Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,931 Millionen

Nürnberg - Gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November um 14 000 auf 2 931 000 gesunken. Das waren 284 000 weniger als vor einem Jahr.

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Dank der guten Konjunktur ist die Arbeitslosigkeit im November bundesweit weiter zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat waren 14.000 Menschen weniger erwerbslos, wie dieBundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Insgesamt waren damit 2,931 Millionen Menschen offiziell arbeitslos gemeldet - 284.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,0 Prozent.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte: “Der Arbeitsmarkt profitiert von der guten Konjunktur. Die Arbeitslosigkeit sinkt, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu, und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt.“

Damit setzte sich die gute Entwicklung der vergangenen Monate fort. Im Oktober war die Zahl der Arbeitslosen auf 2,945 Millionen und damit erstmals seit gut zwei Jahren wieder unter die Drei-Millionen-Marke gesunken. Sie hatte zugleich den niedrigsten Oktoberstand seit 1992 erreicht.

Wie die Behörde weiter mitteilte, bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften auf hohem Niveau. Im November stieg die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen saisonbereinigt um 10.000. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand auf 394.000. Auf Jahressicht entspricht dies einem Zuwachs um 104.000 Stellen.

Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit aber bereits im Dezember wieder über drei Millionen steigen. Ein Unterschreiten der Drei-Millionen-Grenze sei angesichts der einsetzenden Winterarbeitslosigkeit eher unwahrscheinlich, sagte Vorstandschef Frank-Jürgen Weise am Dienstag in Nürnberg.

Im Januar und Februar rechnet der BA-Chef mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 200 000 bis 300 000. Im schlechtesten Fall könnten es sogar bis zu 500 000 Jobsucher mehr sein, erläuterte Weise. Ziehe man saisonale Effekte ab, gehe die Erholung am Arbeitsmarkt aber weiter.

dapd/dpa

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