Bundesbank zieht mit Rentenvorschlag Kritik auf sich

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Das Gebäude der Deutschen Bundesbank in Berlin.

Berlin - Die Bundesbank hat mit ihrem Vorstoß zur weiteren Erhöhung des Rentenalters auf mindestens 69 Jahre erheblichen Wirbel ausgelöst. Die Bank hatte einen Zeitrahmen bis 2060 vorgeschlagen.

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel.

“Die Bundesbank sollte sich lieber um eine verbesserte Bankenaufsicht kümmern, als die Bürger mit solchen Parolen zu verunsichern“, kritisierte FDP -Generalsekretär Dirk Niebel in der “Berliner Zeitung“ vom Dienstag. “Die Bundesbank-Forderung geht an der Lebenswirklichkeit total vorbei.“

Die Erhöhung des Rentenalters hatte die Bundesbank in ihrem jüngsten Monatsbericht wegen der weiteren Alterung der Bevölkerung ins Gespräch gebracht - allerdings in einem Zeitrahmen bis 2060. Bereits beschlossen ist, dass bis 2029 das gesetzliche Rentenalter von 65 schrittweise auf 67 Jahre erhöht wird.

Niebel schlug vor, den Übergang in den Ruhestand vor dem Hintergrund erworbener Anwartschaften und Versorgungen flexibel zu gestalten. Ab dem 60. Lebensjahr sollten die Versicherten Zeitpunkt und Umfang ihres Renteneintritts bei versicherungsmathematisch korrekten Zu- und Abschlägen selbst wählen können. Zudem sollen alle Zuverdienstgrenzen neben dem Rentenbezug abgeschafft werden.

Auch die Spitzenkandidatin der Grünen, Renate Künast, kritisierte die Bundesbank. “Spekulationen über die Höhe des Rentenalters in fünfzig Jahren sollte die Bundesbank tunlichst unterlassen. Sie schaffen nur zusätzliche Verunsicherung“, sagte Künast der “Berliner Zeitung“. “Die Bundesbank wäre gut beraten, ihr Kerngeschäft zu erledigen und sich um die Sicherheit des Bankensystems zu kümmern.“

AP

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