Arbeitsmarktbericht Februar Agentur für Arbeit Traunstein

Freundliche Februarquote dank milder Witterung

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Landkreis - Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein betrug im Februar 4,3 Prozent, ein Gleichstand zum Januar und ein Anstieg zum Dezember von 0,8 Prozentpunkten. Auch im Februar 2016 lag die Quote bei 4,3 Prozent. Aktuell sind 11 552 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 25 weniger als im Januar und 144 mehr als im Vorjahresmonat.

Die Landkreisquoten im Einzelnen: Traunstein 3,8 Prozent, Altötting 4,1 Prozent, Berchtesgadener Land 5,4 Prozent und Mühldorf 4,4 Prozent. Unter den 11.552 Menschen sind 1 174 Jüngere unter 25 Jahren, das sind 40 mehr als im Januar. „Darunter sind erfahrungsgemäß auch viele Wiedereinsteller aus den Bauberufen und der Hotellerie“, erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, „auch Ausbildungsabbrecher sind dabei. Hier suchen wir sofort nach einer Anschlussausbildung oder einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme. Momentan werden viele Berufsinfomessen in den Schulen veranstaltet; wir appellieren an die jungen Leute, die in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen wollen, sich intensiv und ehrlich zu sich selbst zu informieren und sich bei uns beraten zu lassen“, so Müller abschließend.

Die isolierte Arbeitslosenquote bei dieser Altersgruppe liegt aktuell bei 3,6 Prozent, in der Untergruppe der 15 - 20 Jährigen liegt sie bei 1,9 Prozent. Bei den Langzeitarbeitslosen, die schon länger als ein Jahr auf der Suche sind, unterscheidet sich die Anzahl um minus 27 im Vormonatsvergleich, aktuell sind noch 2 341 Menschen in dieser Situation, 124 weniger als vor einem Jahr. „Die Gründe für Langzeitarbeitslosigkeit sind vielfältig“, führt Müller aus, „wir haben eine Fülle von Informationsangeboten. Hier die richtigen für sich zu finden, sei es Qualifizierung, Kinderbetreuung oder berufliche Neuorientierung, braucht eine intensive Beratung. Entscheidend ist zudem, zu wissen, wo die Gestaltungsfreiräume sind, die man sich auch selbst gestatten möchte“, so Müller abschließend.

3 336 Menschen konnten sich im Februar aus Arbeitslosigkeit abmelden. Das sind 893 mehr als im Januar und 111 mehr als im Februar des Vorjahres. Darunter waren 1 315 Abmeldungen in Erwerbstätigkeit, 664 davon nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf und 1 207 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Von den 3 311 Neumeldungen kamen 1 545 Menschen aus Erwerbstätigkeit, „Das ist weniger als die Hälfte als im Januar“, kommentiert Müller, „ein weiterer Beleg für die hohe saisonale Dynamik.“ 695 neu gemeldete Menschen kamen aus Ausbildung oder Qualifizierung und 951 aus Nichterwerbstätigkeit. Aktuell sind 3 351 Stellen im Bestand, ein Anstieg gegenüber Januar um 262 und gegenüber Vorjahresmonat um 469 Angebote das entspricht 16,3 Prozent. Im Februar sind 1 136 Stellen neu gemeldet worden, eine Zunahme um 10,7 Prozent oder 110 Stellen im Vorjahresvergleich.

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein betrug im Februar 3,8 Prozent, das ist ein Gleichstand zum Januar. Im Februar 2016 lag sie bei 3,7 Prozent. 3 541 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 107 Menschen mehr als vor einem Jahr. Im Vormonatsvergleich sind es 24 Menschen oder 0,7 Prozent mehr. 36,9 Prozent oder 1 306 Menschen sind älter als 50 Jahre, verglichen mit Januar sind dies 15 Menschen mehr, im Vorjahresmonat waren es 61 weniger. 671 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, 14 weniger als im Januar und 7 weniger als im Vorjahresmonat. 393 Menschen sind jünger als 25 Jahre, ein Anstieg um 30 zum Vormonat und um 36 junge Menschen zum Vorjahresmonat.

