Audi feiert 100. Geburtstag mit großer Show

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Audi feiert seinen 100. Geburtstag bei strahlendem Wetter.

Ingolstadt - Mit einer großen Show und viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur hat der Autobauer Audi am Donnerstagabend seinen 100. Geburtstag gefeiert. Die Streithähne halten sich zurück.

Vor rund 1800 Gästen führte Moderator Thomas Gottschalk durch den Abend auf dem Audi Forum in Ingolstadt. Während der Show gab es zahlreiche Schmuckstücke aus der Unternehmensgeschichte zu sehen wie zum Beispiel den Audi 225 Front Roadster aus dem Jahr 1935, aber auch Neuheiten wie den A5 Sportback.

Für den musikalischen Rahmen sorgte unter anderem der chinesische Star-Pianist Lang Lang, der auf einem Audi Design Flügel in die Tasten griff. Die Festrede hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Audi als “Flaggschiff der deutschen Autoindustrie“ lobte. “Ich habe für mein Kommen noch nicht einmal das Auto gewechselt“, sagte sie in Anspielung auf ihren Dienstwagen. Ich fahre jeden Tag Audi. Ich gratuliere also aus Überzeugung.“

Neben Merkel erschienen auch die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg, Christian Wulff (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Günther Oettinger (CDU). Daneben kamen auch Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, VW- Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche sowie zahlreiche andere Gäste wie Basketball-Star Dirk Nowitzki, Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, Rennfahrer-Legende Walter Röhrl oder die Industriellen-Familie Schaeffler. Auch die Mitarbeiter kamen nicht zu kurz. Sie verfolgten die Show auf Videoleinwänden, die in den Werkshallen aufgebaut waren. Ihnen stattete Gottschalk per Fahrrad einen kurzen Besuch ab.

Für die Belegschaft und die Menschen in der Region plant Audi in der kommenden Woche eine Reihe von Feiern und Veranstaltungen. Über Video wurden zahlreiche Grußbotschaften aus aller Welt eingespielt, darunter eine des US-Showmasters und bekennenden Audi-Fans Jay Leno.

Für einen Abend begruben die Streithähne von Volkswagen und Porsche das Kriegsbeil. Passend zum Wetter hieß die Devise in Ingolstadt am Donnerstag eitel Sonnenschein. Kein Schatten sollte durch das Machtgerangel der beiden Autokonzerne und ihrer Alphatiere auf die Feier fallen.

Bewegte Geschichte

Autopionier August Horch hatte 1909 in Sachsen die Firma Audi gegründet, nachdem er die von ihm gegründeten Horchwerke nach Differenzen mit Vorstand und Aufsichtsrat verlassen hatte. Der Firmenname ist die lateinische Übersetzung seines Namens. Auf Druck der Sächsischen Staatsbank, die um ihr Geld fürchtete, schlossen sich 1932 Audi, die Horchwerke, Wanderer und DKW zur Auto Union AG zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kaufte Friedrich Flick große Teile der Auto Union und reichte sie an 1958 an Daimler-Benz in Stuttgart weiter. 1965 wurde Volkswagen die neue Mutter.

Nach der Fusion mit NSU in Neckarsulm hieß das Unternehmen Audi NSU Auto Union (Sitz Neckarsulm). 1985 wurde der Firmensitz wieder nach Ingolstadt verlagert und die Audi AG gegründet, die bis heute eine fast 100- prozentige VW-Tochter ist.

dpa

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