Bayerische Metallindustrie: Es fehlen die Azubis

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Metallindustrie: Zu wenige junge Leute bewerben sich.

München - Die bayerische Metall- und Elektroindustrie rechnet in diesem Jahr damit, die Zahl der Azubi-Einstellungen erneut zu steigern. Das Problem: Es bewerben sich zu wenige junge Leute.

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie hat im vergangenen Jahr fast 14 Prozent mehr Lehrlinge eingestellt - und rechnet in diesem Jahr mit einer weiteren Steigerung um fünf Prozent. „Die Unternehmen bilden also noch mehr junge Menschen aus, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, sagte Verbands- Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Donnerstag in München.

Er beklagte jedoch einen „Mangel an Bewerbern um die Ausbildungsplätze“. Trotzdem lehnte er die Forderung der IG Metall ab, die Unternehmen per Tarifvertrag zur unbefristeten Übernahme aller Azubis nach der Lehre zu verpflichten.

Angesichts der Konjunkturrisiken würden die Unternehmen dann wieder vorsichtiger. Vor allem schwächere Schulabgänger hätten weniger Aussicht auf einen Platz, und „insgesamt dürfte die Zahl der Azubis um elf Prozent sinken“, warnte Brossardt. Im vergangenen Jahr hätten die Metall- und Elektrobetriebe mehr als 93 Prozent der Ausgebildeten fest übernommen.

dpa

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