1 043 Neumeldungen wurden in Traunstein registriert, das sind 549 weniger als im Januar. „Wenn die schneefreie Witterung anhält, gehen wir davon aus, dass der Saisonhöchststand überschritten ist“, erläutert Müller, „Wiedereinstellungszusagen sind für alle Beteiligten wichtig, der Arbeitgeber erhält sich sein Stammpersonal und der Arbeitnehmer kann sich auf seinen Arbeitsplatz verlassen. Wir werden wie jedes Jahr in den nächsten Wochen verstärkt nachfragen“, so Müller. 505 Neumeldungen kamen aus Erwerbstätigkeit, 197 haben eine Ausbildung oder Qualifizierung beendet und 300 meldeten sich aus Nichterwerbstätigkeit arbeitslos. 1 015 Abmeldungen wurden gezählt, 172 mehr als im Januar. Hiervon gingen 388 Menschen in Erwerbstätigkeit, 194 begannen eine Ausbildung und 399 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab.

Geteilt nach Rechtskreisen zählen von den 3 541 arbeitslos Gemeldeten 2 288 Menschen zu den Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 253 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II). Im Arbeitgeberservice waren im Februar 1 039 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar sind das 86 und gegenüber Vorjahresmonat 47 Angebote mehr. Darunter sind 351 Angebote aus dem Bereich Produktion und Fertigung, 192 Angebote aus den sozialen und Gesundheitsberufen und 205 aus dem Bereich kaufmännische Dienstleistungen.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im Februar 4,1 Prozent, ein Gleichstand zum Januar. 2 530 Menschen waren im Februar arbeitslos gemeldet das sind 8 Menschen mehr als im Vormonat. Im Vorjahresmonat waren es 28 Menschen weniger, als die Quote bei ebenfalls 4,1 Prozent lag. Darunter sind 269 (Vormonat 259) Jüngere unter 25 Jahren und 50 (Vormonat 48) unter 20 Jahren. Im Februar 2016 waren es noch 8 junge Menschen weniger in dieser Altersgruppe. „Der wichtigste Baustein für ein stabiles Berufsleben ist eine Ausbildung“, stellt Müller fest, „damit diese gelingt, müssen im Vorfeld die Information, die Beratung und die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten stehen.“

891 Menschen sind älter als 50 Jahre, das sind 40 weniger als im Februar des Vorjahres und 27 weniger als im Januar. 7,7 Prozent der Gesamtheit sind schwerbehinderte Menschen. Mit 196 in dieser Gruppe sind es zwei Menschen weniger als im Januar, jedoch 7 mehr als im Vorjahresmonat. Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 499 im Vorjahresvergleich um 53 Menschen gesunken, das ist ein Rückgang um 9,6 Prozent. Im Vormonat waren es 6 Menschen mehr. 779 Neumeldungen, 93 weniger als im Vormonat, stehen 769 Abmeldungen gegenüber. Hiervon konnten 277 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden. 182 nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf und 276 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Getrennt nach Rechtskreisen gehören 1 450 (Vormonat 1 450) Menschen zu den Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 080 (Vormonat 1 095) sind Kunden des Jobcenters (SGB II).

627 Stellen sind im aktuellen Bestand, 45 mehr als im Januar und 94 mehr als im Februar 2016, das ist ein Anstieg um 17,6 Prozent. 209 Angebote, das sind 66 mehr als im Vormonat, wurden neu aufgenommen. 231 offene Stellen gibt es bei Produktion und Fertigung, gefolgt von 92 Angeboten bei Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit und 85 aktuellen Angeboten im Gesundheits- und Sozialwesen.

