

16.10 Uhr: Vier Minuten später ist es dann soweit. Die Japaner setzen sich vor die Deutschen.

16.07 Uhr: Es folgen die Japaner. Aber auch Sato muss lange auf die Freigabe der Jury warten. Der Rückenwind ist extrem. 

16.06 Uhr: Mit 117 Metern holt Eisenbichler noch das Beste aus dem Sprung heraus. Bei schlechten Bedingungen setzt er sich vorerst an Platz 1, vor den Schweizern. 

16.05 Uhr: Als dritter Springer sitzt Markus Eisenbichler auf dem Balken. Doch er bekommt kein grünes Licht von der Jury. Der Wind ist zu stark. 

16.02 Uhr: Das Team-Springen hat begonnen. 

Vor dem Springen: Die deutsche Mannschaft startet in unveränderter Besetzung. 

Vor dem Springen: Bis vor 15 Minuten war nicht klar, ob die Herren pünktlich starten würden. Aufgrund des starken Windes konnte das Damenspringen erst deutlich später starten als geplant. Der zweite Durchgang wurde gestrichen. 

In gut zehn Minuten beginnt also das Herren-Teamspringen von Klingenthal. 

Vor dem Springen: Ob der ursprünglich geplante Termin um 16 Uhr eingehalten werden kann, ist fraglich. Es weht ein heftiger Wind in Klingenthal.

Vor dem Springen: Hallo und herzlich willkommen im Liveticker bei chiemgau24.de zum Skispringen in Klingenthal.

Viel weiter könnten die Gefühlswelten im Skisprung-Doppelzimmer nach dem Weltcup-Wochenende in Nizhny Tagil nicht auseinanderliegen. Während der zweifache Weltmeister Karl Geiger im Weltcup 2019/20 im Skispringen in der Weltelite springt, befindet sich Vorzeigeathlet Markus Eisenbichler gut neun Monate nach seinen drei WM-Titeln in einem echten sportlichen Tief. 

Der Allgäuer Geiger bestätigte beim Weltcup in Russland seinen Aufwärtstrend. Er belegte nach Rang zwei am Samstag am Sonntag den sechsten Platz und rückte in der Gesamtwertung auf den dritten Platz vor. Bei Eisenbichler herrschte Frust pur: Er verpasste an beiden Weltcup-Tagen nach schwachen Sprüngen den zweiten Durchgang.

Skispringen: Wettkampfpause der falsche Weg

Für den neuen Bundestrainer Stefan Horngacher gibt es damit drei Wochen vor der Vierschanzentournee noch immer wenige Gewissheiten im deutschen Team. "Karl springt nach wie vor sehr gut, das passt soweit. Das Resümee von diesem Wochenende ist positiv", sagte der Tiroler. Geiger scheint im verletzungsgeplagten Team ohne Andreas Wellinger und Severin Freund derzeit die klare Nummer eins zu sein, dahinter wirkt vieles offen.

Woran es bei Eisenbichler hakt und wie schnell der Bayer seine enormen Probleme auf der Schanze in den Griff kriegen kann, scheint momentan überhaupt nicht absehbar. "Wir müssen mit ihm in Ruhe weiter arbeiten, ohne Stress", kommentierte Horngacher. Eine Wettkampfpause sei eher nicht der richtige Weg, ordnete der Trainer ein. "Eisei" selbst sprach am Wochenende nicht groß, seine enttäuschten Gesten im Auslauf sagten genug aus.

Skispringen: Alle Deutschen qualifiziert, Team-Aufstellung steht fest

Beim Heimweltcup in Sachsen gibt es nun gleich zwei Gelegenheiten, um zurück zu alter Stärke zu finden. Der Terminkalender im Skispringen wird mit einem Team-Springen am Samstag und einem Einzelspringen am Sonntag fortgesetzt.

Die gute Nachricht aus der Qualifikation: Alle deutschen Skispringer sind beim Einzel am Sonntag dabei, Karl Geiger wurde Zweiter hinter Stfean Kraft aus Österreich, Eisenbichler erreichte den zehnten Platz. Für das Teamspringen hat Horngacher neben Geiger und Eisenbichler auch Constantin Schmid und Richard Freitag nominiert.

Beginn der Wettbewerbe in Klingenthal ist jeweils um 16 Uhr, chiemgau24.de ist bei beiden Springen im Liveticker mit dabei.

Quelle: chiemgau24.de

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