Arbeitsmarktbericht Februar Agentur für Arbeit Traunstein

Milder Winter entspannt die Arbeitslosenquote

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Landkreis Traunstein/Altötting/Mühldorf/Berchtesgadener Land - Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein betrug im Februar 4,3 Prozent. Ein Rückgang gegenüber Vormonat Januar um 0,1 Prozentpunkte, das sind 199 Menschen.

Die Landkreisquoten im Einzelnen: Traunstein 3,7 Prozent, Altötting 4,1 Prozent, Berchtesgadener Land 5,6 Prozent und Mühldorf 4,4 Prozent. 11.408 Menschen sind aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen, das sind 190 weniger als im Februar 2015. Unter den 11.408 Menschen sind 1 160 Jüngere unter 25 Jahren, das sind 26 mehr als im Januar. „Darunter sind erfahrungsgemäß auch Ausbildungsabbrecher“, erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein. „in den meisten Fällen wird sofort nach einer Anschlussausbildung oder einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme gesucht. Momentan werden viele Berufsinfomessen in den Schulen veranstaltet; wir appellieren an die jungen Leute, die in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen wollen, sich intensiv und ehrlich zu sich selbst zu informieren und sich bei uns beraten zu lassen. Wir erleben häufig, dass sich die Vorstellung oder das Image eines Berufes nicht mit dem Berufsalltag deckt“, appelliert Müller abschließend. Die isolierte Arbeitslosenquote bei dieser Altersgruppe liegt aktuell bei 3,5 Prozent, in der Unter-gruppe der 15 - 20 Jährigen liegt sie bei 1,8 Prozent.

Bei den Langzeitarbeitslosen, die schon länger als ein Jahr auf der Suche sind, unterscheidet sich die Anzahl um minus 46 im Vormonatsvergleich, aktuell sind noch 2 465 Menschen in dieser Situation, 15 mehr als vor einem Jahr. „Die Gründe für Langzeitarbeitslosigkeit sind so vielfältig, wie die Menschen selbst“, führt Müller aus, „wir haben speziell geschulte Beraterinnen und Berater, die aus der Fülle von Informationsangeboten die richtigen und individuell passenden anbieten können, sei es Qualifizierung, Kinderbetreuung oder berufliche Neuorientierung. Entscheidend ist, zu wissen, wo die Gestaltungsfreiräume sind, die man sich auch selbst gestatten möchte“, so Müller abschließend. 3 225 Menschen konnten sich im Februar aus Arbeitslosigkeit abmelden. Das sind 680 mehr als im Januar und 420 mehr als im Februar des Vorjahres. Darunter waren 1 409 Abmeldungen in Erwerbstätigkeit, 554 davon nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf, 1 088 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab und 174 gaben sonstige Gründe an oder machten keine Angabe.

Von den 3 012 Neumeldungen kamen 1 482 Menschen aus Erwerbstätigkeit, 594 aus Ausbildung oder Qualifizierung und 860 aus Nichterwerbstätigkeit. Aktuell sind 2 882 Stellen im Bestand, ein Anstieg gegenüber Januar um 217 und gegenüber Vorjahresmonat um 402 Angebote das entspricht 16,2 Prozent. Im Februar sind 1 026 Stellen neu gemeldet worden, ein Rückgang um 3,0 Prozent oder 32 Stellen im Vorjahresvergleich. Im Januar waren es noch 255 Angebote weniger.

Landkreis Traunstein

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein beträgt im Februar 3,7 Prozent, das ist um einen Prozentpunkt niedriger als im Januar. Im Februar 2015 lag sie bei 3,8 Prozent. 3 434 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 48 Menschen weniger als vor einem Jahr. Im Vormonatsvergleich sind es 35 Menschen oder 1,0 Prozent weniger. 36,3 Prozent oder 1 245 Menschen sind älter als 50 Jahre, verglichen mit Januar sind dies 14 Menschen weniger, im Vorjahresmonat waren es 11 mehr. 678 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, genauso viele wie im Januar und 16 mehr als im Vorjahresmonat. 357 Menschen sind jünger als 25 Jahre, ein Anstieg um 9 zum Vormonat und um 16 junge Menschen zum Vorjahresmonat. 895 Neumeldungen wurden in Traunstein registriert, das sind 678 weniger als im Januar.

