Börse in Frankfurt

Dax knapp im Minus - schwankender Handel am Feiertag

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Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat einen launischen Handel an Christi Himmelfahrt mit einem leichten Minus beendet.

Analysten sprachen wegen des Feiertags von einem dünnen und entsprechend schwankungsanfälligen Geschäft, das der deutsche Leitindex am Donnerstag 0,17 Prozent tiefer bei 12 621,72 Punkten beendete.

Die jüngsten Signale von der US-Notenbank Fed gingen dabei am Dax weitgehend vorbei. Wie aus dem Protokoll der letzten Sitzung hervorging, haben sich die Währungshüter mehrheitlich für eine "baldige" geldpolitische Straffung ausgesprochen. Dies spricht für optimistische Konjunkturerwartungen, schmälert aber die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren.

Wie schon am Vortag entwickelten sich andere deutsche Indizes etwas besser: Der MDax legte am Ende um 0,12 Prozent auf 25 112,05 Punkte zu, während es für die Technologiewerte im TecDax um 0,88 Prozent auf 2275,90 Zähler nach oben ging. Der Kleinwerte-Index SDax setzte seine Rekordjagd mit einem Plus von 0,60 Prozent auf 11 101,27 Punkte fort.

An der Dax-Spitze standen am Ende die Lufthansa-Aktien, die ihren Anstieg wegen gesunkener Ölpreise mit fast 2,5 Prozent Plus fortsetzten. Dicht dahinter lagen die um 2,3 Prozent teureren Aktien von Thyssenkrupp. Laut dem "Manager Magazin" könnte eine mögliche Fusion der Stahlsparte mit dem europäischen Ableger von Tata Steel mehr als eine halbe Milliarde Euro an jährlichen Einsparungen einbringen. Linde-Titel knüpften nach der vermeldeten Grundsatzeinigung auf eine Fusion mit dem US-Konkurrenten Praxair mit plus 0,82 Prozent an ihre deutlichen Gewinne vom Vortag an.

Im TecDax zogen Siltronic-Aktien kräftig um 6,49 Prozent auf 82,19 Euro an, weil Credit Suisse den ohnehin schon rekordhohen Aktien noch mehr Kurspotenzial zutraut: Analyst Achal Sultania hatte das Ziel auf 90 Euro angehoben. Seinen Optimismus baute er dabei auf eine hohe Nachfrage nach Halbleiterprodukten und weiter steigende Preise.

Gesprächsstoff gab es bei einigen Nebenwerten. Stada-Papiere gaben um 0,41 Prozent nach, weil eine neue Runde beim Wettbieten um den Pharmakonzern offenbar ausbleibt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Branchenkreise berichtete, haben sich weitere interessierte Bieter dagegen entschieden, die Offerte der Finanzinvestoren Bain und Cinven zu kontern.

Beim angeschlagenen Spezialmaschinenbauer Aixtron sorgte der Verkauf des Geschäfts mit Anlagen zur Fertigung von Speicherchips in den USA für einen Kurssprung um fast 6 Prozent. Der Verkauf bringe Geld in die Firmenkasse, sagte Analyst Janardan Menon vom Investmenthaus Liberum. Zudem steige Aixtron aus einem Geschäftsbereich aus, der schon länger zu kämpfen habe und nicht zu den Kernaktivitäten zähle.

Auch auf europäischer Bühne war die Tendenz kaum verändert. Der EuroStoxx 50 gab am Ende um 0,06 Prozent auf 3584,55 Punkte nach. Der französische Leitindex CAC 40 schloss mit einem dünnen Abschlag, während der FTSE 100 in London knapp im Plus schloss. In New York notierte der Leitindex Dow Jones Industrial zuletzt leicht höher.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,19 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,14 Prozent auf 141,58 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,24 Prozent auf 161,40 Punkte. Der Euro kostete zuletzt 1,1218 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1214 (Mittwoch: 1,1193) US-Dollar festgesetzt.

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