Vor Treffen mit Merkel

Brandbrief der bayerischen Wirtschaft an die Koalition

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Einen tag vor dem treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die drei größten bayerischen Wirtschaftsverbände eine ungewöhnlich scharf formulierte Erklärung veröffentlicht.

München - Der Ärger in der Wirtschaft über die große Koalition eskaliert. Einen Tag vor dem Münchner Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Spitzenvertretern der deutschen Wirtschaft veröffentlichten die drei größten bayerischen Verbände eine ungewöhnlich scharf formulierte Erklärung, in der sie einen schnellen Kurswechsel verlangen.

Die Bundesregierung weiche vom zukunftsweisenden Weg der Sparmaßnahmen und strukturellen Reformen immer weiter ab. „Damit gefährdet sie die wirtschaftspolitischen und wirtschaftlichen Erfolge unseres Landes“, heißt es in dem Papier.

Die Wirtschaftsverbände nennen drei Punkte, in denen sie schnellstmögliche Entscheidungen beziehungsweise Änderungen verlangen: die Energiewende, den gesetzlichen Mindestlohn und die Erbschaftsteuerpläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Die Münchner Erklärung sei ein „politischer Weckruf“, erklärte Alfred Gaffal, der Präsident der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). Mit unterzeichnet ist das Papier vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag und dem Handwerkstag.

dpa

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