Bundesbank rügt Banken nach Karten-Panne

Frankfurt/Main - Wegen des millionenfachen Ausfalls von Bankkarten hat die Bundesbank die Kreditwirtschaft kritisiert. Verbraucherschützer fordern Entschädigungen.

Bundesbank-Vorstand Fabritius sagte dem Handelsblatt, die Branche müsse ihre Informationspolitik verbessern. Außerdem forderte er, dass besser vorgebeugt wird, um solche Pannen in Zukunft zu verhindern. Wegen eines Software-Fehlers konnten die Inhaber von insgesamt 30 Millionen EC- und Kreditkarten seit Jahresbeginn zeitweise kein Geld abheben. Im Handel gibt es immer noch Probleme mit dem elektronischen Bezahlen.

Die fehlerhaften Mikrochips auf den Karten sollen mit einer speziellen Software repariert werden. So zumindest der Plan des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Ausgetauscht werden sollen die Karten nicht.

Angesichts der anhaltenden Probleme verlangen Verbraucherschützer, die Kunden zu entschädigen. Vielen sei ein finanzieller Schaden entstanden, etwa wenn sie beim Abheben an EC-Automaten fremder Institute Gebühren zahlen mussten, heißt es vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

Lesen Sie dazu auch:

2010-Panne: Banken wollen Massen-Kartenaustausch vermeiden

Chaos bei EC-Karten: Was Sie jetzt wissen müssen

Panne bei EC-Karten: Banken sollen Kunden Kosten erstatten

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser