30 Prozent der Arbeitsplätze sollen wegfallen

Röther Gruppe übernimmt Jeans-Label aus Brannenburg

+

Brannenburg - In dem laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des Jeans- und Denim-Spezialisten Escape Clothing GmbH ist trotz des aktuell herausfordernden Marktumfelds kurzfristig eine Zukunftslösung erreicht worden.

Am Donnerstag, 11. Juli, wurde mit der zur Röther Gruppe gehörenden Ganemi GmbH, künftig firmierend unter "TIMEZONE GmbH", eine entsprechende Vereinbarung geschlossen, die die Übernahme wesentlicher Teile des Geschäftsbetriebs im Rahmen eines Asset-Deals mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Juli 2019 vorsieht. Dies teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Zuvor hatte ein Investoren- und Bieterprozess stattgefunden und bereits der Gläubigerausschuss und der Sachverwalter dem Kaufangebot zugestimmt.

Die Röther Gruppe zählt mit den Modepark Röther-Filialen an 44 Standorten in Deutschland und Österreich, darunter auch einem in Rosenheim, und einem Umsatz von rund 280 Millionen Euro zu den führenden Textileinzelhandels-Gruppen in Deutschland. Durch den Kauf will die Gruppe ihre Kompetenzen in den Segmenten Jeans und Chinos für Damen und Herren sowie bei Oberteilen stärken. Geplant ist, die Flächenfähigkeit von Timezone auszubauen und die Marke kurzfristig in den Modeparks auf einer deutlich größeren Fläche als bisher anzubieten. Es ist beabsichtigt, auch die Marke Orwell weiter zu führen. 

Bereich Logistik wird nicht übernommen

Nicht übernommen wird der Betriebsteil Logistik, da die entsprechenden Funktionen in das bestehende Logistikkonzept der Röther Gruppe integriert werden sollen. Zudem ist geplant, bei Zentral- und Back-office-Funktionen Synergien mit der Zentralverwaltung der Röther Gruppe im baden-württembergischen Michelfeld zu realisieren. Beim bisherigen Stammsitz von Timezone in Brannenburg ist aus wirtschaftlichen Gründen der Umzug an einen neuen Standort im Raum Rosenheim bis zum Jahresende 2019 vorgesehen. Insgesamt werden nach aktuellem Stand wohl rund 30 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen.

"Trotz der alles andere als einfachen Situation ist es in den vergangenen Monaten gelungen, das operative Geschäft von Timezone nicht nur zu sichern, sondern sogar strategisch auszubauen, etwa durch die Neueröffnung eines Flagship Stores auf Sylt. In den ersten sechs Monaten 2019 lag der Umsatz über Vorjahr und im Plan. Dies zeigt, dass unsere Maßnahmen zur Kollektionsverbesserung greifen und die Marke Timezone von Kunden und Handel geschätzt wird", erklärte Wolfgang Mosebach, Geschäftsführer (CEO) der Escape Clothing GmbH, die aktuelle Situation.

Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH/Escape Clothing GmbH/mw

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT