Wacker erwartet einen Umsatzrückgang

  • schließen

Burghausen - Die Wacker Chemie AG rechnet für das Jahr 2013 mit einem Rückgang von Umsatz und Gewinn. Mittelfristig will das Unternehmen jedoch weiter wachsen.

Die Wacker Chemie AG geht mit gedämpften Erwartungen in die zweite Hälfte des Geschäftsjahres. In einer Pressemitteilung zum aktuellen Quartalsergebnis hat der Konzern seine Prognose für den Gewinn 2013 bestätigt. Man gehe "unverändert von einem leicht positiven Jahresergebnis aus", zugleich bleibt Wacker wohl aber unter dem Gewinn des Vorjahres. Der Umsatz soll 2013 mit rund 4,5 Milliarden Euro ebenfalls unter dem Vorjahreswert liegen (4,63 Milliarden Euro).

Solarstreit und -krise belasten den Konzern

 

Wacker leidet unter dem Solarstreit der EU mit China und der Solarkrise. Letztere hat zu einem Preisverfall bei Reinstsilizium und Halbleiter-Siliziumscheiben (sogenannte Wafer) geführt. Niedrigere Preise werden nach Konzernangaben den Jahresumsatz um etwa 350 Millionen Euro mindern. Zugleich möchte Wacker 2013 Kosten in Höhe von insgesamt rund 200 Millionen Euro einsparen.

Der Streit zwischen China und der EU über chinesische Solarimporte ist indes inzwischen beigelegt. Für Solarimporte aus China soll künftig ein Mindestpreis gelten. Eine Eskalation, eventuell verbunden mit Strafzöllen auf den Export von Silizium nach China, ist damit wohl abgewendet.

Mittelfristig ist der Ausblick von Wacker positiv. Bis 2017 soll der Umsatz auf ein Niveau von 6 bis 6,5 Milliarden Euro steigen. Das EBITDA möchte der Konzern bis 2017 auf 1,2 Milliarden Euro schrauben. Damit hätte Wacker eine EBITDA-Marge von rund 20 Prozent erreicht.

10.000 Mitarbeiter am Standort Burghausen

Seit beinahe 100 Jahren ist der Konzern am Standort Burghausen mit dem großen Wackerwerk vertreten. In etwa 150 Produktionsbetrieben stellen knapp 10.000 Mitarbeiter einige tausend verschiedene Produkte her. Im Wackerwerk sind alle fünf Geschäftsbereiche des Konzerns vertreten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser