Skisprung-Weltcup vom Winde verweht

Das Springen am Samstag musste abgesagt werden
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Das Springen am Samstag musste abgesagt werden

Harrachov - Orkanartige Windböen und dichtes Schneetreiben haben zur Absage des Weltcup-Skispringens im tschechischen Harrachov geführt. Die deutschen Springer sehen die Absage mit gemischten Gefühlen.

Nachdem die Jury den Beginn zunächst um eine Stunde verschoben hatte, folgte dann die logische Absage. “An Springen ist nicht zu denken. Die Sicherheit der Athleten ist nicht gewährleistet. Zu 95 Prozent war das Springen durch eine exzellente Präparation der Anlage abgesichert. Das Wetter ist höhere Gewalt“, sagte Walter Hofer, Race-Direktor des Weltverbandes FIS. Das Springen soll nun am Sonntag von 09.30 Uhr an nachgeholt werden.

Die deutschen Springer sahen die Absage mit gemischten Gefühlen. Severin Freund (Rastbüchl) und Michael Neumayer (Berchtesgaden) hatten im Training und in der Qualifikation gute Leistungen gezeigt und waren optimistisch. Auch Pascal Bodmer (Meßstetten) und Maximilian Mechler (Isny) hatten den Sprung in den Wettkampf geschafft. Martin Schmitt (Furtwangen) dagegen war einmal mehr auf der Strecke geblieben.

“Es ist eine unbefriedigende Situation. Wir wollten eine gesunde Mischung aus jungen Springern und motivierten, arrivierten Kräften aufbauen. Aber das klappt nicht, weil Schmitt und Uhrmann gegenwärtig noch große Probleme haben“, sagte Bundestrainer Werner Schuster. Er hatte dem Wunsch von Michael Uhrmann (Rastbüchl) nach einer Weltcup-Pause und stattdessen gezieltem Heimtraining entsprochen und ist nur mit fünf Aktiven in Harrachov dabei.

dpa

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