Bayern LB streicht Prognose nach Quartalsverlust

München - Die Landesbank des Freistaats kann ihre Prognose nicht mehr aufrechterhalten. Das Minus aus dem letzten Quartal ist dicker als zunächst angenommen.

Die BayernLB hat ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach einem Verlust im dritten Quartal aufgehoben. Bislang war die Bank von schwarzen Zahlen im Gesamtjahr ausgegangen, hält diese Aussage aber nicht weiter aufrecht.

Im dritten Quartal entstand ein Minus von 92 Millionen Euro nach einem Gewinn von 95 Millionen Euro im Vorquartal, wie die Bank am Mittwoch in München mitteilte. “Das solide Kerngeschäft der neuen Bayern LB wurde von bedauerlichen Verlusten in anderen Bereichen überschattet“, sagte Bayern LB-Chef Gerd Häusler. Zu dem Verlust trug vor allem die ungarische Tochter MKB bei, für die wegen geänderter Gesetzesvorschriften eine Rückstellung von 108 Millionen Euro gebildet werden musste. “Ohne diesen politisch motivierten Eingriff hätte die Bayern LB auch im dritten Quartal einen Überschuss erzielt“, hieß es. Belastet wurde das Ergebnis zudem durch Abschreibungen von Tochterunternehmen auf griechische Staatsanleihen.

 Im Kerngeschäft komme die Bank hingegen gut voran. Die Neuausrichtung der Bank mache Fortschritte, sagte Finanzchef Stephan Winkelmeier in einer Telefon-Konferenz. Zu einer Ergebnisprognose sehe sich die Bank vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise und Befürchtungen vor weiteren Problemen in Ungarn aber nicht in der Lage. “Nicht, weil wir uns nicht trauen.“

dpa

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