“Mit Leistung nicht zufrieden“

Regierung rügt Deutsche Bahn - und fordert Sofort-Maßnahmen

+

Nach dem Streik mit verheerenden Folgen gibt es für die Deutsche Bahn nun Kritik von der Bundesregierung. Gefordert wird eine grundlegende Reform.

Warnstreik der Deutschen Bahn: Die wichtigsten Infos

  • Die Gewerkschaft EVG rief für Montag, 10. Dezember, zu einem Warnstreik auf - mit Erfolg. 
  • Der Fernverkehr musste bis 9 Uhr eingestellt werden. 
  • Am Samstag erzielten die Verhandlungspartner einen Durchbruch.
  • Die Bundesregierung hat die Deutsche Bahn am Sonntag für ihre Leistungen kritisiert und eine grundlegende Reform gefordert.

<<<Aktualisieren>>>

Sonntag, 16. Dezember, 8.20 Uhr:

Die Bundesregierung bemängelt die Leistung der Deutschen Bahn und fordert eine grundlegende Reform. „Wir sind besorgt darüber, wie der DB-Vorstand das System Bahn fährt. Mit der Leistung kann man nicht zufrieden sein“, sagte der Beauftragte der Bundesregierung für den Schienenverkehr und Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), zur Welt am Sonntag.

Bei der Bahn sei eine Neustrukturierung nötig. „Wir erwarten, dass der Vorstand der Bundesregierung bis März ein entsprechendes Konzept vorlegt“, sagte Ferlemann. „Erste Ergebnisse wollen wir bei einem Termin im Januar hören.“

Nach Angaben des Blattes geht es vor allem darum, die Führungsstrukturen zu straffen und unter anderem die Geschäftsfelder DB Fernverkehr und DB Regio neu zu ordnen oder zu verschmelzen. Ferlemann macht auch Führungsfehler für die häufig schlechte Leistung der Bahn verantwortlich.

Zuvor schon hatte der Bundesrechnungshof kritisiert, dass beim Erhalt der Infrastruktur vieles falsch laufe und der Investitionsstau zunehme - trotz steigender Bundesmittel. Ein Sprecher der Bahn hatte diese Kritik der Rechnungsprüfer zurückgewiesen.

Deutsche Bahn und EVG einigen sich: Die Meldungen vom Samstag, 15. Dezember

09.51 Uhr: Die Deutsche Bahn AG und die Gewerkschaft EVG haben sich auf eine Lohnerhöhung von insgesamt 6,1 Prozent in zwei Stufen geeinigt. Zum 1. Juli 2019 sollen die Löhne um 3,5 Prozent steigen, ein Jahr später noch einmal um 2,6 Prozent, wie die EVG am Samstag in Berlin mitteilte. Zudem erhalten die Beschäftigten im Februar eine Einmalzahlung von 1000 Euro.

08.05 Uhr: Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben eine Einigung im Tarifkonflikt erzielt. Das teilten beide Verhandlungspartner am Samstag mit. Die EVG hatte mit einem bundesweiten vierstündigen Warnstreik Anfang der Woche Druck gemacht, die Bahn legte daraufhin ein neues Angebot vor.

Zu den Inhalten der jetzt erzielten Einigung wurde zunächst nichts bekannt. Die Bahn und die EVG wollten am Samstagvormittag über Einzelheiten informieren.

Die Bahn verhandelt seit Wochen mit der EVG und der Lokführergewerkschaft GDL. Die GDL hatte die Verhandlungen am Freitag für gescheitert erklärt und mit streikähnlichen Folgen gedroht.

GDL und EVG forderten 7,5 Prozent mehr Geld und den Ausbau eines 2016 vereinbarten Wahlmodells, bei dem Beschäftigte zwischen Lohnerhöhung, Arbeitszeitverkürzung und mehr Urlaub wählen können.

Das waren die Meldungen vom Freitag

17.42 Uhr: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt. Die Bahn habe ein von GDL gesetztes Ultimatum "ungenutzt verstreichen lassen", erklärte die Gewerkschaft am Freitag. Arbeitskampfmaßnahmen werde es bis zum Jahresende allerdings nicht geben.

