Deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit

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Landkreis - Im März konnte die Agentur für Arbeit einen deutlichen Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen verbuchen. Die vorfrühlingshaften Temperaturen spielten dabei eine große Rolle.

„Das schöne Frühlingswetter schlägt nun auch positiv auf den Arbeitsmarkt durch. Auf diesen kurzen Nenner kann man die Lage auf dem Arbeitsmarkt bringen. Die Zahl der Arbeitslosen ist von 10.290 im Februar auf nun 9.510 zurückgegangen“, so Jakob Grau, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim. Grau weiter: „Der Arbeitsmarkt war von Mitte Februar bis Mitte März (Berichtszeitraum 13. Februar bis 13. März) von einer starken Dynamik geprägt. Viele meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab, insgesamt 3.370, davon 1.700 in Erwerbstätigkeit. Gerade bei den Außenberufen, wie zum Beispiel im gesamten Bau- und Baunebengewerbe, bei der Land- und Forstwirtschaft oder im Garten- und Landschaftsbau, wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Viele der sogenannten „Wiedereinsteller“ wurden vom bisherigen Arbeitgeber zurückgerufen und beendeten dadurch ihre Arbeitslosigkeit. Die aktuellen Zahlen belegen aber auch, dass dieser Prozess bis zum Zähltag am 13. März noch nicht abgeschlossen war. Viele meldeten sich erst für Ende März/Anfang April ab, mit der Konsequenz, dass sie in diesem Monat noch bei der Gesamtzahl der Arbeitslosen mitzählen. Für die Aprildaten kann man daher mit einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit rechnen. Beim Hotel- und Gaststättengewerbe, das insbesondere in den Sommermonaten ein wichtiger Beschäftigungsmotor hier in der Region ist, hat die Saison noch nicht wirklich begonnen. Es wurde nur ein Teil der Belegschaft wieder eingestellt, der überwiegende Teil wartet noch auf den Saisonstart. Wir gehen allerdings davon aus, dass dies zu den Osterferien hin passieren wird.“

Von Mitte Februar bis Mitte März meldeten sich 2.580 Bürgerinnen und Bürger neu oder erneut arbeitslos. Davon haben 1.240 unmittelbar vor ihrer Meldung sozialversicherungspflichtig gearbeitet, Beiträge in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt und daher einen Anspruch auf das Arbeitslosengeld I. Insgesamt liegt die Zahl der Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit deutlich über der Zahl der neuen oder erneuten Arbeitslosmeldungen. Die rechnerische Konsequenz daraus ist, dass die Arbeitslosigkeit insgesamt zurückgegangen ist.

Damit ist auch die Arbeitslosenquote deutlich zurückgegangen und zwar auf 3,4 Prozent. Im Vormonat lag sie noch bei 3,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist damit auch um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im März letzten Jahres. Grau dazu: „Wir merken an dieser Stelle ganz deutlich das ausgesprochen gute Wetter in diesem Jahr. Im letzten Jahr hatten wir um diese Zeit noch mit Eis und Schnee zu kämpfen. Unabhängig von den Wetterkapriolen läuft die Wirtschaft nach wie vor rund und der Arbeitsmarkt zeigt sich stabil.“

Zu den gemeldeten Arbeitsstellen:

Im Berichtszeitraum haben die Arbeitsvermittler/innen vom Arbeitgeber-Service 970 vakante Arbeitsstellen aufgenommen, darunter auch solche Berufsgruppen, für die die Wiedereinstellungen noch nicht abgeschlossen sind. Am statistischen Zähltag (13.03.2014) waren im gesamten Agenturbezirk (kreisfreie Stadt Rosenheim, Landkreise Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen) 2.800 Arbeitsangebote, davon 2.650 sozialversicherungspflichtige, im Fachverfahren der Agentur für Arbeit gespeichert, viele davon sind auch in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de veröffentlicht. Der Bedarf der Wirtschaft im Hinblick auf die gewünschte Qualifikation, beziehungsweise die geforderten Abschlüsse verändert sich nicht signifikant. Insbesondere das Gesundheitswesen hat Fachkräftebedarf und zwar sowohl in der Alten- und Krankenpflege, aber auch Ärzte und Zahnärzte haben freie Arbeitsstellen anzubieten (insgesamt 200). Viele offene Stellen gibt es auch für Mechatroniker, sowie Energie- und Elektroberufe (200). Auch die Gesamtpalette der Berufe in der Gastronomie ist groß (190 offene Stellen). Der Handel, einschließlich der Lebensmittelmärkte, hat ebenfalls circa 180 freie Arbeitsplätze.

Erste Daten vom Ausbildungsstellenmarkt:

Es gibt noch viele offene Ausbildungsstellen, aber auch Bewerber suchen noch! Der stellvertretende Agenturleiter dazu: „Seit Oktober letzten Jahres haben sich 2.520 Jungen und Mädchen für eine betriebliche Ausbildung vormerken lassen, 135 weniger als im letzten Jahr um diese Zeit. Aktuell suchen noch 1.390 Jugendliche für den Herbst eine Lehrstelle. Auf der Stellenseite sieht es wie folgt aus: 2.810 Ausbildungsstellen wurden uns von Industrie- und Handwerksbetrieben, Verwaltungen und den so genannten freien Berufen wie Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern etc. gemeldet, 1.710 davon sind noch zu besetzen. Grau weiter: „Die Chancen, eine betriebliche Ausbildungsstelle zu bekommen, sind auch in diesem Jahr wirklich gut. Die Palette der angebotenen Berufe reicht von A-Z. Ich möchte beispielhaft nur ein paar heraus greifen (es gilt jeweils auch die weibliche Form): Kfz-Mechatroniker, Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik, Koch, Anlagenmechaniker Sanitär/Heiz- und Klimatechnik, Informatiker, Kaufmann im Einzelhandel, aber auch Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Hotel- und Restaurantfachmann, Versicherungskaufleute, Steuerfachangestellte, medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte, und.. und.. und. Ich möchte daher alle Jugendlichen – auch ältere, die bis dato nach der Schulzeit nur gejobbt haben – ermuntern: Nutzt die gute Lage und beginnt mit einer betrieblichen Ausbildung, sie ist immer ein guter Grundstock für alle weiteren beruflichen und/oder schulischen Schritte, bis hin zum Studium. Wer noch keine Stelle hat, kann am Sonntag, dem 6. April, zu unserem Infostand in Rosenheim, vor dem Karstadt-Haupteingang kommen, oder am Donnerstag, dem 10. April – ohne Termin – zur Berufsberatung in die Wittelsbacherstraße 57, 83022 Rosenheim.“

Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen:

  • Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent. Derzeit sind 1.768 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 97 auf 745. Für 1.023 SGB II-Kunden, 14 mehr als im Februar, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig.
  • Der Landkreis Rosenheim hat aktuell mit 3,0 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk. Hier sind 2.481 Männer und Frauen bei der Hauptagentur Rosenheim arbeitslos gemeldet, 362 weniger als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1.493 erwerbslose SGB II-Kunden (acht weniger als im Februar). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt demzufolge bei 3.974.
  • Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist im März aktuell eine Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent aus. Das entspricht 2.093 beschäftigungslosen Bürgern. Davon sind 1.270 Männer und Frauen, 149 weniger als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 823 (drei mehr als im Januar) werden vom Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen betreut.
  • Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.670 Bürger ohne Erwerbstätigkeit, was einer Quote von 3,3 Prozent entspricht. Davon sind 1.063 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 183 weniger als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als "zugelassener kommunaler Träger" (optierende Kommune) zuständig. Deren Jobcenter betreut 607 Arbeitslose, zwei weniger als im Februar.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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