Berchtesgadener Land Bahn: Streik bis 19 Uhr

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Landkreis - Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) beendet heute um 19 Uhr die Streiks bei der Berchtesgadener Land Bahn (BLB). Die Arbeitskämpfe haben dann zwölf Stunden gedauert.

Aufgrund der kurzfristigen Ankündigung ist es dem Arbeitgeber nicht gelungen, teure Ersatzverkehre zu organisieren. Deshalb fielen bis mittags rund 70 Prozent der Züge aus. Lediglich zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Die GDL fordert die BLB nochmals nachdrücklich zu Verhandlungen zu inhaltsgleichen Rahmenregelungen und damit zu verknüpfenden Haustarifverträgen sowie zu einem Betreiberwechseltarifvertrag auf. „Die BLB müsste mittlerweile wissen, dass es keinen anderen Weg zur Lösung des Tarifkonflikts gibt. Wir müssen endlich Nägel mit Köpfen machen“, so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Trotz massiver Arbeitskämpfe der GDL im März, April und Mai verweigert die BLB nach wie vor jegliches Angebot zu inhaltsgleichen Rahmenregelungen für Lokomotivführer und deren Verknüpfung mit den jeweiligen Haustarifverträgen. Die BLB ist ein durchaus erfolgreiches Unternehmen. Die Löhne liegen zwar unterhalb des Niveaus der inhaltsgleichen Rahmenregelungen, die die GDL bereits für 90 Prozent der Lokomotivführer abgeschlossen hat. Bei der Verknüpfung des Haustarifvertrags mit dem Marktniveau ist die GDL aber schon immer bereit gewesen, die wirtschaftliche Situation der BLB zu berücksichtigen und in vernünftigen Schritten eine Angleichung herbeizuführen.

Den Lokomotivführern geht es in diesem Tarifkonflikt hauptsächlich um den sozialen Schutz bei berufsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit und um Schutz vor Arbeitslosigkeit /Lohneinbußen bei einem Betreiberwechsel. Und dennoch setzt die BLB lieber teure Ersatzverkehre mit Salzburger Lokomotivführern und Verwaltungskräften ein, statt sich an den Verhandlungstisch zu setzen. „Der Streik kostet die BLB viel Geld. Das sollte sie besser in ihre Lokomotivführer investieren. Dann wäre der Tarifkonflikt schon längst beendet“, so Weselsky.

Pressemeldung GDL

Rubriklistenbild: © dpa

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