13.49 Uhr: Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben ihre Tarifverhandlungen am Freitag fortgesetzt. Die Verhandlungsführer beider Seiten trafen sich am Nachmittag mit den Spitzen ihrer Delegationen zu weiteren Beratungen. Über den Stand der Gespräche wurde nichts bekannt. Zuletzt ging es um die Höhe der Lohnsteigerung für rund 160.000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn.

Deutsche Bahn: Gewerkschaft erklärt Verhandlungen für gescheitert - schlechte Nachricht für alle Kunden

13.08 Uhr: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn nach Angaben vom Freitag möglicherweise die Schlichtung anrufen. Das Schlichtungsverfahren für die beiden Tarifparteien wurde in der Tarifrunde 2015 festgelegt. Demnach können beide Seiten die Schlichtung einvernehmlich einleiten oder eine Seite, wenn sie zuvor die Verhandlungen für gescheitert erklärt hat. Bis zum Ende des Schlichtungsverfahrens gilt ein Streikverbot.  Weselsky drohte bereits: Es könnte aber passieren, dass Lokführer ihre vielen Überstunden mit Freizeit abgelten. „Dass das mit einem Streik vergleichbar sein könnte, ist nicht unsere Schuld.“

12.37 Uhr: Nach dem erneuten Scheitern der Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG schließt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eine Schlichtung nicht mehr aus. „Wir lassen derzeit offen, ob die GDL die Schlichtung anruft“, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Freitag in Eisenach. Noch am Mittwoch hatte es geheißen, die GDL werde die Schlichtung keinesfalls beantragen.

Deutsche Bahn: Weselskys GDL erklärt Verhandlungen für gescheitert - nächster Streik droht

11.46 Uhr: Im Bahn-Tarifkonflikt will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) das Angebot der Deutschen Bahn AG nun doch nicht akzeptieren. „Wir sind nicht mehr bereit, auf der Basis dieses Angebots einen Tarifvertrag zu unterschreiben, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Freitag in Eisenach. Er erklärte die Verhandlungen erneut für gescheitert. Die GDL werde jedoch in der Weihnachtszeit sowie Anfang Januar nicht zu Streiks aufrufen. Es könnte aber passieren, dass Lokführer ihre vielen Überstunden mit Freizeit abgelten. „Dass das mit einem Streik vergleichbar sein könnte, ist nicht unsere Schuld.“ Die bestehende Vereinbarung schließt Streiks derzeit allerdings ohnehin aus.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky.

Ein Abschluss mit der Bahn sei nun nur noch mit einem besseren Angebot möglich, sagte Weselsky. Grund für die Entscheidung der GDL sei, dass die Bahn ein bis 11.00 Uhr laufendes Ultimatum verstreichen ließ, den eigentlich mit der GDL bereits ausverhandelten Tarifvertrag am Freitag in Eisenach zu unterschreiben.

10.36 Uhr: Die unterbrochenen Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn sollen frühestens am Freitagmittag in Berlin fortgesetzt werden. Das sagten Sprecher der Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Morgen auf Anfrage. Nach wie vor gehe es um die Lohnhöhe und die Laufzeit des künftigen Tarifvertrags, hieß es bei der EVG. Verhandelt wird für rund 160 000 Beschäftigte der Bahn. Seit Dienstag ringen beide Seiten um einen Kompromiss.

Deutsche Bahn: Weselskys GDL mit schweren Vorwürfen - droht der nächste Streik?

7.43 Uhr: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat im laufenden Tarifkonflikt Vorwürfe gegen die Deutsche Bahn erhoben. „Wer sich so so verhält, versucht Tarifergebnisse zu manipulieren“, teilte der Vorsitzende Claus Weselsky am Freitag mit. Nach seinen Worten haben sich Unterhändler beider Seiten zwar am Vortag in Eisenach in allen Punkten auf einen Tarifvertrag geeinigt. „Irrwitzigerweise versucht die DB, die Unterzeichnung in die nächste Woche zu verschieben.“ Das sei unverständlich, unlogisch und nicht hinnehmbar.

Die Bahn verhandelt parallel in Berlin mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, es sollen vergleichbare Ergebnisse erzielt werden. Eine Bahnsprecherin sagte am Freitag: „Wir sind selbstverständlich an einer Einigung interessiert.“

Die GDL hatte die Verhandlungen am Mittwoch für gescheitert erklärt. Nach ihren Angaben wurden sie aber am Donnerstag in Eisenach wieder aufgenommen. Nun aber provoziere die Bahn das Scheitern, sagte Weselsky. Man stehe bis Freitag, 11 Uhr, uneingeschränkt zur Verfügung, den Vertrag zu unterzeichnen.