Landkreis Berchtesgadener Land

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land betrug im Februar 5,4 Prozent, das sind 2 736 Menschen, 5 weniger als im Januar und 37 weniger als im Vorjahresvergleich, als die Quote bei 5,6 Prozent lag. Unter den 2 736 Menschen sind 244 jüngere unter 25 Jahren, darunter 45 unter 20 Jahre. Im Januar waren es noch 10 bzw. 2 junge Menschen weniger. Im Februar 2016 waren es 14 mehr. 1 020 Menschen sind älter als 50 Jahre, ein leichter Rückgang um 6 verglichen mit Januar und ein Rückgang um 24 im Vorjahresvergleich. „Wir kennen aus den Beratungen Menschen zwischen 50 und 60, die mit Schwung und Motivation noch einmal durchstarten möchten“, berichtet Müller, „wir haben auch Vertreter dieser Altersgruppe, die durch gesundheitliche Einschränkungen nur sehr zögerlich den eigenen Wiedereinstieg in Angriff nehmen. Diese Bandbreite nimmt uns und die Arbeitgeber in die Pflicht, sachlich Leistung und Motivation zu bewerten, mit dem Lebensalter im deutlichen Nachrang“, appelliert Müller.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Jahresvergleich um 3,5 Prozent bzw. 18 Menschen gestiegen, das heißt, 534 Menschen sind aktuell davon betroffen, länger als ein Jahr nach einer Arbeitsstelle zu suchen. Der Anteil an der Grundgesamtheit beträgt 19,5 Prozent. 700 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, gegenüber 675 im Vormonat. Darunter waren 520 Kunden der Agentur (SGB III) und 180 Kunden des Jobcenters (SGB II). Insgesamt 344 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, 97 gingen in Ausbildung oder Qualifizierung, 233 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 698 Neumeldungen sind zu notieren, das sind 504 weniger oder minus 41,9 Prozent verglichen mit Januar. 896 Stellen, ein Anstieg um 107, sind im Bestand, hiervon 337 neue Angebote. Im Vergleich zu Januar sind das 178 mehr und im Vormonatsvergleich 65 Stellenzugänge mehr. Die größten Anteile am Bestand haben Stellenangebote aus Produktion und Fertigung mit 301, Handel und Tourismus mit 172, und Gesundheits- und Sozialberufe mit 140 aktuellen Stellen.

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf lag im Februar bei 4,4 Prozent. 2 745 Menschen waren gemeldet, 52 weniger als im Vormonat und 46 mehr als im Vorjahresvergleich, als die Quote ebenfalls bei 4,4 Prozent lag. Im Januar lag die Arbeitslosenquote bei 4,5 Prozent. Die Altersgruppen teilten sich im Februar so auf: 268 jüngere unter 25 Jahren, darunter 61 unter 20 Jahren, gegenüber 278 im Vormonat und 284 im Vorjahresmonat.

Unter den 2 745 sind 868 Menschen zwischen 50 und 65 Jahren. Das sind 21 weniger als im Januar und 24 weniger als im Februar des Vorjahres. Diese Gruppe bildet 31,6 Prozent der Gesamtheit. 220 arbeitslose schwerbehinderte Menschen im Landkreis Mühldorf bilden 8,0 Prozent aller Gemeldeten. Hier sind es 6 weniger als im Januar und 1 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. „Die Anzahl der Menschen mit Schwerbehinderung verändert sich nicht stark“, erläutert Müller, „wir haben ein speziell ausgebildetes Beraterteam; auch besondere Förderinstrumente beispielsweise für Arbeitshilfen können viele vermeintliche Hindernisse beseitigen. Wir appellieren auch hier an Arbeitgeber, bei einem Bewerber mit Schwerbehinderung lieber anzufragen, als von vorneherein abzulehnen“, so Müller. 852 Menschen konnten im Februar ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 359 mehr als im Januar, eine Steigerung um 72,8 Prozent. Darunter waren 518 Kunden der Agentur (SGB III) und 334 Kunden des Jobcenters (SGB II). Hiervon gingen 306 in Erwerbstätigkeit, 191 in Ausbildung und 299 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab.

791 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Hiervon kamen 338 aus Erwerbstätigkeit, 180 Menschen kamen aus Ausbildung und Qualifizierung und 249 kamen aus Nichterwerbstätigkeit. 789 Stellenangebote sind im aktuellen Bestand, hiervon 207 neu aufgenommene. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 94 Stellen mehr, im Januar waren es 24 weniger. Unter den sozialversicherungspflichtigen Angeboten sind 288 aus dem Bereich Rohstoffgewinnung und Fertigung. Im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen sind 137 Stellenangebote offen, bei kaufmännischen Dienstleistungen und Handel gibt es 102 Chancen.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / Julian Strate

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