Stellwerke betroffen

Gewerkschaft: Bahn ignorierte Personalmangel

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Stefan Jost, Techniker der Deutschen Bahn AG (DB), beobachtet im Elektronischen Stellwerk (ESTW) am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main an einem "Notbedienplatz" Monitore mit den Gleisfeldern

Berlin - In der Rhein-Main-Region kommt es zu wochenlangen Zugausfällen, weil die Bahn offenbar den Personalmangel in Stellwerken zu lange ignoriert hat. Eine Gewerkschaft will nun den Druck erhöhen.

Der Personalmangel in Stellwerken der Deutschen Bahn ist nach Gewerkschaftsangaben vom Unternehmen lange ignoriert wurden. Die Arbeitnehmervertreter hätten seit 2011 auf die Unterbesetzung in den Stellwerken hingewiesen, die jetzt in der Rhein-Main-Region zu wochenlangen Zugausfällen führen werden, sagte der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, der Zeitung „Die Welt“ vom Freitag.

Der Gesamtbetriebsrat habe das Thema in den vergangenen 28 Monaten bei jedem Treffen mit dem Management auf die Tagesordnung gesetzt. Passiert sei nichts. „Sollte sich nun nichts ändern, bleibt uns nichts übrig, als über die Dienstplanregelungen noch stärkeren Druck aufzubauen. Dann wird es dazu kommen, dass die EVG-Betriebsräte die Zustimmung zu Dienstplänen, Verschiebungen von Urlauben oder Änderungen an der Planung für Freischichten verweigern“, sagte Kirchner.

Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte die Aufgabenträger für den Regionalverkehr in Rheinland-Pfalz auf, der Bahn das Geld zu kürzen. Es könne nicht sein, dass die Bahn Steuergelder für schlechte Leistungen erhalte, sagte der Pro-Bahn-Landesvorsitzende Sebastian Knopf am Freitag in Worms. Wettbewerber der Bahn, die den Mainzer Hauptbahnhof nicht anfahren könnten, sollten die Deutsche Bahn in Regress nehmen.

dpa

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