Arbeitslosenquote sinkt auf 3,2 Prozent

Rosenheim - Positives auf dem Arbeitsmarkt: Im Agenturbezirk Rosenheim ist die Arbeitslosenquote im September auf 3,2 Prozent gesunken!

„Die positive Entwicklung der letzten Monate auf dem Arbeitsmarkt, setzt sich trotz dem leichten saisonbedingten Ausreißer zu Beginn der Ferien- und Urlaubszeit im August, auch im Monat September fort“, so Harald Neubauer Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim. Zum Stichtag (15. September) waren im Agenturbezirk Rosenheim 8650 Arbeitslose gemeldet. Das bedeutet einen Rückgang zum Vormonat um 850 Personen und zum Vorjahr sogar um 1750 Personen. Neubauer weiter: „Die Zahlen dokumentieren, dass die Wirtschaft weiterhin „Fahrt aufnimmt“ und die Unternehmen verstärkt Personal einstellen. Dabei ist hervorzuheben, dass wir bei den Jugendlichen (15 bis 25 Jahre) die größte Reduzierung verzeichnen können. Hier waren zur gleichen Zeit im Vorjahr noch 1 280 junge Menschen gemeldet, jetzt sind es 780 Personen, ein Rückgang um 39 Prozent“.

Übersichtskarte (pdf)

Eckwerte des Arbeitsmarktes (pdf)

Insgesamt verringerte sich die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte und liegt nun bei 3,2 Prozent. „Zuletzt haben wir diese Quote im November 2008 erreicht“, so der Agenturleiter.

Auf die jeweiligen Rechtskreise entfallen nach Sozialgesetzbuch III 4490 Arbeitslose, 630 weniger als im Monat davor und zum September des letzten Jahres ein Rückgang von 1 430 Personen. Derzeit werden nach Sozialgesetzbuch II von den ARGEn und der optierenden Kommune Miesbach 4160 Arbeitslose betreut. Das ist ein Minus zum August um 220 Personen.

Im Berichtszeitraum haben sich 3660 Männer und Frauen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, das waren 650 Personen mehr als im Vormonat. „Ganz besonders freut es uns, dass mit 1550 Personen die Zahl derjenigen die in eine Erwerbstätigkeit eingemündet sind, um 23 Prozent höher liegt als im August. Dabei sind die Ausbildungsstellen nicht mitgerechnet“ so Neubauer. Zugleich registrierten die Agenturen im Bezirk 2840 Zugänge. Damit haben sich 510 Personen weniger arbeitslos gemeldet als im Monat davor. Zum Vorjahr betrachtet stellt das sogar ein Rückgang von 16 Prozent dar. Neubauer erläutert: „Die verbesserte Situation auf dem Arbeitsmarkt war ausschlaggebend dafür, dass sich im Berichtszeitraum in beiden Rechtskreisen, weniger Menschen arbeitslos gemeldet und gleichzeitig mehr Arbeitslose abgemeldet haben als im Vormonat“.

Auch die Anzahl an eingegangen Stellen spricht für eine robuste Arbeitsmarktbelebung im September. Trotz der andauernden Urlaubs- und Ferienzeit in diesem Monat, meldeten die Arbeitgeber in unserer Region 1330 neue Stellen. Damit konnte der Vormonatswert um 200 Stellen übertroffen werden. Zum Vorjahr war das sogar eine Steigerung um 45 Prozent, oder absolut betrachtet ein Plus von 410 Stellen. Neben Personaldienstleistern haben vor allem der Handel und das Gastgewerbe im September einen erhöhten Personalbedarf angemeldet. Auch in der Metall- und Elektronikbranche sowie im Maschinenbau wird wieder verstärkt nach Mitarbeitern gesucht. Viele der vakanten Stellen können nicht immer mit den gewünschten Top-Bewerbern und Fachkräften besetzt werden. „Nutzen Sie deshalb die Chance und qualifizieren Sie ihre Mitarbeiter. Unter unserer Service-Nummer 0180 1 66 44 66* erklären Ihnen unsere Weiterbildungsberater und unser Arbeitgeberservice, welche Fördermöglichkeiten für Ihre Beschäftigten bestehen“ so Harald Neubauer.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 90 auf 1720 Betroffene zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent.

Von den 1720 Arbeitslosen werden 680 im SGB III–Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut, das sind 50 weniger als im Vormonat. Die Zahl der durch die ARGE Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II–Bereich liegt bei 1040, das sind 40 weniger als im Vormonat.

Im Landkreis Rosenheim ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent gesunken. Hier sind 3 650 erwerbslose Personen gemeldet, 400 weniger als im Vormonat.

Von den Beschäftigungslosen werden 1940 Personen (SGB III-Kunden) durch zwei Teams in der Hauptagentur Rosenheim betreut, 310 weniger als im Vormonat. Die ARGE Landkreis Rosenheim (SGB II-Kunden) ist für 1710 Frauen und Männer zuständig, 90 weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1720 gemeldeten Arbeitslosen einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 220. Die Quote liegt bei 2,8 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent).

Die Arbeitsagenturen in Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 950 Erwerbslose, 170 weniger wie im Vormonat. Die ARGE Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 770 SGB II–Kunden, 50 weniger als im August.

Im Landkreis Miesbach ist die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte gesunken, sie beträgt 3,2 Prozent. Hier sind derzeit 1551 Personen erwerbslos gemeldet, 142 weniger als im Vormonat.

913 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 101 weniger als im letzten Monat. Die optierende Kommune verzeichnet gegenüber dem Vormonat ein Minus von 41 Betroffenen und betreut derzeit aktuell 638 gemeldeten SGB II-Kunden.

Allgemeine Hinweise:

  • Ab Berichtsmonat Mai 2010 wurden die Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquote aktualisiert.
  • Ab dem Berichtsmonat Januar 2009 erfolgt die statistische Berichterstattung und Veröffentlichung der Arbeitslosenquoten durchgängig auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Damit können einheitliche Arbeitslosenquoten für alle Untergliederungen nach Strukturmerkmalen (in allen Regionen) ausgewiesen werden. Zusätzlich werden nun auch Arbeitslosenquoten für die Altersgruppen „50 bis unter 65“ und „55 bis unter 65“ veröffentlicht.
  • Betrifft die Arbeitslosenzahlen der Geschäftsstelle Holzkirchen / des Landkreises Miesbach und damit auch die Zahlen für den Agenturbezirk insgesamt:
  • Die Daten zur Arbeitslosigkeit speisen sich ab September 2005 aus den IT-Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA), aus plausibel bewerteten Datenlieferungen des zugelassenen kommunalen Trägers und - sofern keine plausible Daten geliefert wurden - aus ergänzenden Schätzungen der BA.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

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