März: Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

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Landkreis - Die aktuellen Arbeitslosenzahlen bestätigen, dass es im März zu einer deutlichen Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt kam. Das wirkt sich auch auf die Ausbildungssituation aus.

Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein sank im März um 0,4 auf 4,1 Prozent, das sind 10.632 Menschen. Im Vergleich zum Februar sind 1.116 Menschen weniger, das sind 9,5 Prozent und im Vergleich zum März des Vorjahres 49 oder 0,5 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

„Die Arbeitslosenquote liegt 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Februar erkennen wir die einsetzende Frühjahrsbelebung schon recht deutlich. Die Hotellerie erreicht eine gute Buchungslage und einige Außenberufe konnten schon wieder ihre Arbeiten aufnehmen“, analysiert Michael Schankweiler, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Traunstein.

Unter den 10.632 Menschen sind 1.136 Arbeitslose jünger als 25 Jahre darunter 219 unter 20 Jahre. Im Vormonat waren es noch 7,3 Prozent mehr, das bedeutet, dass 89 junge Menschen wieder eine Erwerbstätigkeit oder Ausbildung aufgenommen haben. Die isolierte Arbeitslosenquote in dieser Altersgruppe beträgt 3,4 Prozent, gegenüber 3,7 noch im Februar und 3,5 Prozent im Vergleichsmonat des Vorjahres. 3.796 Gemeldete sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Darunter sind 2.457 arbeitslose Menschen älter als 55 Jahre. Der isolierte Anteil dieser Altersgruppe an der Gesamtarbeitslosigkeit beträgt 35,7 Prozent. Auch in dieser Altersgruppe sind es im Vergleich zum Februar 284 Menschen weniger, ein Rückgang um 7,0 Prozent. Im Vorjahresvergleich sind es jedoch 88 Menschen mehr.

2.647 Neumeldungen wurden im März aufgenommen. Im Februar waren es noch 150 mehr, das ist ein Rückgang um 5,4 Prozent. Hiervon meldeten sich 1.215 Menschen aus Erwerbstätigkeit, 475 aus Ausbildung oder Qualifizierung und 896 aus Nichterwerbstätigkeit. Seit Jahresbeginn haben sich im Agenturbezirk Traunstein 10.320 Menschen erneut oder erstmals arbeitslos gemeldet, das sind 186 weniger als im ersten Quartal des Vorjahres.

Den Neumeldungen stehen 3.777 Abmeldungen gegenüber. Im Februar waren es noch 1.021 Menschen weniger, die sich aus der Vermittlung abmeldeten und im März des Vorjahres 310 weniger. 1.998 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, das sind 893 mehr als im Februar, das ist ein Anstieg um 80,8 Prozent. 480 begannen eine Ausbildung, 1.087 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit und 212 nannten sonstige Gründe. „Die hohe Zahl an Abmeldungen im März ist ein weiteres Indiz dafür, wie stark die Region von der Witterung abhängig ist“, so Schankweiler, „die Wiedereinstellung in den Außenberufen ist in vollem Gange.“

Der Stellenbestand im März zeigt 2.332 Angebote, das sind 124 mehr als im Vormonat und genauso viele wie im März des Vorjahres. 957 Stellen wurden an den Arbeitgeberservice neu gemeldet; das sind 6 mehr als im Februar. Trotz des späten Ostertermins wurden allein im März 166 Stellen für Hotel- und Gaststättenberufe neu aufgenommen, darunter zum Teil bereits Sommersaisonstellen. Das aktuelle Angebot in diesen Berufen sind 327 Stellen.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Agenturbezirk Traunstein gesamt zeigt einengeringfügigen Rückgang bei den Bewerberzahlen um 0,4 Prozent, das heißt, die aktuell 2.937 Ausbildungssuchenden sind 13 weniger als im vorangegangenen Berichtsjahr. „Auch die Anzahl der Ausbildungsstellen, die uns gemeldet wurden, ist mit 3.565 Angeboten, einem Minus von 3,0 Prozent, bzw. 110 Ausbildungsstellen auf einem niedrigeren Stand als im Vorjahr“, erläutert Schankweiler. „Aus den vergangenen Jahren wissen wir, dass sich gerade nach den Osterferien noch immer Jugendliche bei uns melden. Jetzt ist die richtige Zeit, die Weichen für den September zu stellen“, ermuntert Schankweiler abschließend.

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein beträgt im März 3,6 Prozent, das ist ein Rückgang gegenüber Februar um 0,4 Prozentpunkte. Im März 2013 lag die Quote bei 3,8 Prozent. 3.245 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 68 Menschen weniger als vor einem Jahr, das entspricht einem Rückgang von 2,1 Prozent. Im Vergleich zu Februar sind dies 390 Menschen weniger, ein Rückgang um 10,7 Prozent.

Geteilt nach Rechtskreisen gehören 1.946 Menschen zur Agentur für Arbeit (SGB III) und 1.299 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II). Unter den 3.245 arbeitslosen Menschen sind 316 jüngere unter 25 Jahren, das sind 41 weniger als im Vormonat. 1.224 (Vorjahr 1.177) Menschen sind älter als 50 Jahre; darunter sind 804 älter als 55 Jahre. 632 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen; innerhalb der Gesamtgruppe beträgt ihr Anteil 19,5 Prozent. In dieser Untergruppe ist ein leichter Rückgang um 3,2 Prozent, das sind 21 Menschen zu verzeichnen. 1.264 (Februar 908) Menschen konnten ihre Erwerbslosigkeit beenden, 742 nahmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, das sind 91,7 Prozent mehr als im Vormonat. 131 begannen eine Ausbildung und/oder Qualifizierung, 327 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 64 Menschen nannten sonstige Gründe. Getrennt nach Rechtskreisen waren 960 Abmeldungen im SGB III-Bereich (Arbeitslosengeld I) und 304 im SGB II-Bereich (Arbeitslosengeld II) zu notieren. Dem stehen 867 Neumeldungen gegenüber, ein Rückgang zu Februar um 34 Menschen, das sind 3,8 Prozent. Der Stellenbestand im Landkreis Traunstein beträgt 931, worunter 347 Neumeldungen sind. Im Vormonat waren es noch 833 Stellen im Bestand.

Der Arbeitsmarkt im Bereich Gesundheits- und Sozialberufe ist weiterhin sehr gut mit 111 aktuellen Angeboten. 162 Angebote kommen aus dem Gastgewerbe. Mit 243 Angeboten bieten die Zeitarbeitsunternehmen Wiedereinstiegschancen.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Traunstein bietet 1.412 Angebote, das sind 2 weniger als im Berichtsjahr davor. Dem stehen 1.058 Ausbildungssuchende gegenüber, 132 weniger als im Vorjahr, ein Rückgang um 11,1 Prozent. „Das rechnerische Verhältnis von 1,3 Ausbildungsplätzen zu gemeldetem Bewerber stimmt optimistisch; wir wenden uns dennoch an die Schülerinnen und Schüler, dieses gute Angebot zum Anlass zu nehmen, ihre Berufswahl zügig anzugehen und sich nicht auf der großen Auswahl auszuruhen“, appelliert Schankweiler.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im März 3,8 Prozent, das sind 2.243 Menschen. Im Vormonat waren es noch 9,9 Prozent, bzw. 247 Menschen mehr. Der Vorjahresvergleich zeigt einen Rückgang um 5,2 Prozent, d.h. 124 Menschen weniger sind derzeit von Arbeitslosigkeit betroffen; die Quote lag bei 4,0 Prozent. Darunter sind 55 Jugendliche unter 20 Jahren (Vormonat: 48), innerhalb der 231 unter 25 Jahren (Vormonat: 251). Die Anzahl der arbeitslosen Menschen über 55 Jahre ist mit 534 im Vergleich zum Vormonat um 32 leicht gesunken, im März des Vorjahres waren es 22 weniger. Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen sank im Vormonatsvergleich um 15 und stieg im Vorjahresvergleich um 75, so dass noch 582 Menschen im Landkreis zu dieser Gruppe zählen.

563 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Das sind nur gut 60 Prozent der Anzahl im Januar als mit einem Zugang von 909 Menschen umgegangen werden musste. Gegenüber Februar ist dies fast ein Gleichschritt, der Unterschied macht vier Neumeldungen mehr aus. Die Analyse der Neumeldungen zeigt, dass 210 Menschen aus Erwerbstätigkeit kamen, 133 aus Ausbildung, 213 aus Nichterwerbstätigkeit und 7 machten hierzu keine Angabe.

806 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon 371 durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, das sind 46 Prozent aller Abmeldungen. 130 Menschen begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung und 273 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab.

Insgesamt teilen sich die Kunden in 1.178 bei der Agentur (SGB III) und 1.065 Kunden des Jobcenters (SGB II).

382 Stellenangebote sind im März im aktuellen Bestand, das sind 16 weniger als im Februar. Im Vorjahresvergleich gibt es 31 Stellen mehr. Den größten Anteil mit 82 Angeboten stellen Meldungen der Zeitarbeitsfirmen. Diese zählen zu den Dienstleistungsangeboten mit insgesamt 109 Meldungen. Den zweitgrößten Anteil beanspruchen die Fertigungsberufe mit 139 aktuellen Angeboten.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Altötting hat mit 816 gemeldeten An- geboten 4 mehr als im vergangenen Jahr. Die Bewerberzahlen sind mit 618 um 17,3 Prozent, das sind 91 Ausbildungssuchende gestiegen. „Das rein rechnerische Verhältnis liegt bei 1,3 Ausbildungsstellen pro Bewerber“, so Schankweiler, „312 Plätze, das sind 38,2 Prozent aller Ausbildungsangebote, die bei uns gemeldet sind, kommen aus dem Berufsbereich „Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung. Der Schwerpunkt liegt mit allein 109 Ausbildungsplätzen bei Mechatronik und Maschinenbau“, erklärt Schankweiler.

Landkreis Berchtesgadener Land

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land beträgt im März 5,1 Prozent, ein Rückgang um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat Februar. Im März 2013 lag die Quote bei demselben Wert. 2.492 Menschen sind arbeitslos gemeldet, darunter 263 jüngere unter 25 Jahren und 867 ältere über 50 Jahre.

455 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, das sind 18,3 Prozent der Gesamtheit. In allen Gruppen außer bei den langzeitarbeitslosen Menschen konnte ein Rückgang zum Vormonat verzeichnet werden.

Im Landkreis Berchtesgadener Land gab es im März 862 Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit, das sind 36,4 Prozent mehr als im Februar und 14,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat; darunter 669 Kunden der Agentur und 193 Kunden des Jobcenters Berchtesgadener Land.

Insgesamt 499 davon nahmen eine Arbeit auf (Agentur: 463; Jobcenter: 36), das sind 57,8 Prozent aller Abmeldungen und 66,9 Prozent mehr als im Februar. 91 Menschen gingen in Ausbildung oder Qualifizierung (Agentur: 75 Jobcenter: 16). 226 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 46 gaben sonstige Gründe für ihre Abmeldung an.

575 Menschen meldeten sich erstmals oder wieder arbeitslos, davon 415 bei der Agentur und 160 beim Jobcenter.529 Stellen sind im Bestand, das sind 28 mehr als im Vormonat. 214 Angebote sind im März neu aufgenommen worden. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 92 Stellen weniger.

Von den 496 sozialversicherungspflichtigen Stellenangeboten sind 111 im Gastgewerbe, 72 in Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und 62 im Gesundheits- und Sozialwesen. Diese drei Berufsbereiche machen über die Hälfte (51,4 Prozent) des gesamten Angebots aus.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Berchtesgadener Land bietet 523 Bewerberinnen und Bewerbern (Vorjahr 531) ein Angebot an 720 Ausbildungs- stellen, das sind 104 oder 12,6 Prozent weniger als im vorhergehenden Berichtsjahr.

Die beiden großen Berufsbereiche sind mit 224 Angeboten die Fertigungsberufe und 194 die Kaufleute und Handelsberufe. „Aktuell sind noch 351 Ausbildungsplätze unbesetzt“, erläutert Schankweiler, „wir appellieren an Eltern, Arbeitgeber und Schulen, die Ausbildungssuchenden möglichst zu unterstützen, damit der Einstieg ins Berufsleben gut gelingt“, so Schankweiler abschließend.

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf beträgt im März 4,4 Prozent, das ist eine Senkung um 0,4 Prozentpunkte im Vormonatsvergleich. 2.652 Menschen waren im März arbeitslos gemeldet, 200 oder 7,0 Prozent weniger als im Februar.

Im Vorjahresvergleich ist dies ein Anstieg um 4,4 Prozent, 111 Menschen weniger waren im März 2013 gemeldet.

Aktuell sind 326 jüngere unter 25 Jahre gemeldet, wovon 60 unter 20 Jahre alt sind. Im Februar waren es noch 316 junge Menschen, ein leichter Anstieg um 3,2 Prozent, das sind 10 Gemeldete. 903 Menschen sind älter als 50, darunter gehören 556 zu den Älteren über 55 Jahre. Diese Altersgruppe hat 34,0 Prozent Anteil an der Gesamtheit aller Arbeitslosen im Landkreis. Der Vormonatsvergleich zeigt einen leichten Rückgang um 5,0 Prozent, das sind 48 Menschen; der Vorjahresvergleich jedoch einen Anstieg um 86 Menschen, das sind 10,5 Prozent.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen beträgt 693, ein leichter Rückgang um 6 gegenüber Februar, allerdings eine Steigerung um 84 im Vorjahresvergleich, das entspricht 13,8 Prozent.

Getrennt nach Rechtskreisen zählen 1.310 Kunden zur Agentur für Arbeit und 1.342 Kunden des Jobcenters. 642 Neumeldungen, das sind 45 weniger als im Vormonat, und 6 mehr als im März 2013 wurden von der Arbeitsvermittlung bearbeitet. Hiervon kamen 288 aus Erwerbstätigkeit, 108 meldeten sich nach Ausbildung oder Qualifizierung und 217 kamen aus Nichterwerbstätigkeit. Dem stehen 845 Abmeldungen, das sind 214 oder 33,9 Prozent mehr als im Vormonat, gegenüber. Hiervon gingen 45,6 Prozent wieder in Erwerbstätigkeit, das sind 386 Menschen.

490 Stellenangebote sind beim Arbeitgeberservice registriert, gegenüber Februar ist das ein Plus von 14, bzw. 2,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 25 Stellen mehr. 142 Angebote sind aus dem Dienstleistungssektor, worunter 115 Angebote der Zeitarbeitsfirmen sind. 190 Angebote zählen zu den Fertigungsberufen und 124 aus „Gesundheit und Soziales“.

Der Ausbildungsstellenmarkt im Landkreis Mühldorf hat mit 617 Angeboten 8 weniger als im Berichtsjahr davor. Das entspricht einem Rückgang von 1,3 Prozent. Dem steht eine um 5,1 Prozent gestiegene Bewerberanzahl von 738 jungen Menschen, 36 mehr als im Vorjahr, gegenüber. „Unter diesen 738 jungen Menschen sind 58, die schon 2 Jahre oder länger ihren Schulabschluss hinter sich haben. Hier gilt es für den jungen Menschen, Chancen zu ergreifen und für die Arbeitgeber, auch Chancen für die sogenannten „Spätstarter“ zu gewähren“, appelliert Schankweiler.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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