„Wenn die milde Witterung anhält, gehen wir davon aus, dass der Saisonhöchststand überschritten ist“, erläutert Müller, „Wiedereinstellungszusagen sind für alle Beteiligten wichtig, der Arbeitgeber erhält sich sein Stammpersonal und der Arbeitnehmer kann sich auf seinen Arbeitsplatz verlassen. Wir werden wir jedes Jahr in den nächsten Wochen verstärkt nachfragen“, so Müller. 483 Neumeldungen kamen aus Erwerbstätigkeit, 146 haben eine Ausbildung oder Qualifizierung beendet und 229 meldeten sich aus Nichterwerbstätigkeit arbeitslos. 932 Abmeldungen wurden gezählt, 51 mehr als im Januar. Hiervon gingen 431 Menschen in Erwerbstätigkeit, 131 begannen eine Ausbildung und 305 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Geteilt nach Rechtskreisen sind von den 3 434 arbeitslos Gemeldeten zählen 2 087 Menschen zu den Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 347 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II). Im Arbeitgeberservice waren im Februar 992 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar sind das 52 und gegenüber Vorjahresmonat 133 Angebote mehr. Darunter sind 342 Angebote aus dem Bereich Produktion und Fertigung, 193 Angebote aus den sozialen und Gesundheitsberufen und 167 aus dem Bereich kaufmännische Dienstleistungen.

Landkreis Altötting

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Altötting betrug im Februar 4,1 Prozent, ein Rückgang um 0,1 Prozentpunkte gegenüber Januar. 2 502 Menschen waren im Februar arbeitslos gemeldet das sind 26 Menschen weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich waren es 39 Menschen weniger, als die Quote bei 4,2 Prozent lag. Darunter sind 261 (Vormonat 249) Jüngere unter 25 Jahren und 55 (Vormonat 56) unter 20 Jahren. Im Februar 2015 waren es noch 12 junge Menschen weniger in dieser Altersgruppe; das entspricht einem Anstieg um 4,8 Prozent. „Der wichtigste Baustein für ein stabiles Berufsleben ist eine Ausbildung“, stellt Müller fest, „selbst wenn sich Anforderungen ändern, ist sie als Grundlage für weitere Qualifizierungen oder Aufstiegsfortbildungen kaum zu ersetzen.“ 931 Menschen sind älter als 50 Jahre, das sind 26 mehr als im Februar des Vorjahres und 22 weniger als im Januar. 7,6 Prozent der Gesamtheit sind schwerbehinderte Menschen. Mit 189 in dieser Gruppe ist ein leichter Rückgang gegenüber Januar um 8 zu zählen.

Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 552 im Vorjahresvergleich um 20 Menschen gesunken, der Februarwert zeigt 17 weniger. 677 Neumeldungen, fast ein Drittel weniger als im Vormonat, stehen 712 Abmeldungen gegenüber. Hiervon konnten 311 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden. 104 nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf und 250 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Getrennt nach Rechtskreisen gehören 1 362 (Vormonat 1 411) Menschen zu den Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) und 1 140 (Vormonat 1 117) sind Kunden des Jobcenters (SGB II). 533 Stellen sind im aktuellen Bestand, 49 mehr als im Januar und 133 mehr als im Februar 2015, das ist ein Anstieg um 33,3 Prozent. 189 Angebote, das sind 20 mehr als im Vormonat, wurden neu aufgenommen. Die größten Anteile an den Stellenangeboten haben Gesundheits- und Sozialwesen mit 69, verarbeitendes Gewerbe mit 189 und Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit mit 85 aktuellen Angeboten.

Landkreis Mühldorf

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Mühldorf lag im Februar bei 4,4 Prozent. 2 699 Menschen waren gemeldet, 25 weniger als im Vormonat und 61 weniger als im Vorjahresvergleich, als die Quote noch bei 4,6 Prozent lag. Die Altersgruppen teilten sich im Februar so auf: 284 jüngere unter 25 Jahren, da-runter 39 unter 20 Jahren, gegenüber 255 im Vormonat und 268 im Vorjahresmonat. Das bedeutet in dieser Altersgruppe eine Steigerung im Monatsvergleich um 11,4 Prozent. Unter den 2 699 sind 892 Menschen zwischen 50 und 65 Jahren. Das sind 7 weniger als im Januar und 51, das sind 5,4 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Diese Gruppe bildet 33,0 Prozent der Gesamtheit. 221 arbeitslose schwerbehinderte Menschen im Landkreis Mühldorf bilden 8,2 Prozent aller Gemeldeten. Hier sind es 18 weniger als im Januar und 32 weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

„Für Menschen mit einer Schwerbehinderung haben wir ein speziell ausgebildetes Beraterteam“, erläutert Müller, „auch besondere Förderinstrumente beispielsweise für Arbeitshilfen können viele vermeintliche Hindernisse beseitigen. Wir appellieren auch hier an Arbeitgeber, bei einem Bewerber mit Schwerbehinderung lieber anzufragen, als von vorneherein abzulehnen“, so Müller. 798 Menschen konnten im Februar ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 311 mehr als im Januar, eine Steigerung um 63,9 Prozent. Darunter waren 491 Kunden der Agentur (SGB III) und 307 Kunden des Jobcenters (SGB II). Hiervon gingen 301 in Erwerbstätigkeit, 208 in Ausbildung und 254 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 781 Menschen meldeten sich erstmals oder erneut arbeitslos. Hiervon kamen 315 aus Erwerbstätigkeit, 215 Menschen kamen aus Ausbildung und Qualifizierung und 229 kamen aus Nichterwerbstätigkeit.

Landkreis Berchtesgadener Land

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Berchtesgadener Land beträgt im Februar 5,6 Prozent, das sind 2 773 Menschen, 113 weniger als im Januar und 42 weniger als im Vorjahresvergleich, als die Quote bei 5,7 Prozent lag. Unter den 2 773 Menschen sind 258 jüngere unter 25 Jahren, darunter 41 unter 20 Jahre. Im Januar waren es noch 24 bzw. 5 junge Menschen mehr. Im Februar 2015 waren es 23 (8) mehr. 1 044 Menschen sind älter als 50 Jahre, ein leichter Rück-gang um 13 verglichen mit Januar und ein ebenso leichter Anstieg um 31 im Vor-jahresvergleich. „Wir kennen aus den Beratungen Menschen zwischen 50 und 60, die voller Elan noch einmal durchstarten möchten“, berichtet Müller, „wir haben auch Vertreter dieser Altersgruppe, die durch gesundheitliche Einschränkungen oder problematische Lebensphasen nur sehr zögerlich den eigenen Wiedereinstieg in Angriff nehmen. Diese Bandbreite nimmt uns und die Arbeitgeber in die Pflicht, sachlich Leistung und Motivation zu bewerten, mit dem Lebensalter im deutlichen Nachrang“, appelliert Müller.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Jahresvergleich um 4,7 Prozent bzw. 23 Menschen gestiegen, das heißt, 516 Menschen sind aktuell davon betroffen, länger als ein Jahr auf der Suche nach einer Arbeitsstelle zu sein. Der Anteil an der Grundgesamtheit beträgt 18,6 Prozent. 783 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden, gegenüber 675 im Vormonat. Darunter waren 560 Kunden der Agentur (SGB III) und 223 Kunden des Jobcenters (SGB II). Insgesamt 366 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, 111 gingen in Ausbildung oder Qualifizierung, 279 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. 659 Neumeldungen sind zu notieren, das sind 674 weniger oder minus 50,6 Prozent verglichen mit Januar. 662 Stellen, ein Anstieg um 99, waren im Bestand, hiervon 272 neue Angebote. Im Vergleich zu Januar sind das 96 mehr und im Vormonatsvergleich 33 Stellenzugänge mehr. Die größten Anteile am Bestand haben Stellenangebote aus dem Handel und Tourismus mit 163, Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung mit 144 und Gesundheits- und Sozialberufe mit122 aktuellen Stellen.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Traunstein

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