Arbeits-Anreiz

BA für Ausnahmen beim Mindestlohn

Berlin - Nach dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer hat sich auch die Bundesagentur für Arbeit für Ausnahmen beim Mindestlohn ausgesprochen.

"Wenn man jungen Leuten unter 18 einen Mindestlohn zahlen würde, dann könnte der Anreiz, eine Ausbildung zu machen, abnehmen", warnte Agenturvorstand Heinrich Alt im Gespräch mit dem "Darmstädter Echo" (Dienstagsausgabe). Entscheidend bleibe aber eine solide Ausbildung.

Positive Folgen werde der von Schwarz-Rot angestrebte Mindestlohn von 8,50 Euro vor allem für die sogenannten Aufstocker entfalten, die trotz ihres Jobs staatliche Grundsicherung (Hartz IV) zur Sicherung des Existenzminimums benötigen. "Es werden zumindest die rund 80.000 vollzeitbeschäftigten Singles aus der aufstockenden Leistung herauskommen", sagte Alt der Zeitung. Hier seien Einsparungen möglich, deren Umfang aber auch von der Ausgestaltung des Gesetzes abhänge.

Seehofer hatte am Wochenende Ausnahmen beim vereinbarten Mindestlohn für Saisonarbeiter, Praktikanten oder Ehrenamtliche gefordert. Ähnlich hatten sich auch andere Unions- sowie Wirtschaftsvertreter geäußert. SPD-Politiker pochten hingegen auf die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag. Darin steht, dass zum 1. Januar 2015 ein Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde eingeführt wird. Bis 2017 sind allerdings tarifliche Abweichungen möglich.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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