Winter lässt Arbeitslosigkeit steigen

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Rosenheim - Durch den Winter und den extremen Minusgraden sind die Arbeitslosenzahlen im Februar gestiegen. Im Januar waren es 270 Arbeitslose weniger.

„Der anhaltende Winter und die extremen Minusgrade haben uns im Februar einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen beschert“, so Harald Neubauer, Leiter der Arbeitsagentur Rosenheim. Zum Stichtag waren 9910 Menschen arbeitslos gemeldet, das bedeutet ein Plus zum Vormonat von 270 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Punkte auf 3,7 Prozent. „Trotz des geringen Anstiegs liegen wir mit diesen Werten weiterhin auf einem positiven Gesamtniveau. Zur gleichen Zeit im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,0 Prozent, im Jahr 2010 sogar bei 5,0 Prozent. Der Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt uns, dass im aktuellen Berichtsmonat 920 Menschen weniger arbeitslos gemeldet sind, als ein Jahr zuvor. Eine erfreuliche Entwicklung wie ich finde“, so der Agenturchef.

Neubauer weiter: „Statistisch gesehen entfallen derzeit auf ein Stellenangebot aus manchen witterungsabhängigen Branchen bis zu 14 potentielle Bewerber. Die Bewegungen am Arbeitsmarkt zeigen uns deutlich, dass mit dem Einzug der Frosttemperaturen, auch die letzten Außenberufe und Wiedereinsteller ihre Arbeit eingestellt haben“. Im Berichtszeitraum vom 17. Januar bis zum 14. Februar lag die Zahl der Neuzugänge bei 2 670 Personen, wobei davon über die Hälfte aus einer Erwerbstätigkeit stammt. Der aktuelle Wert weist aus, dass sich im Februar 1 440 Menschen weniger bei der Agentur für Arbeit registriert haben als im Vormonat. „Auch die Zahl derer, die sich bei uns abgemeldet haben hat sich positiv entwickelt“ so Neubauer. Im Berichtsmonat konnten 2 410 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden, das waren 240 Personen mehr als im Januar.

Die Arbeitslosenzahl teilt sich je nach Zuständigkeit auf Rechtskreise auf. Von der Agentur für Arbeit betreute Kunden fallen in den Rechtskreis nach SGB III. Hier sind aktuell 5 850 Arbeitslose gemeldet, ein Plus von 190 Personen zum Januar, aber immer noch 620 weniger als im Februar des letzten Jahres. Nach Rechtskreis SGB II sind die jeweiligen Jobcenter beziehungsweise die optierende Kommune Miesbach derzeit für 4 060 Menschen zuständig. Auch in diesem Bereich ist der Bestand zum Vormonat um 80 Personen gestiegen, allerdings liegt der Istwert um 300 Personen unter der Vorjahresmarke.

„Die Unternehmen unserer Region suchen wieder verstärkt nach Fach- und Hilfskräften. Entsprechend konnten unsere Arbeitsvermittler im Februar 1 180 neue sozialversicherungspflichtige Stellenangebote aufnehmen“ so der Agenturleiter. Zum Vormonatsvergleich bedeutet das ein Anstieg von 64 Prozent, oder absolut gesehen 460 Stellen mehr. Neubauer erläutert: „Nach Wirtschaftsklassen betrachtet, ist derzeit bei den Personaldienstleistern der Bedarf am Größten. In diesem Zusammenhang möchte ich gerne die Möglichkeit nutzen, um auf unsere Zeitarbeitsmesse am 22. März 2012 um 9 Uhr hinzuweisen. An diesem Tag haben Sie bis 14.00 Uhr die Chance, an einem Ort mit den verschiedensten Zeitarbeitsfirmen in Kontakt zu treten und sich über aktuelle Stellenangebote zu informieren. Es ist keine Anmeldung erforderlich, kommen Sie einfach vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch!“.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

- Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent. Derzeit sind 1757 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 41 auf 758. Für 999 SGB II-Kunden, 18 mehr als im Januar, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig.

- Der Landkreis Rosenheim hat aktuell mit 3,4 Prozent die zweitniedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk. Hier sind 2632 Männer und Frauen bei der Hauptagentur Rosenheim arbeitslos gemeldet, 71 mehr als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Rosenheim Landkreis um 1660 erwerbslose SGB II-Kunden (zehn mehr als im Januar). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis liegt demzufolge bei 4292.

- Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist auch im Februar aktuell die niedrigste Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent aus. Das entspricht 2086 beschäftigungslosen Bürgern. Davon sind 1286 Männer und Frauen, 47 mehr als vor einem Monat, in den Agenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 800 (33 mehr als im Januar) werden vom Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen betreut.

- Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1776 Bürger ohne Erwerbstätigkeit, was einer Quote von 3,6 Prozent entspricht. Davon sind 1179 arbeitslose Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit in Holzkirchen gemeldet, 27 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II – Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als "zugelassener kommunaler Träger" (optierende Kommune) zuständig. Da die Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) gesetzlich übertragen wurde, ist der Landkreis Miesbach verpflichtet, die Zahl der Arbeitslosen, die direkt von dort betreut werden, der BA zu melden. Dieser Wert liegt bei 597 Erwerbslosen, zwanzig mehr als im Dezember.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

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