Verkehrsausschuss-Chef prognostiziert:

BER-Eröffnung wohl erst im Jahr 2018

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Die BER-Eröffnung wird wohl erst 2018 möglich sein.

Berlin - Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert (SPD), hält die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens BER erst 2018 für möglich. Der Grund für seine Prognose:

"Nach meiner Besichtigung der BER-Baustelle rechne ich nicht mit der geplanten Eröffnung im vierten Quartal 2017", sagte Burkert der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Samstag. Erst im ersten Halbjahr 2018 könnte es soweit sein.

Derzeit seien 73 Prozent des Flughafens fertiggestellt, der Probetrieb stehe aber noch aus. Mit Blick auf den überlasteten Berliner Flughafen Tegel warnte Burkert vor möglichen Winterschäden an den maroden Rohrsystemen.

"Derzeit sind die Wasserleitungen die Achillesferse von Tegel. Kommt es im Winter etwa durch Frost zu einem Wasserrohrbruch, wäre das der GAU", sagte der SPD-Verkehrspolitiker. Dann trete ein Notfallplan in Kraft, und das gesamte Fluggastaufkommen müsste über die Flughäfen Schönefeld, Dresden und Leipzig abgewickelt werden.

Am neuen Hauptstadtflughafen BER wird seit 2006 gebaut. Die zunächst für Sommer 2012 geplante Eröffnung scheiterte bislang an umfangreichen Bau- und Planungsmängeln; der ursprüngliche Finanzierungsrahmen musste mehrmals aufgestockt werden. Zugleich übersteigt Berlins Fluggastentwicklung frühere Erwartungen, weshalb der BER nach Eröffnung ausgebaut werden muss. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hielt vor der Abgeordnetenhauswahl in der Hauptstadt im September am Eröffnungstermin 2017 fest.

AFP

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