Insgesamt 420 Arbeitslose weniger

Landkreis - Im Agenturbezirk Rosenheim ist die Arbeitslosenquote im September wieder auf unter drei Prozent gesunken. Die Leiterin der Arbeitsagentur erklärt den Trend:

„Mit dem Ende der Urlaubs- und Ferienzeit in Bayern geht üblicherweise die Zahl der Arbeitslosen auch bei uns in der Region zurück. So hat sich im September die Zahl der Erwerbslosen gegenüber dem Vormonat um 420 Personen reduziert“, kommentiert Dr. Nicole Cujai, Leiterin der Rosenheim Arbeitsagentur die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Cujai weiter: „Mit etwas über 8 000 Arbeitslosen (8 078) errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent (Vormonat 3,1 Prozent). Diesen niedrigen Wert erreichten wir auch in den Monaten Juni und Juli diesen Jahres, sowie im September letzten Jahres. Dies zeigt, dass der Arbeitsmarkt stabil ist.“

„Gerade zu dieser Jahreszeit wirkt sich aber auch der Start weiterführender Schulen und sonstiger Bildungsmaßnahmen positiv auf die Zahl der Erwerbslosen aus, denn viele junge Menschen unter 25 Jahren melden sich nur über die Sommermonate arbeitslos. Sie melden sich umgehend ab, wenn sie ein Studium aufnehmen, eine weiterführende Schule besuchen, oder eine neue Arbeitsstelle gefunden haben“, ergänzt Cujai. Insgesamt haben sich 780 arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet, davon 350 in schulische Aus- und Weiterbildung, weitere 250 in Arbeit. Aktuell sind im Agenturbezirk Rosenheim (kreisfreie Stadt Rosenheim, Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen) noch 845 junge Menschen als arbeitslos registriert. Das bedeutet einen Rückgang um 240 Personen oder ein Minus von 22 Prozent gegenüber August. Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen unter 25 Jahren liegt bei 2,4 Prozent.

Im Berichtszeitraum (14. August bis 12. September) sind deutlich weniger „neue“ Arbeitslose zu den Arbeitsagenturen und Jobcentern gekommen als noch in der Vorperiode. Bis zum Stichtag (12.09.2013) wurden 2 400 neue oder erneute Zugänge registriert, das waren 430 weniger als im Vormonat, gegenüber dem Vorjahr bedeutet es ein Plus von 90 Personen. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Abmeldungen wieder deutlich nach oben gegangen, das heißt, im September haben sich 2 830 Arbeitslose abgemeldet, das sind fast 400 Abmeldungen mehr als im Vergleich zum August. Um den Fachkräftebedarf der Wirtschaft zu bedienen, wird weiter in die Qualifizierung Arbeitsloser investiert. So haben im September über 1 000 arbeitslose Männer und Frauen eine „arbeitsmarktpolitische Maßnahme“ begonnen, darunter fallen zum Beispiel klassische berufliche Weiterbildungskurse. Cujai dazu: „Es ist uns ein großes Anliegen, bedarfsgerecht zu schulen. Gleichzeitig möchte ich aber auch die Arbeitgeber ermuntern, sich Bewerber mit einem „zweiten Blick“ anzusehen, vielleicht wird er/sie mit Qualifizierung zum idealen Mitarbeiter, zum Beispiel über das Modell einer betrieblichen Umschulung, auch als Alternative für fehlende Azubis. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Kampagne der Bundesagentur für Arbeit „AusBILDUNG wird was – Spätstarter gesucht“ hinweisen. Unsere Vermittlungsfachkräfte vom Arbeitgeberservice beraten Sie diesbezüglich gerne.“

Im September haben die Arbeitsvermittler 825 neue sozialversicherungspflichtige Stellenangebote (minus 23 Prozent gegenüber dem Vormonat) entgegengenommen. Die Agenturleiterin zu den Stellen: „Wir haben nach wie vor in unserem Agenturbezirk einen guten Arbeitsmarkt. Mit 2 650 freien sozialversicherungspflichtigen Stellenangeboten liegen wir nur knapp unter den Vorjahreswerten, aber in Bezug auf Neueinstellungen sind unsere Arbeitgeber eher vorsichtig. Wir bieten deshalb auch die Möglichkeit einer Probearbeit an, denn sowohl Arbeitslose als auch Arbeitgeber haben damit die Chance, sich risikolos gegenseitig kennenzulernen. Rufen Sie uns unter der kostenlosen Hotline 0800 4 5555 20 an oder setzen Sie sich mit ihrer/m zuständigen Arbeitsvermittler/in in Verbindung.“

Ein kurzer Blick auf die Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen: Von der Arbeitsagentur in Rosenheim, mit den Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen werden aktuell 4 380 Arbeitslose nach dem Sozialgesetzbuch III betreut. Das bedeutet einen Rückgang zum Vormonat um 350 Personen. Die Jobcenter sind derzeit für 3 700 Menschen im Rechtskreis Sozialgesetzbuch II zuständig. Damit müssen sie 60 Personen weniger betreuen als im August.

Der Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen:

In der Stadt Rosenheim ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1 587 Betroffenen gegenüber dem Vormonat um 93 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,3 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent. Von den betroffenen Personen werden derzeit 623 (minus 58) im SGB III – Bereich von der Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut. Die Zahl der durch das Jobcenter Rosenheim Stadt betreuten Kunden im SGB II – Bereich ist mit 964 gegenüber dem Vormonat um 35 gesunken.

Der Landkreis Rosenheim weist eine Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent auf (Vormonat 2,7 Prozent). Hier sind mit 3 419 erwerbslosen Personen 110 weniger gemeldet als im August. Von den Beschäftigungslosen werden 2 042 Personen durch die Hauptagentur in Rosenheim (SGB III) betreut, 105 weniger als im August. Das Jobcenter Landkreis Rosenheim (SGB II) ist für 1 377 arbeitslose Frauen und Männer zuständig, fünf weniger als im Vormonat.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnet mit 1 747 gemeldeten Arbeitslosen eine Abnahme (minus 154) bei der Arbeitslosigkeit. Die Quote ist mit 2,7 Prozent um 0,2 Prozentpunkte gesunken. Die Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen betreuen insgesamt 947 Erwerbslose, 142 weniger als im Vormonat. Das Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen kümmert sich um 800 SGB II – Kunden (minus zwölf gegenüber dem Vormonat).

Im Landkreis Miesbach ist die Arbeitslosenquote auf 2,6 Prozent zurückgegangen (Vormonat 2,8 Prozent). Hier sind derzeit 1 325 Personen erwerbslos gemeldet, 59 weniger als im Vormonat. 768 Männer und Frauen werden von der Agentur für Arbeit in Holzkirchen betreut, 49 weniger als im August. Im SGB II-Rechtskreis weist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ein Minus von zehn Betroffenen aus, aktuell sind 557 SGB II – Kunden als arbeitslos gemeldet.

Pressemeldung Arbeitsagentur

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser