Arbeitsmarktbericht April des Bezirks Rosenheim

1620 offene Lehrstellen, Arbeitslosenquote sinkt auf 2,7 Prozent

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Landkreis Rosenheim - Von dem derzeit guten Arbeitsmarkt profitieren derzeit alle Personen- und Beschäftigungsgruppen: Im April herrschte die beste Beschäftigungslage seit 25 Jahren im Agenturbezirk 

Dr. Nicole Cujai, die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur, hat für den April gute Zahlen im Gepäck: „Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin sehr aufnahmefähig. Im vergangenen Monat waren im Agenturbezirk Rosenheim 7 960 Personen erwerbslos gemeldet, 820 weniger als im Vormonat und 540 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote ist um 0,3 Prozentpunkte zurückgegangen und liegt mit 2,7 Prozent erstmals in einem April unter der Marke von drei Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent)“, sagt Cujai, und weiter: „Besonders erfreulich ist, dass bei allen Personengruppen im April ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen war. So ergab sich bei den über 55Jährigen ein Minus um 160 auf nun 1 900 Betroffene. Die Anzahl der als erwerbslos gemeldeten Ausländer ging im Betrachtungszeitraum um 180 auf 2 250 Personen zurück und auch bei den Schwerbehinderten sind mit 590 Erwerbslosen 40 Betroffene weniger gemeldet als im März.“

Besonders stark ist der Rückgang der Erwerbslosen bei Männern mit einem Minus von 630 Personen auf nun 4 470 Erwerbslose. Die Anzahl der als arbeitslos gemeldeten Frauen sank dagegen lediglich um 190 auf nun 3 490 Betroffene. Die Agenturleiterin dazu: „Das liegt vor allem daran, dass Männer häufig in wetterabhängigen Außenberufen wie Gartenbau- und Forstbetrieben oder im Baugewerbe tätig sind. In diesen Branchen war im vergangenen Monat ein Rückgang der Arbeitslosen um gut 40 Prozent zu verzeichnen.“

Es gibt aktuell 1620 offene Lehrstellen

Auch die Firmen im Agenturbezirk, vor allem kleine und mittelständische Betriebe, blicken positiv in die Zukunft und meldeten bei der Agentur für Arbeit im vergangenen Monat 1 020 neu zu besetzende Arbeitsstellen, 970 davon sozialversicherungspflichtig. Insgesamt waren zum Zähltag 4 330 Beschäftigungsangebote registriert, 4 010 davon sozialversicherungspflichtig. „Offene Stellen bieten insbesondere das verarbeitende Gewerbe, die Bauwirtschaft, der Handel einschließlich der Autohäuser, die Gastronomie und das Gesundheits- und Sozialwesen“, erklärt Cujai. „Aber auch auf dem Ausbildungsmarkt tut sich weiterhin viel: Bei der Agentur für Arbeit sind aktuell 1 620 offene Lehrstellen gemeldet, die meisten sind noch zum Ausbildungsbeginn im Herbst zu besetzen. Vor allem in den Ausbildungsberufen Koch, Bäcker, Fleischer sowie Hotel- und Restaurantfachmann sowie im Verkauf, aber auch im kaufmännischen Bereich, beispielsweise für Steuerfachangestellte, gibt es noch viele Angebote. Interessierte können gerne unter der kostenlosen Servicenummer 0800/4 5555 00 einen Termin mit der Berufsberatung vereinbaren, oder im Internet unter www.arbeitsagentur.de gleich nach Ausbildungsstellen suchen.“

Im Berichtszeitraum vom 15. März bis zum 12. April haben sich 3 650 Personen bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern abgemeldet, wohingegen sich lediglich 2 830 Personen neu oder erneut arbeitslos gemeldet haben. Hierdurch ergibt sich der deutliche Rückgang der Arbeitslosenzahl auf nun 7 960 Betroffene. Insgesamt waren im April 2 710 Männer und 1 950 Frauen im Rechtskreis SGB III bei der Agentur für Arbeit, die die Hauptagentur in Rosenheim sowie Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen umfasst, gemeldet. 1 760 Männer und 1 540 Frauen waren im Rechtskreis SGB II bei den Jobcentern in Stadt und Landkreis Rosenheim, im Jobcenter Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, sowie im Jobcenter des Landkreises Miesbach (Optionskommune) als arbeitslos registriert. Erfreulich: Auch die Anzahl der Langzeitarbeitslosen ist gegenüber dem Vormonat um 40 auf 1 640 Personen zurückgegangen. Damit sind 150 Personen weniger als langzeitarbeitslos gemeldet als im April 2016.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:

  • Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent (Vormonat: 4,9 Prozent). Derzeit sind 1 577 Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, verringert sich die Arbeitslosigkeit um 76 auf 708 Personen. Für 869 arbeitslose SGB II-Kunden, 16 weniger als im März, ist das Jobcenter Rosenheim Stadt zuständig. Insgesamt betreut das Jobcenter 2 374 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1 857 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben. 
  • Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 2,5 Prozent (Vormonat: 2,7 Prozent). Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt für den Landkreis beträgt 3 412 Personen. Hiervon sind 1 968 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 220 weniger als im Vormonat. Darüber hinaus kümmert sich das Jobcenter Landkreis Rosenheim um 1 444 arbeitslose SGB II-Kunden, drei weniger als im März. Insgesamt betreut das Jobcenter 3 815 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 3 005 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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