Berühmte Steuersünder

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Bei Uli Hoeneß steht der Vorwurf noch im Raum. Im Gegensatz dazu sind einige deutsche Prominente bereits wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden. Die tz erklärt die wichtigsten Fälle.
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Für einiges Aufsehen sorgte im Jahr 2008 die öffentliche Verhaftung von Klaus Zumwinkel, damals Vorstandschef der Deutschen Post. Den Posten verlor er, weil er 970.000 Euro am Fiskus vorbeischleusen wollte. Urteil: zwei Jahre Haft auf Bewährung und eine Million Euro Geldstrafe.
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Auch Boris Becker blieb auf freiem Fuß: Das Münchner Landgericht verurteilte den früheren Tennisstar wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 1,7 Millionen Euro zu zwei Jahren auf Bewährung und 500.000 Euro Geldstrafe. Becker hatte nicht wie angegeben im Steuerparadies Monaco gewohnt, sondern bei seiner Schwester in München. Strafmildernd wirkte sich aus, dass Becker vor Prozessbeginn bereits rund 3,1 Millionen Euro Steuern nachgezahlt hatte.
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Ebenfalls in Münch en verurteilt: Volksmusikstar Patrick Lindner. Er musste 150.000 Euro Strafe zahlen, weil er 100.000 Euro an Verlusten aus der Vermietung seiner Grünwalder Villa beim Finanzamt angegeben hatte, obwohl er selbst in diesem Haus wohnte.
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Insgesamt 22,6 Millionen Mark musste sogar der Springreiter und Unternehmer Paul Schockemöhle an Steuern nachzahlen - zudem erhielt er elf Monate auf Bewährung. Schockemöhle wollte Gelder unbemerkt nach Liechtenstein transferieren, ein Mitarbeiter eines Liechtensteiner Treuhänders hatte dem Magazin Der Spiegel aber eine Daten-CD mit pikantem Inhalt zugespielt und den Fall publik gemacht - zur Freude des Fiskus.
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Erwischt hat es 2004 auch den Sänger Freddy Quinn. Die Bilanz des Österreichers: 900.000 Euro hinterzogen, zwei Jahre auf Bewährung, 150.000 Euro Bußgeld - zusätzlich zur Nachzahlung, so das Ur teil des Münchner Landgerichts. Quinn hatte seinen Hauptwohnsitz jahrelang in der Schweiz angegeben, lebte aber überwiegend bei seiner Lebensgefährtin in Hamburg. Die in Deutschland fälligen Steuern hatte er nie bezahlt.
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Auf Eduard Zwick (rechts) geht Bayerns größte Steueraffäre zurück. Das Vermögen des Füssener „Bäderkönigs“ lag in den Siebzigern bei 300 Millionen Mark - versteuern wollte er es aber nicht und flüchtete in die Schweiz. 1996 zahlte Sohn Johannes die Steuerschulden seines Vaters in Höhe von 32,6 Millionen Mark und wurde darüber hinaus zu 22 Monaten Bewährung verurteilt.

Berühmte Steuersünder

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