6.56 Uhr: Im Bahn-Tarifkonflikt bemühen sich Arbeitgeber und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) nun den vierten Tag in Folge um eine Lösung. Die seit Dienstag laufenden Gespräche werden an diesem Freitag fortgesetzt, wie eine Bahnsprecherin in der Nacht sagte. Dabei geht es vor allem um mehr Lohn und Gehalt für rund 160 000 Beschäftigte der Bahn. Ein weiterer Warnstreik ist derzeit nicht angekündigt.

„Wir sind nach wie vor bemüht, ein Ergebnis am Verhandlungstisch zu erreichen“, hatte ein EVG-Sprecher am Donnerstag bekräftigt. „Wir werden uns die Zeit nehmen, die nötig ist.“

Die Bahn unterbreitete der EVG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Mittwoch ein neues Angebot, machte aber keine Details öffentlich. Die Bahn will in getrennten Gesprächen mit beiden Gewerkschaften vergleichbare Ergebnisse erzielen.

Warnstreik der Deutschen Bahn: Die News vom Donnerstag

14.41 Uhr: Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn strebt die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft eine Verhandlungslösung an. Das sagte Gewerkschaftssprecher Uwe Reitz am Donnerstag. Die Verhandlungen für rund 160 000 Beschäftigte der Bahn seien wieder aufgenommen worden; sie waren in der Nacht zu Donnerstag unterbrochen worden. Ein weiterer Warnstreik ist damit vorerst nicht in Sicht.

„Wir sind nach wie vor bemüht, ein Ergebnis am Verhandlungstisch zu erreichen“, sagte Reitz. „Das Ganze erweist sich aber als sehr schwierig.“ Man wolle aber alle Möglichkeiten zu einer Einigung ausloten. Einen Zeitplan nannte er nicht. „Wir werden uns die Zeit nehmen, die nötig ist.“

„Neues, verbessertes Angebot?“: Deutsche Bahn und EVG unterbrechen Tarifgespräche

12.20 Uhr: Die Tarifrunde bei der Deutschen Bahn zieht sich weiter hin. Anders als angekündigt wurde die Verhandlung mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Donnerstagvormittag noch nicht fortgesetzt. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite beraten seit dem Morgen getrennt voneinander in einem Berliner Hotel. Dort hatten die Gespräche am Dienstag begonnen, waren in der Nacht zum Mittwoch aber nochmals unterbrochen worden. Warnstreiks sind derzeit nicht geplant.

Die Bahn hatte der EVG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Mittwoch ein neues Angebot für Einkommenserhöhungen vorgelegt. Die GDL, die in Eisenach tagt, wies dieses jedoch zurück. Zuvor hatte sie ihre Verhandlungen mit der Bahn für gescheitert erklärt. Weder EVG noch GDL gaben am Donnerstag Stellungnahmen ab.

06.20 Uhr: Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben ihre Tarifgespräche in Berlin am späten Mittwochabend unterbrochen. Die Verhandlungen würden am Donnerstagvormittag fortgesetzt, teilte die EVG mit. Die Deutsche Bahn hatte am Mittwoch ein "neues, verbessertes Angebot" an die EVG und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) angekündigt.

Beide Gewerkschaften fordern 7,5 Prozent mehr Geld und den Ausbau eines 2016 vereinbarten Wahlmodells, bei dem Beschäftigte zwischen Lohnerhöhung, Arbeitszeitverkürzung und mehr Urlaub wählen können. Insgesamt geht es um rund 160.000 Beschäftigte. Die EVG verlieh am Montagmorgen mit bundesweiten Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck.

Das waren die Meldungen zur Deutschen Bahn vom Mittwoch

15.30 Uhr: Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und den Gewerkschaften EVG und GDL sind die Verhandlungen am Mittwoch in die heiße Phase getreten. "Im Laufe des Tages" wollte die Bahn nach eigenen Angaben den beiden Gewerkschaften ein "neues, verbessertes Angebot" vorlegen. 

