Bahn sammelte unzulässige Krankheitsdaten

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Die Bahn hat Krankheitsdaten ihrer Mitarbeiter gespeichert, die sie nicht hätte haben dürfen.

Berlin - Der Datenskandal bei der Deutschen Bahn geht in eine neue Runde. Das Unternehmen hat Krankheitsdaten gespeichert, die es nicht hätte haben dürfen.

Der Datenskandal bei der Bahn AG ist noch nicht zu Ende: Der Konzern teilte am Dienstag mit, in der Konzernsicherheit seien unzulässige Listen mit krankheitsbezogenen Daten geführt und innerhalb des Konzerns weitergegeben worden.

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Der Vorstand habe daraus “sofortige personelle Konsequenzen gezogen“. Er werde sich von den darin verwickelten Mitarbeitern trennen, hieß es weiter. Genaue Zeiträume oder Zahlen wurden nicht genannt, die Zahl der Mitarbeiter, von denen man sich getrennt habe, liege aber im einstelligen Bereich. Die Listen seien in den Regionalbereichen der DB Sicherheit GmbH geführt worden. Deren Leiter Jens Puls war im Zuge der Datenaffäre wegen mehrerer massenhafter heimlicher Datenabgleiche suspendiert worden.

Bei den unzulässig gesammelten und weitergegebenen Daten handelt es sich nach Angaben aus Bahnkreisen um nicht arbeitsplatzspezifische Daten. Diese dürften nicht erhoben werden. Andere Krankheitsdaten, mit deren Auswertung etwa die Arbeitsplatzsicherheit verbessert werden könnte, dürften dagegen weitergegeben werden, hieß es zur Erläuterung. Es seien “die notwendigen organisatorischen Maßnahmen eingeleitet worden, um eine Wiederholung zu verhindern“, versicherte die Bahn.

AP

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