Nächste Runde im Coca-Cola-Tarifstreit

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Beschäftigte am Coca-Cola-Standort Traunreut beim Warnstreik.

Berlin/Traunreut - Die Coca-Cola-Beschäftigten blicken derzeit gespannt auf die bevorstehende Runde im Tarifstreit. Davon ist auch der Standort Traunreut betroffen:

Im Februar sind die die Beschäftigten am Coca-Cola-Standort Traunreut bereits zweimal in Warnstreik getreten. Nur wird sich zeigen, ob sie und die weiteren Beschäftigten genügend Druck aufbauen konnten, um ihre Forderungen durchzusetzen. Der Konzern ruft die Gewerkschaft NGG allerdings schon im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde dazu auf, von den bisherigen Forderungen Abstand zu nehmen.

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Die Gewerkschaft NGG hatte vor den letzten Warnstreiks Ende Februar eine Entgelderhöhung von sechs Prozent gefordert. Neben den Arbeitern aus Traunreut hatten sich auch zahlreiche andere Standorte am Arbeitskampf beteiligt. Für den Fall, dass die nächste Verhandlungrunde ebenfalls zu keiner Einigung führt, hat die Gewerkschaft bereits die Einleitung einer Urabstimmung und unbefristete Streikt in Aussicht gestellt.

Stellungnahme von Coca-Cola zu den Tarifverhandlungen

Die Tarifverhandlungen für die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE AG) werden am 7. und 8. März fortgesetzt. Trotz mehrerer Termine ist bislang kein Durchbruch erreicht worden. „Wir sind bereit, eine Lösung zu erzielen, in der die Positionen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ausgewogen berücksichtigt werden“, sagt Frank Molthan, Vorstand Personal der CCE AG. „Dabei ist für uns wichtig, Entgelt, Arbeitszeitflexibilität und Beschäftigungssicherung in ein angemessenes Verhältnis zu bringen.“

Für die kommenden Verhandlungen erwartet die Arbeitgeberseite von der Gewerkschaft NGG, nicht weiter an ihren Maximalpositionen festzuhalten. „Wir haben uns in den bisherigen Verhandlungsrunden bewegt. Nun ist es an der Zeit, dass auch die Gewerkschaft auf uns zugeht, anstatt laufende Verhandlungen mit Warnstreiks zu belasten“, so Frank Molthan. In der zweiten Verhandlungsrunde hatte die CCE AG ein umfassendes Angebot vorgelegt. Dieses beinhaltet eine Entgelterhöhung, mehr Geld in die betriebliche Altersvorsorge, eine zwölfmonatige Übernahmegarantie und 100 Euro mehr pro Monat für Auszubildende sowie eine zusätzliche Sonderzahlung abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Zusätzlich hatte die Arbeitgeberseite angeboten, einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung zu verhandeln. Voraussetzung für einen Tarifabschluss auf Basis dieser Angebote sind flexiblere Arbeitszeiten. So beeinflussen das Wetter oder kurzfristige Preisaktionen des Handels laut CCE AG stark, wie viel verkauft wird. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es wichtig, dass wir schnell auf eine kurzfristig steigende Nachfrage reagieren können. Mit einem entsprechenden Tarifvertrag zur Arbeitszeitflexibilität können wir anfallende Mehrarbeit mit unseren eigenen Mitarbeitern erbringen“, sagt Frank Molthan.

Pressemitteilung Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG/redro24/rm

Aus dem Archiv: Warnstreik in Traunreut

Warnstreiks bei Coca-Cola

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