Noch am Morgen hatte die Lokführergewerkschaft GDL die Tarifverhandlungen mit der Bahn wegen eines fehlenden neuen Angebots für gescheitert erklärt. Ein Sprecher der Gewerkschaft fügte hinzu, wenn die Bahn ein Angebot vorlege, werde die GDL darüber befinden, ob es annehmbar sei oder nicht. Streiks der GDL sind indes bis zum Jahresende ausgeschlossen.

Die EVG setzte ihre Gespräche mit der Bahn fort.

Lokführer erklären Verhandlungen für gescheitert: Drohen neue Streiks bei der Deutschen Bahn?

9.48 Uhr: Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt. Das Unternehmen habe bis zum Mittwochmorgen kein neues Angebot abgegeben, das die GDL gefordert hatte, teilte die Gewerkschaft am Verhandlungsort in Eisenach mit. Sie wolle nun das weitere Vorgehen beraten. Zu einem Streik darf sie nach geltender Vereinbarung erst nach dem Ende der Schlichtung aufrufen.

„In diesem Jahr wird es voraussichtlich keine Streiks mehr geben“, sagte eine GDL-Sprecherin. Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky betonte: „Der Ball liegt auf der Seite der Deutschen Bahn AG. Der Arbeitgeber hat es in der Hand, ein verbessertes Angebot vorzulegen, sonst werden wir im Januar über weitere Schritte entscheiden.“

Die Deutsche Bahn will im aktuellen Tarifkonflikt den beiden Gewerkschaften EVG und GDL am Mittwochvormittag „ein neues, verbessertes Angebot“ vorlegen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Morgen aus Bahnkreisen. Mit der EVG will die Bahn um 10 Uhr weiterverhandeln.

Die Lokführergewerkschaft vertritt rund 36.000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

8.43 Uhr: Die Deutsche Bahn will im aktuellen Tarifkonflikt den beiden Gewerkschaften EVG und GDL am Mittwochvormittag „ein neues, verbessertes Angebot“ vorlegen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Morgen aus Bahnkreisen. Mit der EVG will die Bahn um 10.00 Uhr weiterverhandeln. Die GDL wollte den Stand der Tarifgespräche um 9.00 Uhr in einer Pressekonferenz bewerten.

6.21 Uhr: Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sind am späten Dienstagabend unterbrochen worden. Die beiden Tarifparteien wollten sich am Mittwoch (10.00 Uhr) wieder in Berlin treffen, wie Sprecher von Bahn und EVG mitteilten. Man brauche noch mehr Zeit zur Lösung aller Tariffragen, hieß es.

Parallel zu den Gesprächen in Berlin verhandelte die Bahn in Eisenach mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Bis zum Abend war dort auch noch kein Ergebnis abzusehen.

Aus Verhandlungskreisen in Berlin hieß es, dass EVG und Bahn am Dienstag noch nicht wieder über die strittige Frage der Lohnerhöhung gesprochen hätten. Vielmehr sei es erst einmal um die Klärung offener Details aus den vorherigen Runden gegangen.

Das waren die Meldungen vom Dienstag

10.48 Uhr: Die Bahn ist in die nächste Runde der Tarifverhandlungen gestartet. Am Dienstagmorgen begannen in Eisenach Gespräche mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), wie eine Unternehmenssprecherin in Berlin bestätigte.

„Wir sind in Gesprächen“, sagte auch ein Sprecher der GDL. „Wir sind weiter zuversichtlich.“ Zu inhaltlichen Zwischenschritten wollten sich beide Seiten zunächst nicht äußern.

Die Bahn verhandelt derzeit parallel mit zwei Gewerkschaften. Am Nachmittag sollen in Berlin auch die Gespräche mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fortgesetzt werden.

10.00 Uhr:Einen Tag nach den bundesweiten Warnstreiks bei der Bahn kommt es auch am Dienstag noch zu einzelnen Zugausfällen und Verspätungen im Fernverkehr. "Die Züge des Regional- und S-Bahnverkehrs fahren wieder planmäßig", teilte die Gewerkschaft EVG im Internet mit. Im Fernverkehr seien dagegen noch vereinzelt die Nachwirkungen des Streiks vom Montag zu spüren.

Zu den Warnstreiks hatte die EVG aufgerufen, hunderttausende Pendler waren deshalb am Montagmorgen gar nicht oder nicht rechtzeitig zur Arbeit gekommen. Für Dienstagnachmittag wurden neue Tarifverhandlungen zwischen der Bahn und der EVG angesetzt, neue Streiks sollte es zunächst nicht geben.

07.28 Uhr: Die Tarifverhandlungen für rund 160.000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn gehen am Dienstag weiter. Der Tarifkonflikt mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) war am Montag eskaliert. Mit einem Warnstreik legte die EVG große Teile des Zugverkehrs stundenlang lahm. Nun treffen sich beide Seiten am Nachmittag (14.00 Uhr) in Berlin wieder am Verhandlungstisch.

„Mit dem Warnstreik haben unsere Kolleginnen und Kollegen in imposanter Weise deutlich gemacht, wie ernst es Ihnen mit ihren Forderungen ist“, sagte die Verhandlungsführerin der EVG, Regina Rusch-Ziemba. „Das bestärkt uns in unseren Verhandlungen.“

Vor dem Treffen mit der EVG kommt die Bahn mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in Eisenach zusammen. Dort tagen auch turnusmäßig Hauptvorstand und Bundestarifkommission der GDL. Bahn und GDL hoffen erklärtermaßen auf einen Abschluss. Zuletzt fehlte noch eine Verständigung über die Lohnerhöhung. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler sah die Verhandlungen nach dem jüngsten Treffen am Samstag „kurz vor dem Ziel“.

06.22 Uhr: Wegen logistischer Probleme infolge des bundesweiten Bahn-Warnstreiks vom Montag kommt es auch am Dienstag noch zu einzelnen Zugverspätungen und -ausfällen im Fernverkehr. Dies sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn der Deutschen Presse-Agentur am Morgen. Der Grund: Züge und Personal seien nach dem vierstündigen Warnstreik am Montagmorgen nicht dort, wo sie nach Fahrplan sein sollten. Reisende sollten deshalb kurz vor ihrer Fahrt checken, ob und wann ihr Zug tatsächlich fährt. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr soll laut dem Sprecher nach Fahrplan fahren.

Das waren die News zum Bahn-Warnstreik vom Montag

Update um 18.12 Uhr: Nach dem Ende der Warnstreiks bei der Deutschen Bahn hat sich der Zugverkehr am Montagnachmittag wieder weitgehend stabilisiert. Wie die Bahn mitteilte, gab es bei den S-Bahnen nur noch "kleinere Verspätungen". Im Fern- und Regionalverkehr könne es noch bis in den Abend zu einzelnen Verspätungen und Zugausfällen kommen. Für Dienstagmorgen rechnet die Deutsche Bahn bundesweit mit einem fahrplanmäßigen Zugverkehr.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sprach von einer "schlechten Krisenkommunikation" mit den betroffenen Kunden. "Die Bahn stellt heute ohne Rücksicht auf Verluste den Betrieb komplett ein, ohne Ersatzverkehr zu organisieren oder ausreichend Informationen zur Verfügung zu stellen", erklärte vzbv-Vorstand Klaus Müller.

Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte Notfahrpläne bei Streiks, die die Tarifparteien in Friedenszeiten aushandeln könnten. Das sei in vielen europäischen Ländern üblich, etwa in Italien, sagte der Ehrenvorsitzende des Verbands, Karl-Peter Naumann, am Montag dem MDR. "Die Information für Reisende erfolgte viel zu spät, so dass sich die Reisenden nicht auf Ersatzmöglichkeiten einstellen konnten", kritisierte auch er. Ein Streik im öffentlichen Verkehr sei "von einer anderen Qualität als ein Streik im sonstigen industriellen Bereich".

Droht bald ein weiterer Bahnstreik? Das plant die Gewerkschaft EVG jetzt 

Update um 16.19 Uhr: Bahnreisende müssen zumindest kurzfristig nicht mit weiteren Warnstreiks rechnen: Die Gewerkschaft EVG und die Deutsche Bahn wollen sich am Dienstagnachmittag wieder an den Verhandlungstisch setzen. Die Bahn gehe "optimistisch und mit großem Einigungswillen" in die mittlerweile fünfte Verhandlungsrunde, erklärte ein Konzernsprecher am Montag. Hunderttausende Pendler waren am Montagmorgen wegen eines heftigen Warnstreiks gar nicht oder zu spät zur Arbeit gekommen.

Der Bahn-Sprecher nannte den Warnstreik "überflüssig". Die beiden Parteien wären bereits vorher einer Einigung sehr nah gewesen. Durch die sehr kurzfristige und allgemein gehaltene Ankündigung habe die Bahn keinen Ersatzfahrplan mehr erstellen können. Der Streik habe hunderttausende Pendler in Mitleidenschaft gezogen und die Bahnkundschaft verunsichert - und das in der wichtigen Vorweihnachtszeit.

Ein EVG-Sprecher sagte, die Bahn habe noch kein neues schriftliches Angebot vorgelegt. "Ich gehe aber davon aus, dass das morgen passieren wird."

Zugverkehr stabilisiert sich laut Bahn

Update um 13.40 Uhr: Nach dem Warnstreik zeigt sich die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft wieder gesprächsbereit. „Wir sind bereit, ab morgen am frühen Nachmittag zu verhandeln“, sagte Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba am Montag in Berlin. Weitere Warnstreiks seien vorerst nicht geplant.

Ob die Bahn ein neues Angebot vorgelegt habe, wollte Rusch-Ziemba nicht sagen. Als möglichen Verhandlungsort nannte sie Berlin. Die Gewerkschaft hatte die Verhandlungen am Samstag abgebrochen.

Derweil stabilisiert sich der Zugverkehr nach Angaben der Deutschen Bahn. Beim Fernverkehr komme es aber weiterhin zu Verspätungen und auch zu einzelnen Zugausfällen, teilte der Konzern am Montagmittag mit. Der Regionalverkehr sei wieder angelaufen, der S-Bahn-Verkehr in den Ballungsräumen wie etwa in Berlin, München, Hannover und Frankfurt am Main sei "gut gestartet".

Die Auswirkungen der vierstündigen Arbeitsniederlegung auf den Regionalverkehr waren in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am schlimmsten, wie die Bahn erklärte. Insgesamt waren von dem Warnstreik bundesweit über 1400 Züge der Deutschen Bahn betroffen, darunter auch Güterzüge.

Paradox: DB-Konzernleitung ärgert sich über mangelhafte Informationen der Kunden beim Bahnstreik

Update um 10.02 Uhr: Es klingt paradox, aber die Konzernleitung der Deutschen Bahn ärgert sich über etwas, was auch die Kunden immer wieder nervt - besonders am Streikmorgen. Es fehlten nämlich Informationen in den Bahnhöfen. Es sei „besonders ärgerlich“, teilte der Konzern mit, dass zum Teil auch die Reise- und Ansagezentren bestreikt wurden. Von dem Ausstand waren auch die Informationssystem auf bahn.de betroffen. Neben der Wartezeit und der Verspätung am Morgen nervte viele Kunden, dass sie im Regen stehen gelassen wurden.

Kunden streiten im Netz über den Bahnstreik

Update um 9.15 Uhr: War der Warnstreik am Montagmorgen, der auch massiv den Personenverkehr traf, in dieser Form berechtigt? Auch im Netz wird darüber diskutiert. Manche Kunden zeigen Verständnis, andere halten die Maßnahme für unverhältnismäßig. Andere meinen, man hätte zunächst lokal begrenzter streiken können. 

Andere werfen den Beschäftigten vor, dass es nur geringfügige Unterschiede zwischen der Lohnforderung der Gewerkschaft EVG und dem Angebot des Arbeitgebers geben würde. Jedoch geht es nicht nur um die geforderten 7,5 Prozent mehr Lohn, sondern auch um die Laufzeit und um Arbeitszeitmodelle, die alternativ mehr Freizeit ermöglichen sollen. Dieses zusätzliche Freizeit-Angebot will die Deutsche Bahn laut der Gewerkschaft aber erst ab 2021 ermöglichen. 

Weitaus mehr Solidarität mit den Streikenden zeigen diese Twitter-User: 

Bahnstreik bei der Bahn beendet - EVG-Sprecher gibt sich knallhart im Morgenmagazin

Update um 9 Uhr: Die EVG hatte am Samstag die Tarifverhandlungen in Hannover abgebrochen und will sie erst nach einem verbesserten Angebot der Deutschen Bahn wieder aufnehmen. Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Geld. Die Deutsche Bahn hat nach eigenen Angaben ein "Sieben-Prozent-Paket" vorgelegt.

EVG-Sprecher Uwe Reitz dagegen schob im ARD-"Morgenmagazin" der Bahn die Schuld zu: "Der Bahnvorstand hat sich für den Abbruch entschieden und das sind die Konsequenzen", sagte er.

Die Bahn erklärte, sie sei "jederzeit bereit", die Tarifverhandlungen mit der EVG fortzusetzen und "zügig" zu Ergebnissen in der Tarifrunde zu kommen. Die Bahn habe die EVG dazu aufgefordert, am Montagnachmittag weiter zu verhandeln. Nicht die Bahn habe am Samstag den Verhandlungstisch verlassen, erklärte eine Sprecherin.

Update um 8.30 Uhr: Stillstand auf den Schienen - und auf den Straßen. Auf Grund des Streiks kam es zu vielen Staus auf den Straßen. Mehr als 650 Kilometer sollen es am Montagabend bundesweit gewesen sein. Besonders NRW war hier betroffen. Der WDR meldete hier 447 Kilometer Stau. In Bayern waren es 100 Kilometer. 

Lesen Sie auch zum Bahnstreik:  Großes Chaos in Frankfurt - Warnstreik sorgt für Zug- und S-Bahnausfälle

Bahnstreik: DB stellt am Montagmorgen den Fernverkehr ein

Update am 10. Dezember 2018, 7.05 Uhr: Berlin - Die Deutsche Bahn hat wegen der Warnstreiks bundesweit den Fernverkehr eingestellt. Betroffen seien ICE- und IC-Züge, sagte eine Bahnsprecherin am Montagmorgen der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte die Bahn erklärte, der Fernverkehr sei wegen der Warnstreiks "bundesweit massiv eingeschränkt".

Der bis 9 Uhr angekündigte bundesweite Warnstreik wird voraussichtlich Auswirkungen bis zum frühen Nachmittag haben, sagte ein Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). „Wenn der Fahrplan erst einmal durcheinander ist, dauert das eine Weile, bis alles wieder läuft.“

Der Grund des Warnstreiks: Die Gewerkschaft will damit im Tarifkonflikt mit der Bahn ihre Forderungen durchsetzen. Am Samstag hatte die EVG die Tarifverhandlungen für rund 160 000 Beschäftigte abgebrochen. Bei der Lohnerhöhung war der Konzern der Gewerkschaft aus deren Sicht nicht weit genug entgegengekommen.

Bahnstreik: Das müssen Reisende nun wissen

Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis Dienstag gültig bleiben, wie die Bahn mitteilte. Für bestimmte Spartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Streiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

In Bayern rollt gar kein Zug mehr, berichtet Merkur.de.* Der Streik hat hier auch massive Auswirkungen auf den Regionalverkehr und die Münchner S-Bahnen.

Streiks im Zugverkehr für Montag angekündigt  - Deutsche Bahn kommt Kunden entgegen

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 20.55 Uhr: Die Bahn reagiert auf die angekündigten Streiks zum Wochenstart mit diversen Maßnahmen. Unter anderem sollen Fahrgast-Betreuung aufgestockt werden. Unter der Rufnummer 08000 996633 wurde eine Hotline eingerichtet. Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Tickets bis Dienstag gültig bleiben, teilte die Bahn mit. Für bestimmte Spartickets werde zudem die Zugbindung aufgehoben. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Streiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant.

„Die DB bedauert, dass die Reisenden, darunter viele Arbeitnehmer, in der Adventszeit möglicherweise mehr Zeit und Geduld aufbringen müssen, um an ihr Ziel zu kommen“, erklärte der Konzern. Ein Schwerpunkt soll nach seinen Informationen Nordrhein-Westfalen sein.

EVG-Sprecher stellt Forderung für weitere Tarifverhandlungen

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 20.21 Uhr: Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will erst nach einem verbesserten Angebot die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn wieder aufnehmen. Das sagte EVG-Sprecher Uwe Reitz vor Journalisten in Berlin. „Wir hoffen, dass der Bahnvorstand die Signale verstanden hat, sonst sind weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen“, fügte er hinzu.

Bahn appelliert an Rückkehr an Verhandlungstisch

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 17.05 Uhr: Nach der Warnstreik-Ankündigung bei der Deutschen Bahn fordert der Konzern von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die Gespräche über einen neuen Tarifvertrag rasch fortzusetzen. In einem Brief an die EVG-Führung, der der dpa vorlag, appellierte die Bahn an die Gegenseite, „an den Verhandlungstisch zurückzukehren“: „Wir sollten gemeinsam alles daran setzen, die Tarifverhandlungen im Sinne unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und unseres Unternehmens kurzfristig einem Abschluss zuzuführen.“ Die Bahn lud die Vertreter der Gewerkschaft für Montagnachmittag zu neuen Gesprächen ein.

Gewerkschaft kündigt Bahn-Streiks für Montag an

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 16.08 Uhr: Bei der Deutschen Bahn sollen Beschäftigte am Montagmorgen zwischen 5 Uhr und 9 Uhr ihre Arbeit niederlegen. Dies teilte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Sonntag mit. Sie hatte nach abgebrochenen Tarifgesprächen zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen.

Die Bahn geht davon aus, dass die Arbeitsniederlegungen „den Zugverkehr voraussichtlich bundesweit stark beeinträchtigen“ werden. Auch in den Stunden nach dem Warnstreik-Ende sei mit Störungen zu rechnen. „Die Deutsche Bahn setzt alles daran, die Auswirkungen der Warnstreiks auf ihre Kunden so gering wie möglich zu halten“, hieß es aus dem Konzern. „Die DB bedauert, dass die Reisenden, darunter viele Arbeitnehmer, in der Adventszeit möglicherweise mehr Zeit und Geduld aufbringen müssen, um an ihr Ziel zu kommen.“

Bahn-Streik trifft vor allem Bahn-Pendler

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 15.07 Uhr: S-Bahnen, Regional- und Fernverkehr sowie die Güterbahn sollen vom bundesweiten Warnstreik bei der Deutschen Bahn betroffen sein. Bahn-Pendler müssen, laut Medienberichten am Montag von 5.00 bis 9.00 Uhr mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen.

Streiks bei der Bahn ab Montag - Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen

Update vom Sonntag, 9. Dezember, 11.52 Uhr: Nach dem Abbruch der Bahn-Tarifverhandlungen durch die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist laut Deutscher Bahn bereits am Montag mit Warnstreiks zu rechnen. "Es ist aktuell ein Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen am Vormittag angekündigt, der voraussichtlich überregionale Auswirkungen haben wird", teilte die Bahn am Sonntag auf ihrer Internetseite mit.

Die Deutsche Bahn empfahl insbesondere Reisenden von und nach Nordrhein-Westfalen, bereits am Sonntag oder aber erst am Montag nach dem Streikende anzureisen. Für Reisende mit Flexpreis- und Sparpreistickets mit Gültigkeit am Montag werde die Zugbindung aufgehoben, die Tickets könnten bereits am Sonntag genutzt werden.

Deutsche Bahn: Warnstreiks und Zugausfälle ab Montag - Tarifverhandlungen scheitern

Berlin - Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn sind am Samstag ergebnislos abgebrochen worden, die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kündigte Warnstreiks an. Reisende müssten schonab Montag "mit erheblichen Zugausfällen rechnen", teilte die Gewerkschaft mit. Die Arbeitgeber hätten nur Angebote vorgelegt, "die nicht den Forderungen unserer Mitglieder entsprachen", sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba.

Die Tarifgespräche in Hannover waren am Donnerstag in die entscheidende Runde gegangen. In der niedersächsischen Landeshauptstadt verhandelte die Bahn parallel mit der Lokführergewerkschaft GDL und der EVG. Beide Gewerkschaften fordern 7,5 Prozent mehr Geld und den Ausbau eines 2016 vereinbarten Wahlmodells, bei dem Beschäftigte zwischen Lohnerhöhung, Arbeitszeitverkürzung und mehr Urlaub wählen können.

Streik bei der Deutschen Bahn: Gewerkschaft vertritt 16.000 Bahn-Mitarbeiter

Mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) vertagte sich die Bahn auf den kommenden Dienstag (11.12.) in Eisenach. Hier sei man kurz vor dem Ziel, betonte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler. Die EVG lehnte hingegen eine Vertagung ab.

Die Verhandlungen in Hannover liefen seit Donnerstag parallel in zwei Hotels. Die EVG hatte bereits vorab mit einem Abbruch der Gespräche und „weiterreichenden Aktionen“ gedroht, falls in dieser Runde keine Einigung gelingen sollte. Sie vertritt etwa 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn im Inland. Die kleinere GDL verhandelt für einen Teil davon - rund 36.000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

dpa

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser